08/05/2026
Heute vor 81 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg.
Für viele Holocaustüberlebende bedeutete das Kriegsende keinen wirklichen Neuanfang, sondern ein Weiterleben mit Erinnerungen und Verletzungen, die nie verschwanden. Viele dieser Traumata wirken bis heute nach – in Familien und über Generationen hinweg. Die Befreiung machte das Überleben möglich, aber sie heilte nicht.
Dieses Foto entstand im vergangenen Jahr, am 5. Mai 2025, bei einer Gedenkveranstaltung von AMCHA Israel und AMCHA Deutschland in Tel Aviv. Im Mittelpunkt standen die Überlebenden. Zippora Gershon, Zeev Herv Folman und Jack Offen sprachen über ihre Erinnerungen, Erfahrungen und darüber, wie die Shoah bis heute nachwirkt.
Die Veranstaltung war mehr als ein Gedenken. Sie zeigte, dass Erinnerung nicht vergangen ist. Sie lebt weiter – in Geschichten, im Schweigen, in Unsicherheit und in dem Versuch, mit dem Erlebten weiterzuleben. Gerade in Zeiten, in denen Gewalt und Angst wieder präsent sind, wird das spürbar.
Erinnerung darf nicht vereinfacht oder ritualisiert werden. Sie verlangt nicht nur Worte, sondern Fürsorge. Nicht nur Haltung, sondern Konsequenz.
AMCHA – hebräisch für „Du gehörst zu uns“ – ist ein Versprechen: ein Raum für Beziehung, Vertrauen und Solidarität.