13/01/2026
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🩺 Stellungnahme an den Gesundheitsausschuss,
direkt aus der Community.
🏛️ Wenn Gesetze im Gesundheitsbereich vorbereitet oder verändert werden, lädt der Gesundheitsausschuss des Bundestages gezielt Verbände, Fachorganisationen und Betroffenenvertretungen ein.
Ziel ist es, neben Ministerien und Behörden auch die praktische Realität abzubilden, also das, was im Alltag tatsächlich passiert.
Solche Stellungnahmen entscheiden kein Gesetz.
Sie sind aber ein fester Bestandteil des Gesetzgebungsprozesses.
Sie werden protokolliert, ausgewertet, zitiert und dienen Abgeordneten als Grundlage für Änderungsanträge.
Im besten Fall führen sie zu Korrekturen oder einer sachlicheren Regulierung.
Im schlechtesten Fall werden sie politisch ignoriert.
📄 In diesem Rahmen hat Maximilian Plenert,
Koordinator des CannabisSelbsthilfeNetzwerk (CSN) und selbst Follower dieser Seite,
uns diese Stellungnahme im Rahmen einer Pressemitteilung zukommen lassen.
Danke dafür, Max.
🧠 Zentrale Botschaft der Stellungnahme gleich zu Beginn.
Ja, es gibt Verbesserungsbedarf bei Cannabis als Medizin.
Nein, die aktuell vorgeschlagenen Maßnahmen der Bundesregierung lösen die realen Probleme nicht.
Sie verschärfen sie für viele Patientinnen und Patienten sogar.
👥 Das CSN ist ein bundesweites Netzwerk von Patientinnen und Patienten aus allen Gesellschaftsschichten.
Viele von ihnen führen dank Cannabis-Medizin erstmals ein stabileres, selbstbestimmteres Leben.
Die Stellungnahme macht deutlich, dass politische Debatten oft an der Lebensrealität der Betroffenen vorbeigehen.
⚠️ Besonders kritisch wird die Situation psychisch erkrankter und neurodivergenter Menschen beschrieben.
Die Zahl psychischer Erkrankungen steigt.
Die Versorgung hält nicht Schritt.
Gleichzeitig wachsen Ängste vor Überwachung, Registern und möglichen sozialen Nachteilen.
🗣️ Wörtlich heißt es sinngemäß, dass sich viele Patientinnen und Patienten bewusst für die privatärztliche Versorgung entscheiden,
weil sie befürchten, dass Cannabis-Verordnungen in GKV-Akten später zu Nachteilen führen könnten.
Die Sorge reicht teilweise so weit, dass Eltern aus Angst vor „Listen“ auf Anträge auf Schwerbehinderung verzichten.
💻 Ein zentraler Punkt der Stellungnahme ist die Telemedizin.
Sie wird nicht als Problem, sondern als notwendiger Teil moderner Versorgung beschrieben.
Für langjährig eingestellte Patientinnen und Patienten ist ein persönlicher Arzt- oder Apothekenbesuch für jedes Folgerezept oft medizinisch nicht erforderlich.
Telemedizin schließt Versorgungslücken, gerade dort, wo es vor Ort keine spezialisierten Ärztinnen oder Apotheken gibt.
📦 Ein Versandverbot für Cannabisblüten würde die Situation aus Sicht des CSN deutlich verschlechtern.
Vor allem im ländlichen Raum entstehen dadurch faktische Apothekenmonopole.
Das bedeutet weniger Auswahl, höhere Preise und längere Wege.
Der Wettbewerb würde eingeschränkt, die Kosten würden am Ende von den Patientinnen und Patienten getragen.
💬 Die Stellungnahme enthält auch persönliche Erfahrungen.
Trotz früher Ausnahmegenehmigung scheiterte ein Kostenübernahmeantrag.
Kassenärzte verweigerten Privatrezepten nicht aus medizinischen, sondern aus organisatorischen Gründen.
Erst die Telemedizin ermöglichte eine fachlich gute Videosprechstunde und eine funktionierende Versorgung über eine Versandapotheke.
📉 Ein weiterer Punkt, der politisch oft ausgeblendet wird, betrifft die Preise.
Der Markt hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert.
Viele Medizinalblüten sind heute für unter 10 Euro pro Gramm erhältlich, teils sogar für unter 5 Euro inklusive Zuschlägen.
Die Krankenkassen arbeiten jedoch weiterhin mit veralteten Festbeträgen, die diese Entwicklung nicht abbilden.
🏛️ Das CSN fordert deshalb keine Rückschritte, sondern eine sachliche Feinjustierung der Regulierung.
Mehr Qualität in der Telemedizin.
Aussagekräftige Produktanalysen für Ärztinnen, Apotheker und Patientinnen.
Eine risikobasierte Regulierung, die sich auf problematische Produktformen konzentriert, statt standardisierte Blüten pauschal zu beschränken.
Stabile Lieferketten und mehr Transparenz entlang der gesamten Versorgungskette.
📌 Konkret schlägt das CSN vor, eine qualifizierte Bundesbehörde wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu ermächtigen,
verbindliche Regelungen, Register und Erlaubnisverfahren zu entwickeln.
An der Ausarbeitung sollen alle relevanten Akteure beteiligt werden, insbesondere die Patientenschaft selbst.
🚫 Deutlich positioniert sich die Stellungnahme auch zum Antrag der AfD.
Die Annahme, das Gesundheitssystem funktioniere bei Cannabis als Medizin bereits optimal, wird klar zurückgewiesen.
Diese Sicht deckt sich nicht mit der Realität der Betroffenen.
🧩 Fazit für die Community.
Diese Stellungnahme ist kein Aktivismus, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme.
Wer Telemedizin und Versand einschränkt, reguliert nicht abstrakte Märkte.
Er greift direkt in die Versorgung kranker Menschen ein.
Genau das macht dieses Papier so relevant für die aktuelle Debatte.
(Zugegebenermaßen ist das Bild KI generiert 🤣, aber so sehe ich Max einfach)
🤷♂️✌️