13/10/2026
Auch 2026 setzen AMCHA Deutschland e. V. und die International Psychoanalytic University Berlin (IPU) ihre gemeinsame interdisziplinäre Veranstaltungsreihe fort. Unter dem diesjährigen Schwerpunkt „Zeug*innenschaft“ geht es um die Weitergabe von Erinnerung an die Shoah und die Frage, wie eine Erinnerungskultur gestaltet werden kann, wenn immer weniger Überlebende selbst Zeugnis ablegen können.
Der nächste Termin widmet sich der Frage, was es bedeutet, widersprüchliche Familiengeschichten zu erben. Aurélia Kaliskys Vater war Jude und überlebte die Shoah als verstecktes Kind in Belgien. Ihre nichtjüdische deutsche Mutter stammt aus einer Familie, zu der prominente Nationalsozialisten gehörten. Ausgehend von dieser doppelten Familiengeschichte untersucht Kalisky, wie Geschichten und Schweigen, Zugehörigkeiten und Widersprüche über Generationen hinweg weitergegeben werden und individuelle wie kollektive Identitäten prägen. Dabei fragt sie auch, wie die Auseinandersetzung mit der Shoah den Blick auf gegenwärtige Formen von Gewalt, Ausgrenzung und Unrecht schärfen kann.
📅 Dienstag, 17. November 2026, 18:30 Uhr
📍 IPU Berlin
Weitere Informationen und Anmeldung: Link in der Bio! 🔗