Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V.

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Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V. Die Deutsche Meteorologische Gesellschaft e. V.

(DMG) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Meteorologie und Klimatologie zu fördern.

Im Mai war es wieder so weit: Die European Geosciences Union lud zur jährlichen General Assembly nach Wien ein. Vom 4. b...
01/06/2026

Im Mai war es wieder so weit: Die European Geosciences Union lud zur jährlichen General Assembly nach Wien ein. Vom 4. bis 8. Mai kamen dort mehr als 22.000 Wissenschaftler:innen aus 125 Ländern zusammen. Mit über 20.000 Beiträgen in mehr als 1.000 Sessions war die Auswahl an Themen wie jedes Jahr enorm vielfältig.
Besonders erfreulich war erneut die starke Beteiligung von Early Career Scientists (ECS): 58 % aller Beiträge wurden in diesem Jahr von Nachwuchswissenschaftler:innen präsentiert. Darunter waren auch zahlreiche Mitglieder der jungen DMG vertreten, die ihre Forschung in Vorträgen, Posterpräsentationen und PICO-Sessions vorstellen und diskutieren konnten.
Neben dem wissenschaftlichen Austausch spielt auf der EGU auch die Vernetzung eine wichtige Rolle. So trafen sich einige Mitglieder der jDMG bereits zum vierten Mal zu einem gemeinsamen Abendessen in einem pakistanischen Restaurant. In entspannter Atmosphäre bei leckeren Essen für den studentischen Geldbeutel bot sich dort die Gelegenheit, sich über die Konferenz, den Alltag als ECS und viele weitere Themen auszutauschen.
Bereits im Vorfeld der Konferenz hatten sich die Mitglieder der jDMG online organisiert und vernetzt. Dadurch konnten während der Woche gemeinsame Mittagspausen im Park, Ausflüge sowie ein Besuch der Geovision-Karaoke-Nacht am Freitag stattfinden. Auch bei den einzelnen Beiträgen unterstützte man sich gegenseitig durch Besuche an den Postern, PICO-Screens und Vorträgen.
Insgesamt blicken wir auf eine erfolgreiche und bereichernde EGU zurück und freuen uns schon jetzt auf das nächsten Jahr – hoffentlich erneut mit vielen Mitgliedern der jDMG.

Text: Pascal
Bilder: Pascal & Lisa

"Diese Wolke sieht aus wie ...". Wer hat in seiner Kindheit (oder auch später) nicht auch dieses Spiel beim Blick zum Hi...
18/05/2026

"Diese Wolke sieht aus wie ...". Wer hat in seiner Kindheit (oder auch später) nicht auch dieses Spiel beim Blick zum Himmel gespielt? Vielleicht während einer endlosen Autofahrt oder bei der etwas langweiligen Geburtstagsfeier der Großtante.

Unser Bild wurde von Jecek Cisło eines Frühlingstages 2021 in Schlesien aufgenommen und zeigt die sanft gewellte Kulturlandschaft des Sudetenvorlands, wie sie etwa in Dolny Śląsk (Niederschlesien) oder České Slezsko (Tschechisch-Schlesien) typisch ist. Der Fotograf schreibt dazu: "Eigentlich wollte ich nur ein Bild vom Frühlingshimmel machen, doch plötzlich fiel mir die Wolke auf, die ein Gesicht zu haben schien, mit Augen, Nase, Mund und sogar Haaren ...".

Meteorologisch handelt es sich um Cumuluswolken vom Typ "mediocris" und "congestus" mit einzelnen Fraktuswolken, oder in Kurzform "Cu med, con" mit "Cu fra").

Übrigens: Das Bild ziert die Augustseite des Meteorologischen Kalender 2024 https://www.dmg-ev.de/meteorologischer-kalender/.

Photo: Jecek Cisło // (c) Europhotometeo Competition 2020

https://www.youtube.com/watch?v=IoWggpXyCQE
08/05/2026

https://www.youtube.com/watch?v=IoWggpXyCQE

Katharina ist Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst am Flughafen München, dem zweitgrößten Flughafen Deutschlands. Hier starten und landen täglich über 10...

Ein Blütenmeer aus sattem Gelb 🌼 – so zeigt sich derzeit vielerorts die Landschaft in Deutschland und Mitteleuropa. Kein...
01/05/2026

Ein Blütenmeer aus sattem Gelb 🌼 – so zeigt sich derzeit vielerorts die Landschaft in Deutschland und Mitteleuropa. Kein Zweifel: Die Rapsblüte gehört zum Frühling wie der erste Spargel, die Kirschblüte 🌸 oder das typische April-Schauerwetter mit beeindruckenden Cumulonimbuswolken ⛅️ am Himmel.

Dazu hat das #𝗙𝗿ü𝗵𝗹𝗶𝗻𝗴𝘀𝘄𝗲𝘁𝘁𝗲𝗿 𝟮𝟬𝟮𝟲 bislang mehr als positiv überrascht ☀️. Wie der Deutsche Wetterdienst jüngst mitteilte, war es in den Monaten März und April mit rund 𝟭𝟵𝟱 bzw. 𝟮𝟰𝟱 𝗦𝗼𝗻𝗻𝗲𝗻𝘀𝘁𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻 etwa 50 % sonniger als im Klimamittel. Auch die 𝗠𝗼𝗻𝗮𝘁𝘀𝗺𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝘁𝗲𝗺𝗽𝗲𝗿𝗮𝘁𝘂𝗿𝗲𝗻 konnten sich mit 𝟲,𝟯°𝗖 𝗯𝘇𝘄. 𝟵,𝟮°𝗖 sehen lassen. Der März lag dabei +1,7 Grad über dem Mittel von 1991–2020, der April nur leicht darüber (+0,2 Grad) – vor allem bedingt durch die häufigen Nachtfröste ❄️.

Doch diese Lichtfülle hat ihren Preis: Es fiel viel 𝘇𝘂 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴 𝗥𝗲𝗴𝗲𝗻 🌧️. 𝗜𝗺 𝗠ä𝗿𝘇 summierten sich 𝗻𝘂𝗿 𝗲𝘁𝘄𝗮 𝟯𝟳 𝗹/𝗺² (−35 %), 𝗶𝗺 𝗔𝗽𝗿𝗶𝗹 sogar 𝗹𝗲𝗱𝗶𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵 𝟮𝟱 𝗹/𝗺² (weniger als die Hälfte des Üblichen). Verantwortlich dafür waren stabile Hochdrucklagen, die sich über Mitteleuropa festgesetzt haben 🌀.

Doch wie passt das zusammen – trockene Böden und gleichzeitig eine aufblühende Natur? 🌱
Zum einen sind die Verdunstungsraten zu Beginn des Frühlings noch relativ gering. Niedrige Temperaturen und häufige Nachtfröste halten die Feuchtigkeit in den bodennahen Schichten. Zum anderen werden viele Agrar- und Nutzpflanzen bereits im Spätsommer oder Herbst gesät, sodass sie Zeit haben, tiefreichende Wurzelsysteme auszubilden – wie etwa der Winterraps 🌾.

Raps kommt mit kurzfristiger Trockenheit erstaunlich gut zurecht 👍. Bleibt es jedoch in den kommenden Wochen weiterhin so trocken, wird die Schotenbildung beeinträchtigt.

Und das hätte Auswirkungen über die Landwirtschaft hinaus: Rapsöl wird für Kraftstoffe (Biodiesel) und die Herstellung von Biokunststoffen verwendet 🛢️. Selbst Pflanzenreste finden als Biomasse zur Energiegewinnung Verwendung 🔋.

📸 Photo: Marco Amaru (c) Europhotometeo //2022

Warum weht der Wind auf Wetterkarten eigentlich meist entlang der Isobaren und nicht direkt vom Hoch zum Tief? Genau hie...
29/04/2026

Warum weht der Wind auf Wetterkarten eigentlich meist entlang der Isobaren und nicht direkt vom Hoch zum Tief?

Genau hier kommt ein zentrales Konzept der Meteorologie ins Spiel: der geostrophische Wind.

Stellen wir uns ein Luftpaket vor: Durch einen Druckunterschied wird es zunächst vom Hoch- zum Tiefdruckgebiet beschleunigt. Gleichzeitig wirkt die im vorherigen Post erläuterte Corioliskraft und lenkt die Bewegung zur Seite ab, und zwar umso stärker, je schneller der Wind wird. Das Entscheidende dabei ist: Mit zunehmender Geschwindigkeit wächst auch die Ablenkung, bis sich beide Kräfte genau die Waage halten. Die Druckgradientkraft zieht weiterhin Richtung Tief, während die Corioliskraft die Bewegung zur Seite ablenkt.

Das Ergebnis ist, dass sich das Luftpaket nicht mehr direkt ins Tief hinein bewegt, sondern parallel zu den Isobaren strömt. Diesen Zustand nennt man geostrophischen Wind. Genau deshalb folgt der großräumige Wind auf Wetterkarten meist diesen Linien gleichen Luftdrucks. Gleichzeitig lässt sich daran auch die Windstärke abschätzen: Je enger die Isobaren beieinander liegen, desto stärker ist der Druckgradient und desto stärker weht auch der Wind.

Um die Strömungsrichtung schnell einordnen zu können, hilft eine einfache Eselsbrücke: Stellt man sich mit dem Rücken zum Wind, liegt auf der Nordhalbkugel das Tiefdruckgebiet immer links von einem. So lässt sich die Lage von Hoch und Tief direkt aus der Windrichtung ableiten.

Der geostrophische Wind beschreibt damit einen Großteil der Strömung in der freien Atmosphäre und ist eine wichtige Grundlage, um Wetterkarten und großräumige Zirkulationsmuster zu verstehen.

📸: Matthias Gottschalk
✍: Malte & Emma

Letzte Woche brach unser jDMG-Mitglied Jette zu einer spannenden Reise auf. Mehr dazu hat sie im Vorfeld in dem UPAS-Pod...
26/04/2026

Letzte Woche brach unser jDMG-Mitglied Jette zu einer spannenden Reise auf. Mehr dazu hat sie im Vorfeld in dem UPAS-Podcast Konvergenzzone berichtet! ⛵

Segeln mit Jette - Vom Segelboot in die Welt der Meteorologie
mit Jette Mai

Mehr Meer mit UPAS Konvergenzzone: zum Auftakt einer ganz besonderen Reihe nimmt die Meteorologie-Studentin Jette Mai uns mit auf den Ozean, genauer gesagt: in die Ostkaribik. Dort beginnt morgen ihre Atlantiküberquerung auf dem VO65 SISI, gemeinsam mit zehn weiteren Personen wird Jette via die Azoren Richtung Genua segeln. 18 spannende Tage auf dem Meer - und 18 Tage wo das Wetter eine entscheidende Rolle spielt. Dazu hat Insa Thiele-Eich schon heute viele Fragen: wie genau entscheidet eine Crew welche Route gewählt wird? Was muss man alles dafür wissen, und welche Situation erwartet vor allen Dingen Jette und die Crew? Wie genau das Wetter Jettes Reise in den kommenden Tagen beeinflusst, ob der Wind wirklich die ganze Zeit von vorne kam, und wieviele Tage Flaute es letztendlich wurden - all das und mehr über diese faszinierende Zeit auf dem Wasser erzählt sie uns spätestens nach der Rückkehr.

Erste Eindrücke vom Schiff, ihrem Schlafplatz und mehr kurz vor der Abreise seht ihr in den Bildern.
📸: Jette
✍: Konvergenzzone Podcast

Frühlingshimmel mit Altocumulus undulatusAltocumulus undulatus (=wellenförmige, mittelhohe Wolken) ziehen eines Apriltag...
20/04/2026

Frühlingshimmel mit Altocumulus undulatus
Altocumulus undulatus (=wellenförmige, mittelhohe Wolken) ziehen eines Apriltags über das Gladenbacher Bergland in Mittelhessen, einem bis zu 609 m hoher Mittelgebirgszug im Rheinischen Schiefergebirge.
Die von unten ziemlich dunkel aussehenden Wellenwolken, zusammen mit den darüberliegenden Cirrus- und Cirrostratuswolken lassen erahnen, dass es ein durchwachsener Frühlingstag gewesen sein muss.
Und in der Tat zogen an jenem 24. April 2018 in rascher Abfolge Tiefausläufer über Deutschland hinweg. So überquerte in den Mittagsstunden beispielsweise eine Kaltfrontokklusion die Mitte des Landes, also auch das Hessische Bergland wo das Foto entstand.
Trotz alledem registrierte etwa die Messstation in Gießen / Wettenberg noch 6,9 Sonnenstunden, keinen Niederschlag und Nachmittagstemperaturen von 16-19°C. Auch der Südwestwind blieb überraschend schwach-mäßig mit nur einzelnen Windböen bis 35 km/h.
Perfektes Wetter also für eine Fahrradtour im Grünen oder eine kleine Wanderung zum von Gießen aus nahegelegenen Dünsberg ( 497,7 m ).

Foto: Michael Schmidt
Ort: Wettenberg/ Gießen
GrüneFelder Fahrradtour Ausflugswetter

Schein oder nicht Schein oder wieso drehen sich eigentlich Tief- und Hochdruckgebiete?Heute soll es um die Corioliskraft...
16/04/2026

Schein oder nicht Schein oder wieso drehen sich eigentlich Tief- und Hochdruckgebiete?

Heute soll es um die Corioliskraft und ihren Effekt auf die großen Strömungssysteme in der Atmosphäre gehen.
Wahrscheinlich habt ihr schonmal davon gehört und wisst sogar noch, dass es sich bei der Corioliskraft um eine Scheinkraft handelt.
Doch von Anfang an. Was ist eigentlich eine Scheinkraft? Dazu stellen wir uns kurz eine langsam rotierende Schallplatte vor. Wenn wir von außen auf die Schallplatte schauen und eine Kugel von der Mitte nach außen schubsen, dann sieht es für uns so aus, als würde die Kugel geradlinig zum Rand rollen.
Begeben wir uns aber ins Bezugssystem der Schallplatte, stellen uns also an den Rand, wo wir die Kugel nach unserem Schubser erwarten würden und drehen uns mit, dann würde uns die Kugel nur dann erreichen, wenn wir in der Zeit, die die Kugel bis zum Rand braucht, eine komplette Drehung absolvieren. Für uns sieht es dann so aus als ob sich die Kugel in einer Spiralbahn bewegt. Tatsächlich wirkt dabei aber keine Kraft auf die Kugel, sondern sie ist nur zu träge, um sich mit der Schallplatte mitzudrehen.
Nun befinden wir uns nicht auf einer Schallplatte, sondern auf der Erdoberfläche und die Erde dreht sich ostwärts um ihre eigene Achse.
Wenn es zwischen zwei Gebieten einen Luftdruckunterschied gibt, dann bewegt sich die Luft vom Hoch- zum Tiefdruck, meist auf einer Nord-Süd Achse. Hierbei geht es der Luft aber wie der Kugel auf der Schallplatte. Anstatt einer geraden Linie beschreibt sie eine auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links entlang der Bewegungsrichtung abgelenkte Spiralbahn.
Auf der Nordhalbkugel drehen sich Tiefdruckgebiete deshalb gegen den Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn.
Dass sich diese Gebiete irgendwann auflösen liegt im übrigen an der Reibung der Erdoberfläche.

📸: Matthias Gottschalk
✍: Johannes und Tabea

Frühling, Spring, Primavera, Wiosna, весна, άνοιξη! Der   kennt viele Sprachen. Und egal wo auf der Welt man sich befind...
08/04/2026

Frühling, Spring, Primavera, Wiosna, весна, άνοιξη! Der kennt viele Sprachen. Und egal wo auf der Welt man sich befindet, nehmen die meisten Menschen den Beginn der Blütephase als den Frühlingsbeginn wahr. In Mitteleuropa ist der April der Frühlingsmonat schlechthin. Ob , , Frühlingsspiere oder die impulsante Japanische Blütenkirsche an allen Ecken und Enden büht es derzeit.

Der Zeitpunkt der Blüte hängt (neben dem Pflanzentyp) natürlich maßgeblich vom Wetter und der Witterung in den Wochen und Monaten zuvor ab. In Deutschland konnte man dieses Jahr ein relativ kräftigen Temperaturanstieg in den ersten zwei Märzwochen beobachten, verursacht durch eine anhaltende Hochdruckwetterlage.

Der Deutsche Wetterdienst sprach jüngst von "... so mild wie typischerweise Mitte April" und erwähnte dabei eine Monatsmitteltemperatur von 6,3°C (+1,7 Grad über dem Klimamittel von 1991-2020).

Auf diese sehr milde, sonnige Episode folgte eine etwas kühlere und wechselhafte Phase mit zeitweiligen Niederschlägen, teils leichten Nachtfrösten. Nicht unbedingt die schlechtesten Voraussetzungen für den Blühbeginn, denn Pflanzen, Bäume und Sträucher brauchen neben Licht, Wärme und Wasser eben auch ein Auslöser, ein Reiz damit die Knospen knacken.

Der deutsche Wetterdienst hat basierend auf Beobachtungen den Beginn des Erstfrühlings (Beginn der Frosythienblüte) dieses Jahr auf den 16.03. datiert und damit 8 Tage zeitiger als im vieljährigen, deutschen Durchschnitt.

📸 Photos: Gregor Pittke ()
jungeDMG Phänologie Frühlingsbeginn Blütezeit Hochdruckwetter April blauerHimmel

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12165

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