Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.

Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. Tagungs- und Begegnungshaus, Veranstaltungsort für historisch-politische Bildungsarbeit Die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. Juli 1944 auf Adolf Hi**er.

ist benannt nach Adam von Trott zu Solz (1909-1944). Er war Mitarbeiter im Auswärtigen Amt und gehörte seit Ende der 1930er Jahre zum inneren Kreis des Kreisauer Kreises. Er war einer der engen Mitarbeiter Stauffenbergs und beteiligt an der Planung des Attentats vom 20.

Das deutsche Alibi – Mythos „Stauffenberg-Attentat“ – wie der 20. Juli 1944 verklärt und instrumentalisiert wirdImshäuse...
21/04/2026

Das deutsche Alibi – Mythos „Stauffenberg-Attentat“ – wie der 20. Juli 1944 verklärt und instrumentalisiert wird

Imshäuser Gespräch mit Ruth Hoffmann
Freitag, 08.05.2026 - 19:00 Uhr

Den meisten Deutschen galten die Widerstandskämpfer um Claus von Stauffenberg nach dem Krieg noch jahrzehntelang als Landesverräter. Offiziell aber wurden sie ab Mitte der 1950er Jahre zu Vorbildern erklärt und als entlastender Beweis für die Existenz eines „anderen Deutschlands“ gehandelt. Das Gedenken unterlag stets politischen Erwägungen, wodurch viele Fakten, Hintergründe und Beteiligte auf der Strecke blieben. So wissen zum Beispiel nur die Wenigsten, wie groß und vielfältig das Netzwerk der Verschwörer war und dass auch Zivilisten wie Adam von Trott zu Solz oder Julius Leber aktiv beteiligt waren, die nach geglücktem Staatsstreich politische Positionen übernommen hätten.

Unser verengtes Bild vom 20. Juli 1944 ist das Ergebnis einer Entwicklung voller Widersprüche, skandalöser Vereinnahmungen und beschämender Versäumnisse. Seine Rezeptionsgeschichte ist ein Spiegel unseres Umgangs mit der NS-Vergangenheit – und mit unserem demokratischen Erbe. Ihr vorläufiger Tiefpunkt ist die Vereinnahmung des Gedenkens durch Neue Rechte und AfD, die behaupten, in einer Tradition mit Menschen wie Stauffenberg zu stehen, weil angeblich auch sie Widerstand gegen ein unfreies System leisten.

Das Gespräch wird moderiert von Luise zu Lynar, Mitglied des Beirats. Sie sind herzlich eingeladen!

Ruth Hoffmann schreibt als Historikerin und Journalistin fu‌r verschiedene Medien, darunter Spiegel, Geo und Stern, u‌ber ju‌ngere deutsche Geschichte, ihre Aufarbeitung und Verdrängung – und ihren anhaltenden Nachhall in unserer Gesellschaft. Ihr 2024 erschienenes Buch "Das deutsche Alibi" (Goldmann Verlag) wurde fu‌r den Deutschen Sachbuchpreis nominiert und mit dem Sachbuchpreis der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS ausgezeichnet. Jüngst erschien ihr neues Buch „Raubzug von rechts" (Goldmann Verlag), in dem sie sich damit befasst, wie AfD und Neue Rechte Ereignisse, Begriffe und Personen der Demokratiegeschichte kapern – darunter eben auch der Widerstand - zu vereinnahmen sucht.


Hass Gott zuliebe. Jihadistische Narrative als innerislamische und gesamtgesellschaftliche HerausforderungImshäuser Gesp...
08/04/2026

Hass Gott zuliebe. Jihadistische Narrative als innerislamische und gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Imshäuser Gespräch mit Dr. Aladdin Sarhan
Freitag, 17.04.2026 - 19:00 Uhr

Jihadistische Bewegungen kämpfen nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Worten. Ihre Propaganda beruht auf religiös aufgeladenen Erzählungen, die Opferrollen, Feindbilder und eine vermeintliche göttliche Legitimation für Gewalt schaffen. Wie entstehen solche Narrative und warum fordern sie Muslime, Politik und die Gesellschaft gleichermaßen heraus?

Anhand anschaulicher Beispiele wird Dr. Aladdin Sarhan verdeutlichen, wie Sprache und Theologie instrumentalisiert werden – und welche Wege Bildung, Aufklärung und religiöse Reflexion aufzeigen können, um solchen Deutungen entgegenzuwirken.

Das Gespräch wird moderiert von Dr. Elena Şahin. Sie sind herzlich eingeladen!

Dr. Aladdin Sarhan ist Islam- und Politikwissenschaftler. In Ägypten geboren, lebt er seit rund 30 Jahren in Deutschland. Als islamwissenschaftlicher Referent am Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz befasst er sich mit Fragen rund um den islamistischen Extremismus. In Forschung und Lehre widmet er sich der salafistischen Theologie, der Geschichte und Ideologie der Muslimbruderschaft sowie der Binnenlogik jihadistischer Doktrinen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Analyse extremistischer Narrative und der Frage, wie religiöse Begriffe und theologische Motive zur Legitimation von Gewalt instrumentalisiert werden – und wie Bildung, kritische Selbstreflexion und Dialog solchen Entwicklungen wirksam begegnen können. Dr. Sarhan ist Mitglied des Beraterkreises Islamismusprävention und -bekämpfung beim Bundesministerium des Innern. Sein Anliegen ist es, differenziert über Islam, Islamismus und gesellschaftliche Verantwortung zu sprechen und Brücken zwischen sicherheitspolitischen Debatten, theologischer Reflexion und interkulturellem Dialog zu schlagen.


Von Kriegstüchtigkeit und Friedensfähigkeit: Bundeswehr und Gesellschaft in der ZeitenwendeImshäuser Gespräch mit Dr. As...
02/03/2026

Von Kriegstüchtigkeit und Friedensfähigkeit: Bundeswehr und Gesellschaft in der Zeitenwende

Imshäuser Gespräch mit Dr. Astrid Irrgang
Freitag 20.03.2026 - 19:00

Die andauernde Debatte um Kriegstüchtigkeit, Wehrpflicht und gesamteuropäische Verteidigung treibt viele Menschen um. Warum tut sich die deutsche Gesellschaft so besonders schwer, sich den veränderten sicherheitspolitischen Bedingungen nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den Provokationen Moskaus auch hierzulande zu stellen?

Mit der Expertin für internationale Friedenseinsätze, Krisenmanagement und Mittlerin zwischen zivilen Akteuren und Militär Dr. Astrid Irrgang, wollen wir über die Frage diskutieren, wie die eigene Verteidigungsfähigkeit mit dem allgemeinen Wunsch nach Frieden in Einklang zu bringen ist. Wie wird das deutsche Agieren innerhalb der Bündnisse von NATO und EU wahrgenommen und was erwarten unsere Partner von Deutschland? Und schließlich: wie geht es der Bundeswehr und den Soldaten und Soldatinnen mit diesen Debatten eigentlich?

Das Gespräch wird moderiert von Dr. Eva-Clarita Pettai. Sie sind herzlich eingeladen!

Dr. Astrid Irrgang ist Geschäftsführerin des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) und Mitglied im Beirat Innere Führung des Bundesministers der Verteidigung. Sie war u.a. bei der NATO und im Wissenschaftsmanagement der Goethe-Universität Frankfurt beschäftigt. Sie hat Neuere und Neueste Geschichte, Literaturwissenschaften und Psychologie an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Warschau studiert und über die Kriegsbriefe eines Wehrmachtsoffiziers promoviert.


"Adam von Trott in Göttingen"Ausstellung im Städtischen Museum Göttingen Eröffnung am 18.03.2026 um 18:00 mit Lesung von...
23/02/2026

"Adam von Trott in Göttingen"
Ausstellung im Städtischen Museum Göttingen

Eröffnung am 18.03.2026 um 18:00 mit Lesung von Ludger Fittkau.

Das Städtische Museum Göttingen und die Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. gestalten anlässlich des bundesweiten Tages der Demokratiegeschichte am 18. März ein gemeinsames Programm, das dem Widerstandskämpfer Adam von Trott (1909-1944) gewidmet ist. Der Jurist und Diplomat, der 1927/28 in Göttingen Rechtswissenschaften studierte, gehörte der Widerstandsgruppe des Kreisauer Kreises an, deren außenpolitischer Experte er war. Eine Ausstellung und ein Abendvortrag geben Informationen zu Adam von Trotts Leben, seinem Wirken und demokratischem Engagement sowie zum deutschen Widerstand im Nationalsozialismus. Über Exponate, digitale Inhalte und einen „Trott-Weg“ durch Göttingen wollen wir uns Trott nähern und seine Bedeutung für Demokratie, Widerstand und europäische Verständigung sichtbar machen. Geführte Rundgänge entlang des „Trott-Weges“ werden während der Laufzeit der Ausstellung sowohl für Schulklassen als auch andere Interessierte angeboten.

Am Tag der Eröffnung wird Dr. Ludger Fittkau aus dem Buch „Mosaik aus bitteren Tagen“ lesen.

In einer Zeit, in der unsere Demokratie angreifbar wird, erinnern wir gemeinsam an einen Menschen, der sich gegen die Diktatur des NS-Regimes auflehnte, seine Überzeugungen und sein Engagement mit dem Leben bezahlte. 

Sponsor dieses unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stehenden Tages der Demokratiegeschichte ist die Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte.





Zivilgesellschaft unter DruckImshäuser Gespräch mit Pascal BegrichFreitag, 20.02.2026 19:00 hybride Veranstaltungin Imsh...
10/02/2026

Zivilgesellschaft unter Druck
Imshäuser Gespräch mit Pascal Begrich

Freitag, 20.02.2026 19:00 hybride Veranstaltung
in Imshausen und via Zoom

Die rechtsextreme AfD hat in den letzten Jahren insbesondere in Ostdeutschland deutlich an Zustimmung gewonnen. Die Folgen für eine demokratische Zivilgesellschaft sind gravierend. Sie steht zunehmend vor einem Rechtfertigungsdruck und ist in ihrer Finanzierung gefährdet. Im März 2026 sind Kommunalwahlen in Hessen, im September 2026 Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Wahlerfolge bis hin zu Wahlsiegen der AfD sind dabei nicht ausgeschlossen. Insbesondere vor den Wahlen in Ostdeutschland ist mit einem aggressiven und omnipräsenten Dauerwahlkampf der AfD zu rechnen sowie mit einem erfolgreichen rechtsextremen Agenda-Setting.

Der Historiker und Rechtsextremismus-Experte Pascal Begrich diskutiert, wie der dominanten Erzählung über die bereits „verlorene“ offene Gesellschaft mit zahlreichen und vielfältigen Geschichten des demokratischen Engagements entgegengetreten werden kann und was bei Wahlsiegen und/oder einer Regierungsbeteiligung rechtsextremer Parteien vor Ort auf dem Spiel steht. Wie können demokratische Akteure der Zivilgesellschaft – insbesondere in den ländlichen Räumen – sichtbarer werden, wie können sie ermutigt und unterstützt werden? Das Gespräch wird moderiert von Curt Stauss.

Sie sind herzlich eingeladen!

Pascal Begrich ist Historiker und lebt in Magdeburg. Nach dem Studium der Geschichte, Anglistik/Amerikanistik und Germanistik begann er 2005 für Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. als Bildungsreferent zu arbeiten. Seit 2009 ist er Geschäftsführer dieser Nichtregierungsorganisation. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind die aktuellen Entwicklungen des Rechtsextremismus, Demokratieförderung sowie Aspekte zur Geschichte des Nationalsozialismus.

Das Imshäuser Gespräch wird von der Amadeu Antonio Stiftung gefördert.

Erinnerung an die Schoa - Herausforderungen und Möglichkeiten der ErinnerungsarbeitImshäuser Gespräch mit Liora HilbFrei...
11/12/2025

Erinnerung an die Schoa - Herausforderungen und Möglichkeiten der Erinnerungsarbeit

Imshäuser Gespräch mit Liora Hilb
Freitag, 23.01.2026 - 19:00 Uhr

Vor dem Hintergrund des internationalen Holocaust Gedenktags am 27. Januar, sprechen wir mit der Schauspielerin und Theatermacherin Liora Hilb darüber, wie wir heute, da es kaum mehr Zeitzeugen gibt, mit Erinnerungskultur und Gedenken umgehen können.

Die Künstlerin fühlt sich als Nachkomme dieser Zeitzeugen verpflichtet, ihr Wissen an die jüngere Generation weiterzugeben. Dafür nutzt sie die Mittel der Theaterkunst. Sie wird mit uns ihre Erfahrung mit ihrem beiden Stücken remembeRING und All that matters in Schulen und bei freien Trägern teilen und besonders darauf eingehen, welche Reaktionen die Stücke bei ihrem Publikum auslösen, welche Fragen entstehen, welche Schwierigkeiten ihr begegnen. Moderiert wird das Imshäuser Gespräch von Sarah Reinke.

Liora Hilb wurde in Tel-Aviv geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Berlin. Seit 1995 geht das Theater La Senty Menti unter ihrer Leitung mit Eigenproduktionen im In- und Ausland auf Tournee. Die Künstlerin ist zudem in verschiedenen Konstellationen und in eigenen Projekten tätig: künstlerische Zusammenarbeit mit Schulen und in freien Projekten, als Erfinderin und Planerin.



Imshäuser Kulturabend!Am 13.12.2025 um 18:00 zeigt die Stiftung Adam von Trott in Imshausen den Film "Geschichte einer L...
26/11/2025

Imshäuser Kulturabend!

Am 13.12.2025 um 18:00 zeigt die Stiftung Adam von Trott in Imshausen den Film "Geschichte einer Liebe - Freya". Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Podiumsgespräch zwischen den Filmacher:innen und der Historikerin Frauke Geyken statt.

Tickets gibt es für 9€ im Vorverkauf bei:

Hoehlsche Buchhandlung Bebra, Solzer Dorftreff, Juwelier Kunze Sontra, Tourist-Information Rotenburg

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Geschichtsverein für Göttingen und Umgebung e.V., dem Archiv der deutschen Frauenbewegung und dem Zonta Club Alzey statt.

Eine ausführliche Beschreibung findet sich auf unserer Homepage:

https://stiftung-adam-von-trott.de/bildung-und-veranstaltungen/veranstaltungen




Heute fand die Lesung zum Buch "Nie gefragt - Nie erzählt. Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebende...
19/11/2025

Heute fand die Lesung zum Buch "Nie gefragt - Nie erzählt. Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden" statt.

Die Autoren Hans Riebsamen und Rafael Herlich waren dafür zu Gast in der Adam von Trott Schule in Sontra. Mehrere Schulklassen nahmen an der Veranstaltung teil.

Schülerinnen und Schüler lasen Kapitel aus dem Buch und die Autoren beantworteten dazu Fragen und sprachen über die Entstehung des Werks. Außerdem warnten sie eindringlich vor dem gegenwärtigen Antisemitismus, der Juden und Jüdinnen in Deutschland und überall auf der Welt bedroht.

Die Veranstaltung fand in Kooperation zwischen der Stadt Sontra, der Adam von Trott Schule Sontra, dem Verein Freundinnen und Freunde des jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis und der Stiftung Adam von Trott.



Lesung und Gespräch mit den Autoren und einer Mitwirkenden von “Nie gefragt - Nie erzählt” Lange haben viele Holocaustüb...
04/11/2025

Lesung und Gespräch mit den Autoren und einer Mitwirkenden von “Nie gefragt - Nie erzählt”

Lange haben viele Holocaustüberlebende geschwiegen, um ihre Kinder nicht zu belasten - die Kinder wiederum wollten ihre Eltern schonen. Hans Riebsamen, mehr als 30 Jahre Redakteur der F.A.Z., schrieb in seiner beruflichen Laufbahn immer wieder über jüdisches Leben. Für das Buch “Nie gefragt - Nie erzählt. Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden” hat er sich mit dem Trauma befasst, das Holocaustüberlebenden und ihren Nachfahren zugefügt wurde. Er ging dabei vor allem der Frage nach, wie sich dieses Trauma auf die Töchter, Söhne und Enkel von Überlebenden ausgewirkt hat. Gab es eine Verarbeitung oder gar Versuche der Emanzipation von diesem belastenden Erbe? Begleitet werden die Biografien im Buch mit Bildern von Rafael Herlich, der jüdisches Leben in Deutschland fotografisch dokumentiert.

Die beiden Autoren des Buches und Barbara Bišický-Ehrlich, die Enkelin eines Holocaustüberlenden, sind für eine Lesung und ein Gespräch zu Gast in der Adam von Trott Schule in Sontra.

Die Veranstaltung wird getragen von einer Kooperation der Stadt Sontra, der Adam von Trott Schule Sontra, dem Verein Freundinnen und Freunde des jüdischen Lebens im Werra Meißner Kreis und der Stiftung Adam von Trott.

Herzlich danken die Veranstalter der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung für die Förderung der Veranstaltung.

Wann: 19.11.2025 um 14:00 - 15:30
Wo: Adam von Trott Schule, Jahnstraße 16-20, 36205 Sontra

Wenn Demokratien wanken – Über Populismus, Macht und den Schutz der DemokratieGespräch mit Anna-Mira Brandau zur Resilie...
27/10/2025

Wenn Demokratien wanken – Über Populismus, Macht und den Schutz der Demokratie

Gespräch mit Anna-Mira Brandau zur Resilienz des Rechtsstaats
Freitag, 21.11.2025 - 19:00 Uhr

Weltweit lässt sich seit Jahren der schleichende Rückbau demokratischer und rechtsstaatlicher Institutionen beobachten: Populistische Regierungen verwandeln demokratische Systeme Schritt für Schritt in autoritäre Strukturen – angefangen bei Polen und Ungarn, über die USA unter Trump, bis hin zu vielen weiteren Ländern. Doch was genau passiert dabei? Welche Strategien stecken dahinter, und warum spielt die Justiz eine so zentrale Rolle – sowohl für die Populisten als auch für ihre Gegner?

Die Juristin Anna-Mira Brandau richtet den Blick auf die Strategien hinter diesem weltweiten Phänomen. Aus ihrer Arbeit beim Verfassungsblog, insbesondere den sog. Thüringen- und Justiz-Projekten berichtet sie, wie sich diese Entwicklungen auch in Deutschland nachvollziehen lassen. Ihr Vortrag bietet einen Einblick in die Strategien, die Demokratien weltweit unter Druck setzen und zeigt, warum es so wichtig ist, die Prinzipien von Rechtsstaat und Demokratie zu verteidigen.

Anna-Mira Brandau, MJur (Oxford), geboren in Kassel und aufgewachsen in Osthessen, studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und an der University of Oxford. Ihr Referendariat absolvierte sie am Kammergericht Berlin mit Stationen unter anderem im Bundeskanzleramt und am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Seit 2024 promoviert sie an der Universität Erfurt zur Resilienz der föderalen Staatsstruktur gegenüber autoritären Tendenzen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Verfassungsblogs beschäftigt sie sich zudem mit der Wehrhaftigkeit von Demokratie und Rechtsstaat, insbesondere im Rahmen des Justiz-Projekts und des Thüringen-Projekts, das 2024 mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet wurde.

Adresse

Im Trottenpark 1
Bebra
36179

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