15/02/2022
Aus einem ICH muss ein WIR werden.
Persönlichkeitsmerkmale wie Egoismus bis hin zum Narzissmus werden immer stärker. Und das, obwohl klar ist, dass dieses Verhalten in einer Gemeinschaft nicht funktioniert.
Ehen, Partnerschaften und Freundschaften scheitern meist genau aus diesem Grund. In Unternehmen entstehen Konflikte, die Teams ihres Zweckes und Mitarbeiter ihrer Produktivität berauben. Über den Zeitraum der Pandemie hat sich dieser „Effekt“ laut Studien weiter verstärkt.
Warum geht der „Trend“ dorthin?
Hinter der Ich-Bezogenheit liegt meist ein Selbstwert-Problem und Angst. Dies bedeutet, dass die vermeintlich starke Persönlichkeit, die wir hinter einem egoistischen Menschen vermuten eigentlich genau das Gegenteil ist. Die Betonung auf das ICH ist also meist eine Schutzfunktion.
Denn natürlich ist etwas anderes. Wenn wir als kleiner Mensch auf die Welt kommen ist die erste Bindungsebene die soziale Ebene. Und die erste Sprache ist die Empathie. Das Kleinkind hat nur die Möglichkeit aufgrund der Mimik und des Verhaltens der Menschen um es herum zu entscheiden, ob die Situation gut ist, oder ob Gefahr besteht. Es entsteht in ihm ein Bild der Gemeinschaft der Personen, die in seinem direkten Umfeld sind.
Durch vermeintlich negative Erfahrungen entwickeln jedoch viele heranwachsende Kinder eine Abneigung gegenüber anderen Personen oder Situationen. Wird diese irgendwann generalisiert, entsteht eine Ich-Bezogenheit. ICH muss mich wehren, damit ich weiter komme. ICH kann mich nur auf mich selbst verlassen. ICH bin nicht gut genug, will aber das Gegenteil beweisen u.s.w. sind nur einige Glaubenssätze, die entstehen können.
In Unternehmen wird dies oftmals noch gefördert. Es entstehen Wettkämpfe um höhere Positionen. Die Mitarbeiter erfahren wenig Wertschätzung ihres tun’s. Mehrere Ich-Bezogene Menschen kämpfen um ihren Status.
Man erkennt diese Persönlichkeiten recht schnell. Es sind meist diejenigen, die, egal was passiert, anderen die Schuld dafür geben. Es sind die, die andere mobben oder ausgrenzen. Es sind die, die sich Lob einfordern. u.s.w.
In einer wertschätzenden Unternehmenskultur findet man diese „Symptome“ nicht bzw. kaum. Denn die Mitarbeiter haben durch Seminare wie „Bewusstheit-Verstehen-Verändern“ oder Einzelcoachings verstanden, dass es vor allem ihnen selbst schadet, wenn sie sich weiter so verhalten und dass ein Unternehmen wesentlich besser funktioniert, wenn gemeinsam an der Vision gearbeitet wird.
Und das ist ein wesentlicher Aspekt für das Thema Sicherheit.
Ein WIR-Bezogenes Verhalten verursacht auch nachweislich weniger Stress und mehr Freude und Spass.
Daher ist das WIR ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft Ihres Unternehmens.