20/05/2026
- Neue Satelliten-Notfunkleitstelle in Wachendorf -
DARC-Fachgruppe „Satellitenkommunikation Notfunk“ stärkt die Krisenkommunikation in der Region Köln-Aachen.
Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Krisenkommunikation in der Region Köln-Aachen wurde jetzt bei einem Treffen am 16.05.2026 im Bergischen Land in Kürten beschlossen.
Dort kamen engagierte Funkamateure und Notfunkverantwortliche des Deutschen Amateur Radio Clubs e.V. (DARC) zur Gründung der neuen Fachgruppe „Satellitenkommunikation Notfunk“
innerhalb des Distriktes Köln-Aachen zusammen, zu dem unter anderem der Kreis Euskirchen, die StädteRegion Aachen, Köln, Leverkusen und der Oberbergische Kreis gehört. An diesem Treffen nahmen Edgar Kindel, DH9BM (G50), als Notfunk-Referent des Distriktes Köln-Aachen, Achim Wagner, DG3KBF (G11), als Vertreter des Notfunkreferates in Leverkusen, Klaus Baer, DL2KBX (G26), als Vorsitzender des DARC-Ortsverbandes G26 Rureifel und Betreiber der Notfunkleitstelle für terrestrische Funktechnik im Kreis
Euskirchen sowie Andreas Schulze, DA6GA (G26), Notfunk-Referent des Ortsverbandes G26 Rureifel für den Kreis Euskirchen und Betreiber der neuen Satelliten-Notfunkleitstelle DK0LEO in Wachendorf, teil.
Im Rahmen des Treffens wurde Andreas Schulze offiziell die Leitung der neu gegründeten Fachgruppe „Satellitenkommunikation Notfunk“ übertragen.
Ziel der Fachgruppe im Distrikt Köln-Aachen ist es, eine
zusätzliche und moderne Kommunikationsmöglichkeit über Satelliten aufzubauen und in das bereitsbestehende und bewährte Notfunkkonzept einzubinden.
Durch die Zusammenarbeit erfahrener Kräfte und ehrenamtlicher Helfer aus den Ortsverbänden im Distrikt Köln-Aachen entsteht ein leistungsfähiges und ausfallsicheres Kommunikationsnetzwerk, das die regionale Vorsorge stärkt und auch über die Region
hinaus einsatzfähig ist.
In Wachendorf wird künftig neben einer stationären Bodenstation für die Kommunikation über den geostationären Satelliten QO-100 auch eine mobile, netzunabhängige Satellitenstation vorgehalten. Diese kann unabhängig von Strom- und Kommunikationsnetzen mobil eingesetzt werden und ermöglicht im Krisenfall eine überregionale Sprach- und Datenübertragung.
Unterstützt wird der Betrieb der Leitstelle zudem von Rolf Schneider, DG4KAN (G26), der sich aktiv in die operative Arbeit der Station einbringt.
Die Station in Wachendorf ist technisch in der Lage, künftig als
zentrale Leitstelle für die satellitengestützte Notfallkommunikation in Deutschland zu dienen.
Erste Gespräche zum Ausbau eines bundesweiten Netzwerks haben bereits stattgefunden.
Gerade in den ersten Stunden einer Katastrophenlage kann eine solche Technik entscheidend sein. Wenn Mobilfunknetze,
Internet oder andere Kommunikationswege ausfallen, bietet der Amateur- und Notfunk eine wichtige Alternative, um Informationen weiterzugeben und Menschen miteinander zu verbinden.
Die Flutkatastrophe in der Region hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es für Menschen ist, Angehörigen mitteilen zu können,
dass sie in Sicherheit sind.
Genau an diesem Punkt kann der Notfunk helfen – schnell, flexibel und unabhängig von vorhandener Infrastruktur.
Für Rückfragen, Informationen zur Mitarbeit oder zur
satellitengestützten Notfallkommunikation steht die Satelliten-Notfunkleitstelle in Mechernich-Wachendorf
über die E-Mail-Adresse [email protected] zur Verfügung.
Peter, DF3ED