31/05/2026
🐈⬛ Gismo – Du hattest einen Lebensabend voller Liebe! 🌈
✨ Tiere sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz. -
Roger Caras ✨
Wenn Tiere ihr Zuhause verlieren, stellt das eine unglaubliche Zäsur in ihrem Leben dar. Für Gismo und Beba, die zu der Zeit, als ihr Papa erst ins Krankenhaus und dann in ein Pflegeheim kam, selber schon sehr betagt waren, war der Schlag besonders hart. Wir mussten schnellstmöglich ein neues Zuhause finden – doch wer würde schon derart alte und gesundheitlich angeschlagene Katzen zu sich nehmen wollen, selbst als Pflegetiere? Und dann auch noch gemeinsam? Eine Trennung hätte wahrscheinlich den Tod für beide bedeutet. Uns war angst und bange... doch dann kam genau dieser Mensch auf uns zu, der Gismo adoptierte und Beba in Pflege nahm. Der Hunderte von Kilometern reiste, um sie abzuholen, der ihnen so viel Liebe und Fürsorge schenkt(e), wie es sich ein Tier nur wünschen kann. Vor einiger Zeit hat Gismo seine letzte Reise angetreten, in den Armen seines Menschen, und er wird schmerzlich vermisst. Im Folgenden möchten wir die Zeilen dieses Menschen mit Euch teilen:
"Lieber Gismo,
Anfang Dezember 2024 kamst Du gemeinsam mit der damals unglaublich schüchternen Beba zu mir - Ihr beide wart als "Notfall" tituliert, weil Euer bisheriger Zweibeiner sich aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr um Euch kümmern konnte, und Ihr seitdem nur im nötigsten Rahmen gefüttert und versorgt wurdet.
Ist die Spanne von diesem Startpunkt bis Februar 2026 „lang“? An sich leider nicht, wie eigentlich jede schöne Zeit viel zu kurz ist und immer sein wird. Allerdings hat diese Zeit Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen in einer Fülle gebracht, bzw. hast Du mir (und allen anderen Zweibeinern, die Dich kennen und lieben durften) diese geschenkt, dass sich fast ein Buch darüber schreiben ließe. Insofern war es, unabhängig von der Dauer, eine sehr gut gefüllte Zeit - schauen wir doch mal hinein. Auch wenn es trotz dieser inhaltlichen Fülle so unendlich gern noch so viel mehr hätte mehr sein können.
Ich hatte mich zwar bereits seit Längerem ernsthaft und intensivst mit der Aufnahme von Katzen – besonders Notfällen – beschäftigt, aber nun musste alles sehr konkret und schnell gehen. Auf den Tag genau einen Monat nach Empfang der ersten Mail mit Infos über Euch beide saß ich im Zug ins südliche NRW, um Beba und Dich aus dem Ungewissen abzuholen – und möglichst viel Eurer gewohnten Utensilien noch dazu, also waren Werkzeug und eine Kiste mit Platz für Kratzbaum und Co. ebenfalls mit an Bord.
Kaum war die Tür Eurer bisherigen Wohnung geöffnet, kamt Ihr beiden auch schon neugierig an – Beba etwas zögerlicher, aber Du voller Vorfreude. "Und das ist unser Gismo" waren die Worte, mit denen Du mir vorgestellt wurdest – offenbar mit dem Hintergrund, ein unendlich sozialer, liebenswerter, unkomplizierter Kater zu sein. Zumindest lässt sich das in der Rückschau so sagen, zum damaligen Zeitpunkt ging es ja nur darum, dass ich Euch so schnell wie möglich mitnehmen sollte.
Als Ihr und Euer Zubehör „eingepackt“ wart, hörte ich eine ganze Weile Eure typischsten Geräusche – von Beba eine Art „Jou“, und von Dir ein fast schäfchenähnliches, breites „Määp“ – beides sollten Eure Markenzeichen sein und bleiben. Im Gegensatz zur doch etwas abschätzigen Prognose, dass Ihr über die ganze Fahrt "nerven" würdet, wart Ihr aber sehr bald ruhig, und schon auf der Heimreise tolle Botschafter eurer Spezies. Etliche Leute schauten und fragten nach Euch und waren fasziniert, wie friedlich Ihr wart! Und Du, lieber Gismo, gabst schon regelmäßig durch das Gitter der Käfigtür Pfötchen, und warst gierig auf die Snacks, die ich neben etwas Wasser als Proviant für Euch dabeihatte. Auch das sollte eine Eigenschaft werden, die Dich sehr durchgängig auszeichnen würde...
Nach der gemeinsamen Eingewöhnung in einem Raum trennten sich zunächst Eure Wege innerhalb der Wohnung, als Ihr diese komplett in Beschlag nehmen konntet. Beba suchte über drei Monate irgendwelche hinteren Ecken, die selbst ich nicht alle kannte, für viel Distanz und Sicherheit, kam nur für nötige Bedürfnisse heraus und flüchtete bei jeder Annäherung unter drei Metern wieder. Du dagegen warst von Beginn an allen Orten des stattfindenden Lebens, und schnellstmöglich auch in Kopf und Herz aller Menschen um Dich herum. Ein Herzenskater erster Güte und darüber hinaus, der Du immer bleiben wirst. Später sollte sich auch Beba auf wundersame Weise öffnen – Näheres dazu ist in ihren Berichten zu lesen.
Von Beginn an hast Du völlig selbstsicher Nähe gesucht, egal ob bei mir oder auch jedem Besucher – und warst immer lernfähig und geistig flexibel, was Dich z. B. zum absolut reise- und besuchstauglichen Kater gemacht hat, der überall mit hin konnte. Einmal umgeschaut, gesehen wo Näpfe und Klo stehen, und Du warst in jeder Umgebung sofort fast so selbstsicher wie zu Hause. Keine Berührungsängste – selbst der Staubsauger konnte direkt an Dir vorbeifahren – und stets präsente Neugier machten alles so unglaublich einfach. Vor allem, weil es so viele Vorbehalte über ältere Katzen gibt, die ich auch zahlreich hören musste: „Denen kann man nichts mehr beibringen, sie sind eingefahren, sie haben viele Probleme“, und noch so manch weiteres negatives Vorurteil. Dabei hast Du von Beginn an gut gelernt, es brauchte stets nur wenige Versuche, um Dir Unarten ab-, und neue Möglichkeiten anzutrainieren.
Begeistert und verblüfft hast Du auch mit Deinen vielfältigen Vorlieben – trotz Deines Alters hast Du stets gerne gespielt, ob mit Laserpointer oder Angel, wobei besonders die Versuche mit Mäusevideos sehr witzig wurden, als Du am liebsten in die Leinwand springen wolltest, um dort zu jagen...
Medien sind generell so ein Thema. Beim Filmeschauen warst Du immer gern aufmerksam „voll dabei“, doch die wohl intensivste Begeisterung galt der Musik – und hier besonders dem Saxophon. Begonnen hat es mit einer Zufallsentdeckung, als „Baker Street“ von Gerry Rafferty lief, und Du Deine Öhrchen gespitzt hattest und ganz aufmerksam warst. Mit dieser Beobachtung haben wir dann andere Stücke mit markanten Saxophon-Anteilen gehört, und Deine Aufmerksamkeit zeigte sich auch dort.
Ab dieser Zeit gehörte zu jedem intensiveren Musikhör-Anlass eine stetig wachsende Sammlung an saxophonlastigen Titeln, die wir immer wieder gehört und erweitert haben. Und auch wenn ich kein richtiges Saxophon habe, so konnte ich Dir doch immer wieder auf dem Keyboard mit Saxophon-Klang ein paar Melodien vorspielen, denen Du genauso intensiv gelauscht hast.
So ganz nebenbei haben wir in den ausgiebigen Musikhör-Sitzungen festgestellt, wie sehr die Werke von Christopher Cross richtig gute Katzen-Beruhigungs-Musik sind, die nicht nur bei Dir, sondern bei allen wirkt!
Eine weitere unvergleichliche Qualität war Deine Sozialkompetenz. Noch nie habe ich eine Katze kennengelernt, welche so behutsam und neutral sowohl selbst die Nähe zu den anderen, unabhängig von den Schwierigkeiten, gesucht und stimmig einreguliert hat, wie auch vermittelnd auf die anderen untereinander eingewirkt hat. Durch Dich hat die gesamte Katzengruppe einen Zusammenhalt bekommen und ist in diesem gewachsen. Natürlich kam auch von Dir mal ein Fauchen oder eine Pfote, aber immer moderat und nie nachhaltig verwehrend oder verstörend.
Ja, Du hattest medizinische Baustellen – das war an sich der einzige Schwachpunkt. Es ging, als Du ankamst, gleich los mit dem Thema Schilddrüse, die Medikation war bereits begonnen, und wir haben mit weiteren Blutbildern das Thyroxin genau eingestellt. Vom Gesamtzustand her wirktest Du wie mangelernährt – das Fell war dünn, die Schnurrhaare waren eine strohige Sammlung aus ein paar kurzen dunklen und einem langen, auffällig weißen Schnurrhaar. Das gab sich über die Monate mit nach bestem Wissen gutem Futter – es wuchsen etliche in schwarz wieder nach, und Dein Fell wurde wieder glatt und glänzend.
Du nahmst auch wieder gut an Gewicht zu, allerdings entwickelte sich ein enormer Bauch – eine perirenale Pseudozyste, wie es später diagnostisch heißen sollte, eine Wasseransammlung um eine Niere. Auch die Zähne waren ein Problem – das haben wir dann zuerst aus der Welt geschafft, mit einer riesigen Angst vor der ersten Narkose – aber es klappte wunderbar, Du zeigtest Dich hier überaus robust, was sich so stetig durchziehen sollte. Und wir lernten gemeinsam, welche Praxis für welche Themen geeignet ist, und wie gut wir in der Summe örtlich und in der Umgebung medizinisch versorgt sind...
Nach allem, was wir medizinisch an Problemen beseitigten, hast Du Dich stets positiv entwickelt. Die Werte in allen Blutbildern waren immer fast alle im optimalen Bereich (mit einer Ausnahme, dazu später), von sonstigen typischen Problemen zeigtest Du keine Anzeichen – etwa bei den Nierenwerten, oder bei allen im Rahmen der Behandlungen genommenen Proben, wann immer auch nur der kleinste theoretische Aspekt eines Tumorverdachts hätte vorhanden sein können. Oder Deine Lunge und Dein Herz, die bei jedem Abhören immer als einwandfrei befundet wurden.
So haben wir dann auch die perirenale Pseudozyste angegangen – diese Operation hast Du ebenfalls bestens überstanden, warst hier für die behandelnden Ärzte als seltener Fall zusätzlich besonders interessant und bekamst ein erfahrenes Team, mit dem wir eine insgesamt sehr positive Risikoabwägung abstimmen konnten, und am Ende alles auch sehr gut verlief.
Mit den beseitigten „Baustellen“ waren wir nun zuversichtlich und hoffnungsfroh, weiter viel Zeit miteinander haben zu können. Es vergingen auch einige Monate ohne Probleme und mit viel Freude an jedem Tag, und der wunderbaren Bereicherung, die Du nicht nur in mein Leben gebracht hast! So nebenbei warst Du ja durch unsere ganzen Arztbesuche auch noch innovativ: Da manche Fahrt etwas länger dauerte, war das Fehlen eines Klos da ab und an ein Problem. Irgendwie kamen wir gemeinsam drauf, ein kleines mobiles Klo für die Transportkiste zu basteln, was hier das Leben deutlich vereinfacht, und auch mal wieder so manchen ziemlich beeindruckt hat – wo ich dachte, dass bestimmt auch schon andere auf solche Ideen gekommen sind!?
So hätte das Leben nun weitergehen können. Doch dann kamen relativ plötzlich mehrere Auffälligkeiten: Bei einem Fast-Routinetermin zur Behandlung einer Atemwegsinfektion wurde nebenbei festgestellt, dass die Augen etwas merkwürdig waren – Verdacht auf Netzhautablösung, ich sollte zu einem Spezialisten gehen. Im Alltag fielen auch ganz leichte Unsicherheiten bei der „Navigation“ auf. Gut, kein Problem, haben wir gemacht und zunächst viele hoffnungsvolle Befunde und einen Medikationsplan erhalten. Es gab eine kurze Besserung, dann aber plötzlich weitere neurologische Symptome, unter anderem ein Gesamtbild, das mehrheitlich als „vestibuläres Syndrom“ bezeichnet wird und mit starkem Koordinationsverlust einhergeht. Es ruhte die Hoffnung weiter auf dem Augenthema, wo sich aber keine Besserung mehr ergab.
Innerhalb weniger Wochen nahmen diese neurologischen Probleme weiter zu. Natürlich versuchte ich, alles an möglichen Untersuchungen in die Wege zu leiten, doch war hier nichts richtig zielführend. Du warst energiereich genug, um lange Zeit aus Ärztesicht immer noch recht unauffällig zu wirken, während eine umfassende Zweitmeinungs-Diagnostik dann sehr niederschmetternd war: Aus dem Gesamtbild wurde auf einen Verdacht eines neurologisch wirksamen Lymphoms geschlossen, das zunehmend das zentrale Nervensystem beeinträchtigen sollte. Man gab Dir nur noch eine kurze Zeit, und als einzigen, palliativen Therapieansatz die Idee höher dosierten Cortisons.
Nach etwas Bedenkzeit und Durchforstung etlicher Bücher und Internet-Beiträge probierten wir das, kamen nebenbei aber noch auf den alternativen Diagnose-Verdacht einer okulär-neurologischen FIP, auf die die Gesamtheit der Symptome im Prinzip genauso zutreffen könnte. Bei dieser Betrachtung fielen dann rückwirkend noch zwei Aspekte auf, die ebenfalls gleichartig für ein Lymphom wie für diese seltene Art der FIP sprechen könnten: Seit Du bei mir warst, war die Helligkeitsadaption der Augen etwas eingeschränkt – die Pupillen veränderten sich, wurden aber nie zu „Schlitzaugen“, sondern blieben stets größer – und auch etwas unterschiedlich zwischen den beiden Augen.
In dem Zusammenhang fiel dann noch auf, dass auch ein paar für FIP indikatorische Blutwerte (u. a. der Albumin-Globulin-Quotient) bei Dir zwar nicht im „sicher positiven“, aber doch im Bereich eines Hinweises lagen.
So haben wir als eigenständigen Weg auch noch einen Sofortstart einer FIP-Behandlung mit GS-441524 vorgenommen, um zumindest die Chance noch wahrzunehmen. Nach allen Abwägungen waren die Risiken gering, und Dein Zustand leider so, dass nur noch einige Tage bis Wochen zu erwarten waren. Wir hatten praktisch eine 24-Stunden-Betreuung organisiert, wo ein ganz großer Dank an einen lieben Freund geht, der ebenfalls respekTiere-Katzen bei sich hat und während längerer Abwesenheiten dann immer für Dich da war, sodass wir Dich mit allem versorgen konnten und Du bis zum letzten Tag eine den Umständen nach möglichst gute Lebensqualität hattest. Das Kuscheln und den Wunsch nach Nähe hast Du nie aufgegeben, und wir konnten uns immer ohne Worte koordinieren – als Du nicht mehr alleine aufs Klo konntest, waren die Zeitpunkte doch immer abstimmbar, ich konnte Dich sogar proaktiv dort hineinsetzen, und Du hast dann auch „vorbeugend“ Deine zu dem Zeitpunkt anstehenden Geschäfte erledigt.
Leider halfen alle medizinischen Wege nicht mehr weiter, sodass Du am Abend des 14. Februars 2026 – fast auf den Tag einen Monat vor Deinem 19. Geburtstag – in meinen Armen plötzlich und doch sanft gestorben bist. Gedanklich hatte ich Dir trotz aller Hoffnung und Traurigkeit schon einige Tage versucht „mitzuteilen“, dass das natürlich „in Ordnung“ ist, wenn nichts mehr geht.
Du hast damit auch die unausgesprochene Absprache eingehalten, immer da zu sein, wenn ich nach Hause zurückkomme, denn bis am Nachmittag war ich an diesem Tag noch unterwegs, um dann nach meiner Rückkehr natürlich sofort wieder bei Dir zu sein.
Für die Traurigkeit und die Zahl der Tränen, die sich hier einstellten, sind eh keine Worte zu finden, also lassen wir die gleich weg.
Du hinterlässt eine riesige Lücke und bist jeden Tag für immer in allen meinen Gedanken und den Gedanken all der Menschen, die Dich kennengelernt haben... für uns wirst Du immer weit mehr als eine Katze sein – ein Katzenkumpel, eine echte Persönlichkeit, ein Herzenskater, wie es so schön heißt. Und viel mehr, was sich gar nicht so in Worte fassen lässt...
Ich möchte nicht wissen, wie sich Beba gefühlt hat in dem Moment... wir haben Dich daher zum gemeinsamen Abschied einfach ruhig an Deinem Platz liegen lassen, bis wir Dich dann nach einiger Zeit beerdigen mussten. Wir spielten nochmal eine ganze Menge „Deiner“ Saxophon-Titel, worunter auch das (nur) von der Titelzeile passende „I will always love you“ von Whitney Houston war. Der Wunsch „please don't cry“ war und ist natürlich nicht umsetzbar... aber es geht in Deinem Zusammenhang ja primär um das Saxophon.
Dein Körper ruht nun draußen im Garten, ganz liebevoll wurden Dir noch ein paar Snacks und ein weiches Tuch mitgegeben. In allen Dimensionen hast Du einen Platz für immer bekommen – der wichtigste gilt natürlich Deiner Persönlichkeit.
Trotz der begrenzten Zeit würde ich weiterhin eine alte Katze nie wegen des Alters als „eingeschränkt“ oder „weniger wert“ sehen, auch nicht hinsichtlich der Frage, ob sich eine medizinische Behandlung „lohnt“. So eine Frage kann man bezüglich des Lebens nie wirklich stellen, denn Garantien oder Gewissheiten gibt es nirgends. Oder wie eine Deiner behandelnden Ärztinnen sagte: Alter allein ist keine Krankheit.
Woran auch immer man glauben mag: Sollte es Reinkarnation geben, so hoffe ich sehr, dass Du in irgendeiner Form mit Deinem besonderen Charakter mal wieder auf dieser Welt vorbeischaust...
Sofern es nach dem Tod eine andere Welt geben, so hoffe und wünsche ich, dass Du dort bei Deinem früheren Menschen, und vielleicht auch meinen verstorbenen Freunden bist, wo mindestens einer immer von Katzen geschwärmt und mit dafür gesorgt hat, dass ich Euch alle heute in meinem Leben habe.
Immer wieder habe ich auch ein Gefühl, als ob Du bei mir bist, Dich an meinen Hals schmiegst und auch in Situationen dabei bist, wo wir real nie gemeinsam hinkamen, wie etwa beim Schwimmen.
Was mich auf der sachlichen Ebene bis heute beschäftigt, ist das Spektrum der möglichen Krankheitsursachen. War es nun tatsächlich ein Tumor bzw. Lymphom? Dann wäre es ein mieses Schicksal, bei dem wir wirklich nichts weiteres mehr hätten tun können. Oder war es doch eine zu spät erkannte okulär-neurologische FIP? Diese Frage bleibt, auch wenn ich schon vor den Detailkenntnissen bei vielen Arztbesuchen immer gefragt und darum gebeten habe, zu prüfen, ob FIP im Spiel sein oder aber auch ausgeschlossen werden könnte.
Daher bin ich sehr an Erfahrungsberichten und Infos interessiert, die zwar nun leider Dir, Gismo, nicht mehr helfen können, aber vielleicht für die Zukunft und für andere Fälle hilfreich sind, da diese FIP-Form ja eine der seltensten ist. Ebenso gerne kann ich zu allen medizinischen Themen, die ich durch Dich „kennengelernt“ habe, Auskunft geben – vielleicht kann das ja jemand anderem helfen. Gerne bin ich für Fragen, Infos und Gedanken per E-Mail (hjmauseratgmx.net) kontaktierbar."
Auch wir sind traurig – doch wir trösten uns damit, dass Gismo ein wundervolles letztes Jahr hatte, in dem er mehr Liebe erfahren durfte als manch andere Katze in ihrem ganzen Leben. Und wir möchten seinem Papa dafür danken, dass er Gismo sein Herz geschenkt und ihn im Dezember 2024 gerettet hat.