19/08/2026
Remittances, also grenzüberschreitende Rücküberweisungen von Migrant*innen an ihre Familien, gehören zu den wichtigsten Finanzzuflüssen für viele Länder des Globalen Südens. Sie übersteigen die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit deutlich und sichern unzähligen Haushalten in ärmeren Regionen den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, sozialer Absicherung und vielem mehr. In Krisenzeiten wirken sie oft stabilisierend und tragen zur Armutsbekämpfung bei.
Gleichzeitig kommt nicht alles Geld bei den Empfänger*innen an. Der Markt für internationale Geldtransfers wird von wenigen großen Finanzdienstleistern dominiert. Hohe Gebühren, unzureichende Finanzinfrastruktur und internationale Finanzregeln verteuern Überweisungen und schmälern so ihre Wirkung.
Das UN-Ziel, die Kosten für Rücküberweisungen bis 2030 auf unter drei Prozent zu senken, wird bislang deutlich verfehlt. Gleichzeitig werden remittances im Zuge der Debatten um Migrationspolitik im Globalen Norden auch von rechts politisiert.
Um ihr Potenzial voll auszuschöpfen, braucht es niedrigere Gebühren, mehr Mitsprache für betroffene Länder und den Schutz der Rechte von migrantisierten Arbeiter*innen und ihren Familien.
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