10/02/2021
Inter Educare e.V.
Newsletter 01/2021
Liebe Freunde und Unterstützer,
ein Jahr ist „vorübergegangen“ und was wird in 2021 „vorübergehen“?
Was wird bleiben, was ist mehr oder weniger beständig?
Vielleicht ist es nicht notwendig sich auf Kurzfristiges, Vorübergehendes zu tief einzulassen oder sich gar anzupassen. Wir suchen Kraft, unsere Lebenszeit Beständigerem, Verlässlicherem, zuzuwenden. Etwas, dass uns stützt und hilft.
Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass menschliche Kontakte durch digitale Angebote nicht zu ersetzen sind. Aber, dass die Technik uns helfen kann, menschliche Kontakte weiter zu entwickeln und zu pflegen - besonders unter den heutigen Einschränkungen.
Corona schenkt uns Zeit – Zeit nachzudenken und Zeit langgehegte Pläne umzusetzen.
Zum Ende des vergangenen Jahres gab es verschiedene Ideen, die bei einem Besuch bei Gabriele in Bergtheim, in mir Form annahmen.
Mein 11jähriger Sohn war auch dabei. Er spielte mit Baggy (Gabrieles Katzenmädchen) und streichelte Tara, ihre 10-jährige Dho-Khyi Hündin.
Bei unseren Gesprächen wurde mir deutlich, wie lange Gabriele und ich uns schon kennen, aber von unseren Vereinsmitgliedern kenne ich nur wenige.
Das macht mich etwas traurig. Bisher war es „normal“, sich einmal im Jahr zu treffen, zur Jahreshauptversammlung. Und was passiert im Rest des Jahres?
Es ist Zeit und meine Neugier ist nun geweckt. In der Vergangenheit ist diese Neugier immer wieder mal aufgeflackert, aber jetzt hat sie, Dank Corona, Raum bekommen.
Ein kurzer Gedanke wird zur Tat. Warum sich nicht einfach mal kennenlernen, euch, die Mitglieder unseres Vereins? Einfach mal ein Bild, eine Vorstellung zu haben, wer hinter all den Namen steht.
Schließlich hat uns doch die Idee für andere da zu sein, zu helfen, also zu lieben und zu leben, zusammengeführt und letztlich zur Gründung unseres Vereins.
Freude und Leichtigkeit spüre ich bei der Vorstellung, die Menschen kennenlernen zu dürfen, mit denen ich schon seit nahezu 17 Jahren, in Geist und Tat, verbunden bin.
Das Benefizkonzert in Essen 2008 fällt mir ein, die wunderbare Stimmung und wie ich nach der Vorstellung einfach in die Garderobe gestürmt bin, um meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. 😊
Vor mir liegen die entworfenen Flyer von unseren erfolgreichen gemeinsamen Hilfsprojekten.
Mir kommt es wieder ganz nah ins Herz, als ich 2009, zusammen mit Gabriele, in Indien sein konnte:
Jenes Leuchten in den Augen der Kinder, in den Slums von New Delhi,
die Klosterschule von Thiksey, die erste stolze Fahrt, mit dem vollbesetzten, vereinsgesponserten Schulbus und den singenden Kindern der Jamyang School oder die anrührende Dankbarkeit der Patenkinder im Men Tsee Khang Institut 2009, in Dharamsala.
Mitglieder und Sponsoren, ALLE haben DAS möglich gemacht!
Unsere praktische Hilfe, die wir gemeinsam im Verein Kindern zur Verfügung gestellt haben und weiter bereitstellen, zeigt:
Alle Probleme lassen sich am besten bewältigen, wenn man gute Freunde hat.
Liebe Freunde, es tut mir leid, dass erst die vielen Probleme, die mit Corona aufgekommen sind, mich dazu gebracht haben, diese Zeilen zu schreiben.
Aber vielleicht habt ihr auch das Gefühl, jetzt enger zusammenrücken zu wollen.
WIR, das sind Ulli (54), Reinhold (59) und Noah (11), unserem Jüngsten. Drei große Kinder (22, 36 und 39) sind schon ausgeflogen und wohnen mit den zwei Enkeln (5 und 10) in der Stadt.
WIR, Familie Kolzenburg, leben auf einem alten Einzelhof (Gnadenhof), der in den letzten 11 Jahren entstanden ist mit ca. 40 Tieren (Pferde, Ziegen, Hund, Katzen, Enten und Hühnern) zusammen. So gut wir können, versorgen wir uns selbst. Hauptberuflich waren wir in der Erwachsenenbildung tätig (Deutschkurse für Flüchtlinge), sind seit Frühjahr jedoch „Corona-Opfer“, also zu Hause. Gottlob hat uns die Krankheit (wissentlich?) noch nicht erwischt.
Noah lernt mit Begeisterung mehrere Instrumente und möchte ein klein wenig zum Kennenlernen beitragen.
Wir lieben die Natur und die Musik, denn beides strahlt produktive Stille und Dynamik aus und kann ein großer Kraftspender sein.
Aber die größte Seelennahrung ist natürlich ein gutes Herz, wenn es die Möglichkeit hat auszustrahlen, also wirksam zu sein. Und das passiert in Begegnungen.
Wenn Ihr Lust auf solche Begegnungen habt, freuen wir uns.
Wer von sich ein paar Zeilen schreiben möchte oder Fragen und Anregungen zur Idee eines regelmäßigen Newsletters hat, kann sich einfach zu Wort melden. Vielleicht entsteht so ein lockerer, aber doch beständiger Austausch zu den Dingen, die gerade auf den Nägeln brennen und mehr das Gefühl – da gibt es jemanden im Verein, mit dem ich etwas teilen möchte.
Herzliche Grüße aus Oberrehberg und bis bald
Ulli, Reinhold und Noah Kolzenburg.
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Den Ärmsten der Welt zu helfen ist unser Anliegen. Schwerpunkt unserer Projekte ist es, ihnen eine ihrem Kultur-kreis angepasste Schulbildung zu ermöglichen.