18/04/2026
Paul und Opa Ewald und der große Funk-Tag der Welt
Es war ein ruhiger Abend.
Paul lag schon im Bett, die Decke bis zum Kinn gezogen.
Seine rote Kappe lag wie immer ordentlich neben ihm.
„Opa…“, murmelte er, „funken eigentlich nur Leute hier bei uns?“
Opa Ewald setzte sich lächelnd zu ihm.
„Nein, Paul. Auf der ganzen Welt gibt es Funkamateure.“
Paul riss die Augen auf.
„Auf der ganzen Welt?!“
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Ein besonderer Tag
„Und weißt du was?“ sagte Opa.
„Morgen ist ein ganz besonderer Tag für alle Funker.“
„Welcher denn?“
„Der Weltamateurfunktag.“
Paul sprach das Wort langsam nach.
„Welt… Ama…teur… Funk… Tag…“
„Genau“, sagte Opa. „Ein Tag, an dem Funkamateure überall auf der Welt besonders aktiv sind.“
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Alle funken gleichzeitig
„Was machen die da?“ fragte Paul.
„Viele gehen an ihre Funkgeräte“, erklärte Opa,
„und versuchen, mit möglichst vielen Menschen aus anderen Ländern zu sprechen.“
„Also wie ein riesiges Funkrennen?“
Opa lächelte. „Ein bisschen, ja. Aber es geht nicht ums Gewinnen.“
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Verbindung über Grenzen
„Worum geht es dann?“ fragte Paul.
„Darum, Verbindungen zu schaffen“, sagte Opa.
„Zwischen Menschen, die sich sonst nie treffen würden.“
Paul dachte nach. „Also jemand aus Deutschland… mit jemandem aus einem anderen Land?“
„Ganz genau.“
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Die Welt wird kleiner
„Und dann reden die einfach miteinander?“ fragte Paul.
„Ja“, sagte Opa. „Man tauscht Rufzeichen aus, sagt, wo man ist… und freut sich über die Verbindung.“
Paul lächelte.
„Dann ist die Welt gar nicht mehr so groß.“
„Genau das ist das Schöne daran“, sagte Opa leise.
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Verschiedene Sprachen
„Aber sprechen die nicht unterschiedliche Sprachen?“ fragte Paul.
„Doch“, sagte Opa. „Aber viele Funker benutzen einfache Worte oder Abkürzungen, die fast alle verstehen.“
„So wie QTH?“
„Ganz genau.“
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Ein Tag voller Stimmen
„Am Weltamateurfunktag hört man besonders viele Stimmen“, erklärte Opa.
„Warum?“
„Weil viele Funker extra mitmachen. Manche bauen sogar draußen ihre Antennen auf.“
„Wie beim Fieldday?“
„Ganz ähnlich.“
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Auch helfen können
„Und weißt du was noch wichtig ist?“ sagte Opa.
„Was denn?“
„Amateurfunk kann auch helfen.“
Paul wurde aufmerksam. „Wie helfen?“
„Wenn zum Beispiel das Internet ausfällt oder ein Sturm ist… können Funkamateure trotzdem miteinander sprechen.“
„Also wie ein Notfall-Telefon?“
„Ja. Nur über Funk.“
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Paul stellt sich die Welt vor
Paul schloss kurz die Augen.
„Opa… ich stelle mir vor… überall sitzen Menschen… mit Funkgeräten…“
„Genau“, sagte Opa leise.
„Und alle sagen Hallo…“
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Ein gemeinsames Hobby
„Und obwohl sie sich nicht kennen“, sagte Opa,
„haben sie alle das gleiche Hobby.“
„Das Funken“, murmelte Paul.
„Genau.“
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Der große Traum
„Opa…“
„Ja?“
„Wenn ich groß bin… mache ich auch beim Weltamateurfunktag mit.“
Opa lächelte.
„Dann funken wir zusammen.“
Paul grinste.
„Mit ganz vielen Ländern!“
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Der letzte Gedanke
„Weißt du, Paul“, sagte Opa sanft,
„Funk verbindet Menschen… egal, wie weit sie voneinander entfernt sind.“
Paul flüsterte: „Dann ist das wie ein unsichtbares Netz…“
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Draußen funkelten die Sterne.
Und irgendwo auf der Welt saß vielleicht gerade jemand an einem Funkgerät…
und wartete darauf, dass sich jemand meldet.
Vielleicht sogar jemand wie Opa Ewald.
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Gute Nacht, kleiner Funker 🌙