Januar 1247 – im Zusammenhang mit der Kirchweihe von Malchin durch den Bischof von Camin – das erste Mal urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammt der aus Feldsteinen gefügte rechteckige Chorraum der Kirche. Er ist am besten von außen auf der Ostseite erkennbar. Das größere Kirchenschiff wurde etwa 200 Jahre später gebaut. Der auf der Nordseite an den Chor angefügte Gruftanbau – Mausoleum genannt
– stammt aus dem 16. Jahrhundert und erhielt 1834 durch den Architekten und Landschaftsgestalter Stüler seine heutige neugotische Gestalt. Auch die Form des Glockenturmes entstand 1853 nach einem Entwurf desselben, ebenso das „Stüler’sche Tor“ in der Friedhofsmauer, das vor kurzem saniert werden konnte. Nachdem der mecklenburgische Fürst Johann von Werle 1337 vier Brüder Hahn mit den Dörfern Basedow, Gessin und Liepen belehnt hatte, blieb der Ort bis 1945 Sitz der seit 1802 in den Grafenstand erhobenen Familie Hahn. Sie übten das Patronat über die Kirche aus und haben sie in Gestaltung und Ausstattung nachhaltig geprägt. Das benachbarte Dorf Wargentin geriet während des Dreißigjährigen Krieges in Verfall und wurde danach vollständig gelegt. Die in der Kirche befindlichen mittelalterlichen Kunstwerke – die Kreuzgruppe aus dem 15. Jahrhundert über dem Chorbogen, die Prozessionsstangen neben der Eingangstür und die romanische Tauffünte aus Granit draußen an der Südseite – sollen aus der Wargentiner Kirche stammen. Der Innenraum der Kirche ist geprägt durch den Altar und die Epitaphien, die im Stil der Spätrenaissance gestaltet sind, und die Orgel mit ihrem barocken Prospekt. An der Südwand sind Grabplatten aus dem 16. Jahrhundert befestigt, die sich ursprünglich im Fußboden befanden. Der reich geschmückte Altar wurde 1592 geschaffen. In eine Sandsteinfassung sind Marmorreliefs eingelassen: im Mittelpunkt das Letzte Abendmahl, daneben links und rechts Kreuzigung und Auferstehung Christi, darüber die Himmelfahrt und an der Basis Jesus in Gethsemane. Umgeben ist dies von allegorischen Figuren und farbig gefassten Wappen und Schrifttafeln, die vom Stolz der Stifterfamilie Hahn künden. Das Epitaph an der nördlichen Chorwand wurde 1594 von Hans Hahn für seine Eltern Werner Hahn und Anna von der Lühe gestiftet. Es zeigt in der Mitte ein Marmorrelief des triumphierenden Christus; davor drei kniende Gestalten, die die Verstorbenen und den Stifter darstellen. Das Epitaph an der Nordseite des Bogens von 1587 erinnert an Paris Hahn sen. (verst. 1565) und seinen Sohn Paris Hahn jun. (verst. 1587), der im 22. Lebensjahr an den Folgen einer Schussverletzung gestorben war. Das Epitaph in der Mitte der Nordwand des Kirchenschiffes wurde 1589 für Berndt von der Schulenburg und Anna Hahn errichtet. Die Verstorbenen und ihre drei Kinder sind als Freifiguren betend dargestellt. Das Doppelepitaph neben der Orgelempore entstand 1589. In der oberen Etage sieht man die Liegefigur der verstorbenen Guedel von Maltzan (verst. 1575) sowie die fürbittenden Familienangehörigen. In der Etage darunter sind liegend die Verstorbenen Cuno Hahn (verst. 1590) und Sophia von der Schulenburg (verst. 1591), links die vier Söhne und rechts die vier Töchter dargestellt. Die Kanzel wurde 1691 errichtet. Hier wurde auf figürlichen Schmuck verzichtet. Die Bemalung zeigt florale Motive. Die hölzerne Tauffünte stammt auch aus dem 17. Jahrhundert. Auf den Rundbogenfeldern am Corpus sind Apostel dargestellt; auf der Haube die Taufe Jesu, Christus als Weltenrichter, die vier Evangelisten und die Wappen der Stifter. Die 20 auf Holz gemalten Tafelbilder entstanden 1704. Die Teile gehörten zu einem Sakristeischrank, der die Bibliothek enthielt. Die Orgel ist wohl der wertvollste Schmuck der Kirche und ein Klangdenkmal ersten Ranges. Im Auftrag von Christian Friedrich Hahn wurde sie von 1680 – 83 von Samuel Gehrke aus Güstrow errichtet, der seinen Schwiegervater Heinrich Herbst sen. und seinen Schwager Heinrich Herbst jun. zur Unterstützung aus Hildesheim holte. Damit ist diese Orgel die älteste noch erhaltene Barockorgel in Mecklenburg. In der Mitte sieht man das Hauptwerk mit dem Spieltisch, davor in der Emporenbrüstung das Rückpositiv und seitlich die beiden Pedaltürme. In den 1970er Jahren hatte sich der Zustand der Orgel derart verschlechtert, dass der Totalverlust drohte. So wurde dann von 1980 – 83 durch die Potsdamer Orgelbaufirma Alexander Schuke eine umfangreiche Restaurierung durchgeführt. Das Ziel war, unter weitestgehender Erhaltung der Originalteile sie so weit wie möglich in ihren originalen Zustand zurück zu versetzen. So wurde sie auch in ihre ursprüngliche mitteltönige Stimmung zurückversetzt. Dadurch eignet sie sich in besonderer Weise für alte Orgelmusik aus der Zeit vor Joh. Bach. Die Konzertreihe „Orgelmusik in Basedow“, die es seit der Restaurierung gibt, dient deshalb auch besonders der Pflege der norddeutschen Schule der Orgelmusik. Eine Besonderheit sind die „Basedower Löwen“. Sie sind am Unterbau der Pedaltürme zu sehen. Durch Betätigung eines Registerzuges durch den Organisten strecken sie die Zunge heraus und rollen mit den Augen.