Dok-Barth

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Vor 40 Jahren wurde im Beisein ehemaliger Kriegsgefangener sowie der diplomatischen Vertretungen der USA, Kanadas, Austr...
08/05/2026

Vor 40 Jahren wurde im Beisein ehemaliger Kriegsgefangener sowie der diplomatischen Vertretungen der USA, Kanadas, Australiens sowie Russlands ein Findling mit Gedenktafeln an der seit 1985 bestehenden Gedenkstätte für das Kriegsgefangenenlager Stalag Luft I eingeweiht. Seit 2004 ergänzt eine vom Förderverein Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V. gestaltete Informationsstele die Gedenkstätte. Der Ort ist jederzeit frei zugänglich. Kleine Granitpfosten markieren die Grenzen der einzelnen Teillager. Über die darauf angebrachten QR-Codes gelangen Besucher direkt zu unserer informativen Website: stalagluft1.de

Heute vor 81 Jahren unterzeichneten hohe Offiziere der deutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapit...
08/05/2026

Heute vor 81 Jahren unterzeichneten hohe Offiziere der deutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation gegenüber den vier Siegermächten. Für Deutschland bedeutete dieser Tag die Befreiung vom Naziterror.

Aus diesem Anlass gedachte die Stadt Barth mit stillen Kranzniederlegungen am sowjetischen Ehrenmal sowie an der Gedenkstätte des Kriegsgefangenenlagers Stalag Luft I dieses denkwürdigen Tages.

Auch Mitglieder des Fördervereins Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V. nahmen an den Gedenkveranstaltungen teil und legten weiße Chrysanthemen nieder.

08/05/2026

Vor Kurzem erhielten wir eine Email von einem jungen Mann, die uns sehr beeindruckt hat.

Er schrieb uns, dass er sich aktuell auf einer Motorradreise durch das Baltikum sowie angrenzende Regionen befindet, die sich thematisch mit historisch bedeutenden Orten des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzt. Stationen wie die sogenannte „Wolfsschanze“ sowie die Gedenkstätte Auschwitz stehen dabei exemplarisch für die intensive Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerungskultur und deren Bedeutung für die Gegenwart auf seinem Programm.

Seine Reise- Impressionen dokumentiert und teilt er öffentlich, damit dieser dunkle Teil der Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.
In diesem Zusammenhang hat er einen Spendenaufruf gestartet, um unseren Verein " Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V " zu unterstützen und bat uns den Link zu seiner Spendenaktion einzufügen:

https://www.facebook.com/share/v/17M6HgRHXu/

Außerdem soll dies , so seine Worte," ein kleiner Denkanstoß an viele Menschen sein wie schützenswert unsere Demokratie doch sein sollte. "
Er bezieht sich darauf, dass wir wichtige Aufklärungs- und Dokumentationsarbeit im Bereich historischer Bildung und Erinnerung, insbesondere im Kontext von Kriegsgefangenenlagern und KZs und den Schicksalen der Häftlinge, leisten. Diese wertvolle Arbeit möchte er durch seine Reise sichtbar machen und aktiv fördern.

Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei Enrico Wernicke für sein Engagement und den Spendenaufruf bedanken.
Wenn Sie ihn auf seiner Tour " begleiten "möchten, folgen Sie ihm gern auf Instagram auf folgendem Profil
Eimer_sonst_keiner.

Wir wünschen ihm allzeit gute Fahrt und gutes Gelingen.🏍🍀💐

Heute, am 1. Mai, erinnern wir in Barth an die Ereignisse des Jahres 1945.Am 1. Mai 1945 zwang die SS hunderte Frauen un...
01/05/2026

Heute, am 1. Mai, erinnern wir in Barth an die Ereignisse des Jahres 1945.

Am 1. Mai 1945 zwang die SS hunderte Frauen und Männer aus dem Konzentrationslager auf Todesmärsche in Richtung Rostock. Viele überlebten diesen Weg nicht – sie starben an Entkräftung oder wurden von den SS-Wachen ermordet. Die im Lager zurückgelassenen Schwachen und Kranken wurden erst von befreiten Kriegsgefangenen aus dem nahegelegenen Lager Stalag Luft I gefunden. Auch von ihnen überlebten viele die Folgen von Hunger, Gewalt und Krankheit nicht.

Vor 60 Jahren wurde zur Erinnerung an diese Verbrechen das Mahnmal KZ Barth errichtet – ein Ort des Gedenkens, der uns mahnt, nicht zu vergessen.

Auch heute, am 1. Mai 2026, wurde dieses Gedenken fortgeführt: In einer stillen Zeremonie legten Menschen Kränze nieder. Wie in den vergangenen Jahren machten sich anschließend Wanderfreunde auf den Weg, um auf den Spuren der Todesmärsche bis nach Ribnitz zu gehen.

Erinnern heißt Verantwortung tragen – für die Vergangenheit, für die Gegenwart und für die Zukunft.

Wir sind dabei , denn nichts und Niemand ist vergessen. 🕯
29/04/2026

Wir sind dabei , denn nichts und Niemand ist vergessen. 🕯

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.
14/03/2026

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

27.01.2026: Dieter Boedeker von der DOK übergibt im Bürgerhaus die Dokumentation der Gedenkfeier „80 Jahre Befreiung KZ-...
27/01/2026

27.01.2026: Dieter Boedeker von der DOK übergibt im Bürgerhaus die Dokumentation der Gedenkfeier „80 Jahre Befreiung KZ-Barth und Stalag Luft I“ vom Mai 2025 an Landrat Dr. Kerth und Bürgermeister Helwig, beide Mitglieder der DOK (Foto Mario Galepp/DOK-Barth).

Unter dem Motto "Von Schülern für Schüler - Gegen das Vergessen" fand am 27.Januar 2026 eine Gedenkveranstaltung der DOK...
27/01/2026

Unter dem Motto "Von Schülern für Schüler - Gegen das Vergessen" fand am 27.Januar 2026 eine Gedenkveranstaltung der DOK und des Barther Gymnasiums im Vineta Bürgerhaus statt.

Schülerinnen und Schüler des gymnasialen Schulzweigs in Barth berichteten von ihren Eindrücken einer Auschwitzfahrt im vergangenen Jahr. Zahlreiche Schulgruppen aus verschiedenen Jahrgangsstufen verfolgten die emotionalen Beiträge, die nachhaltig zum Nachdenken anregten.
Ein Grußwort sprach Landrat Dr. Stefan Kerth. Die musikalische Gestaltung übernahmen ebenfalls Schülerinnen und Schüler. Zum Abschluss dankte Frau Christiane Schuldt (DOK) allen Teilnehmenden und Unterstützenden, insbesondere den engagierten Schülerinnen und Schülern.

Fast vergessen, bereits 40 Jahre Gedenkstätte für das 1940 eröffnete Stalag Luft I in Vinetastadt BarthÜber unsere inter...
08/01/2026

Fast vergessen, bereits 40 Jahre Gedenkstätte für das 1940 eröffnete Stalag Luft I in Vinetastadt Barth

Über unsere internationale Gedenkveranstaltung vom 8. bis 10. Mai 2025 anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Barth und des Stalag Luft I haben wir bereits im Barther Boddenblick vom Juni 2025 berichtet . Nun soll außerdem an zwei weitere Jahrestage erinnert werden: zum einen an die Errichtung des Kriegsgefangenenlagers in Barth-Vogelsang, dem späteren Stalag Luft I, vor 85 Jahren, zum anderen an die Einweihung einer Gedenkstätte an das Lager vor 40 Jahren.

Errichtung des Kriegsgefangenenlagers vor 85 Jahren

Vor 85 Jahren entstand im Juli 1940 in Barth Vogelsang ein Kriegsgefangenenlager für alliierte Luftwaffensoldaten. Es lag unmittelbarer nördlich einer weitläufigen mit diversen Luftabwehrgeschützen und anderem militärischen Gerät ausgestatteten Flakartillerieschule der deutschen Luftwaffe. Die deutsche Seite hatte die Standorte bewusst so dicht nebeneinander gewählt: Zum einen schirmte das Kasernengelände die Halbinsel mit dem Lager nach Süden ab, zum anderen sollte die Nähe zur Kaserne mögliche Bombenangriffe auf die Stadt verhindern. Tatsächlich ging dieses völkerrechtswidrige Kalkül auf. Ganz Barth blieb während des gesamten Krieges von größeren Luftangriffen verschont.
Plötzlich frei
Am 1. Mai 1945, nachdem die deutschen Wachmannschaften das Lager fluchtartig verlassen hatten, waren die inzwischen fast 10.000 „Kriegis“ – so nannten sich die Kriegsgefangenen selbst – plötzlich frei. Bereits am folgenden Tag übergab der ranghöchste alliierte Soldat, Colonel Hubert Zemke, der einrückenden Sowjetarmee die Verantwortung für das Lager. In Barth begegneten sich damit – ähnlich wie in Torgau an der Elbe – sowjetische Soldaten und Angehörige der westlichen Alliierten. Die Rückführung der Kriegis erfolgte schließlich vom 12. bis 15. Mai 1945 durch die US Luftwaffe. Bei dieser Luftbrücke, besser bekannt als „Operation Revival“, dienten rasch umfunktionierte B-17-Bomber als Truppentransporter. Ein Flugzeug konnte nur etwa 30 Soldaten aufnehmen. Man kann sich gut vorstellen, welch enormer logistischer Aufwand und welche präzise Planung dafür erforderlich waren. ________________________________________
Errichtung der Gedenkstätte für Stalag Luft I vor 40 Jahren

Im Spätsommer 1984 wandte sich der US-Veteran und ehemalige Kriegsgefangene Philip Gibbons, inzwischen Inhaber eines Reiseunternehmens in Florida, an den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker und bat um die Erlaubnis, mit einer Gruppe ehemaliger US-Kriegsgefangener Barth zu besuchen. Er wies darauf hin, dass der 1. Mai ein Nationalfeiertag in der DDR sei und zufällig auch der Tag, an dem 1945 die Kriegsgefangenen in Stalag Luft I frei gekommen waren. Er schlug ein feierliches Gedenkprogramm vor. Im Januar 1985 genehmigte das Sekretariat des Zentralkomitees der SED den Besuch. Selbstverständlich sollten auch sowjetische Honoratioren und Veteranen daran teilnehmen. Daraufhin begannen in der DDR die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Besuch einer derart großen Gruppe von Amerikanern stellte die zuständigen Stellen in der damaligen DDR vor eine große Herausforderung, denn es war mitten im kalten Krieg und Besuchsgruppen aus dem westlichen Ausland eigentlich nicht gerne gesehen.
Am 1. Mai 1985 fand auf dem Barther Marktplatz die gewohnte Kundgebung statt. Unter den Teilnehmenden befanden sich allerdings diesmal auch die ehemaligen amerikanischen Kriegsgefangenen, teils in Begleitung ihrer Familien. Insgesamt waren 133 Gäste aus den USA angereist. Zu diesem Anlass hatten sich sehr viele Barther Bürgerinnen und Bürger versammelt. Auch die Medien waren zahlreich vertreten: Neben dem Deutschen Fernsehfunk der DDR und dem ZDF berichteten sogar amerikanische Fernsehteams vor Ort. Die Flaggen der USA – eigens aus Berlin herbeigeschafft –, der Sowjetunion und der DDR wehten über dem Platz. Es wurden Reden gehalten und Grußworte ausgetauscht. Im Anschluss bat der damalige Barther Bürgermeister Bernd Zeller zu einem Sektempfang ins Rathaus. Nach dem Mittagessen ging es für die Gäste weiter zum Gelände des einstigen Stalag Luft I, um die Gedenkstätte einzuweihen. Es wurde ein Stein mit einer Gedenktafel enthüllt, auf der stand: „Hier befreite die Sowjetarmee im Mai 1945 Kriegsgefangene aus den USA und Großbritannien.“ Die Anwesenden pflanzten zudem auf jeweils drei dreieckigen Grundflächen Bäume, Stechfichten aus Colorado für die USA, russische Birken und deutsche Linden. Es drängt sich natürlich die Frage auf, warum waren die Briten und ihre Mitstreiter aus dem Commonwealth und anderen Nationen nicht dabei? Die wahrscheinlichste Antwort liegt auf der Hand, niemand hat sie eingeladen, weder die Amerikaner noch die DDR.
Am 28. September 1996 errichteten ehemalige Kriegsgefangene im Beisein von Vertretern der US-amerikanischen, kanadischen, australischen und russischen Botschaften anstelle der bisherigen Tafel einen großen Findling mit deutschen und englischen Inschriften in dem kleinen Gedenkpark. Die Texte würdigen heute alle, die damals im Lager gefangen waren. Seit 2004 ergänzt eine von uns gestaltete Infostele die Gedenkstätte, die wir im Jahr 2024 erneuert und modernisiert haben.
Die Gedenkstätte ist jederzeit zugänglich, kleine Granitpfosten markieren die Grenzen der einzelnen Teillager. Auf ihnen befinden sich QR-Codes, über die man auf unsere informative Website, https://stalagluft1.de/, gelangt.
Möchten Sie sich den spannenden ZDF-Fernsehbericht von 1985 über die Ereignisse vor 40 Jahren in Barth ansehen? Dann kommen Sie gerne in unsere DOK-Ausstellung „Barth 1933-1945“ im Vineta-Bürgerhaus – aber bitte stimmen Sie vorab telefonisch einen Termin mit uns ab.

Dieter Boedeker
Förderverein Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V.
DOK Barth 1933-1945
Bürgerhaus Barth
Papenstraße 8
18356 Barth, Germany
Telefon +49 (0) 38231 37450

www.dok-barth.de
www.stalagluft1.de

Fotos:
Foto 1: Barther Marktplatz 1. Mai 1985
Foto 2: Einweihung Gedenkstätte Stalag Luft I 1985
Foto 3: Gedenkstätte Stalag Luft I 2025 (Foto Mark Fowler)
Foto 4: Gedenktafel seit 1996 (Bearbeitet und Hochgeladen von: WSee, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons)
(Fotos 1 bis 2: Archiv DOK Barth 1933-1945)

Am Sonntag, dem 9. November 2025, um 9:00 Uhr laden wir Sie herzlich ein, gemeinsam der Opfer der Reichspogromnacht von ...
05/11/2025

Am Sonntag, dem 9. November 2025, um 9:00 Uhr laden wir Sie herzlich ein, gemeinsam der Opfer der Reichspogromnacht von 1938 zu gedenken.

Wir versammeln uns am Friedhof, 2. Aufgang, bei den Gedenksteinen, um in stiller Andacht und gemeinsamer Erinnerung der Ereignisse zu gedenken, die sich in jener schrecklichen Nacht ereigneten.

Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen das Vergessen und für eine Welt, in der Hass und Gewalt keinen Platz haben.

19/08/2025

Anlässlich des Gedenkens an 80 Jahre Befreiung des Kriegsgefangenenlagers "Stalag Luft I" trägt der Barther Schüler, Linus Wallat, das Gedicht "For the Fallen" von Laurence Binyon vor

Adresse

Papenstraße 8
Barth
18314

Webseite

https://stalagluft1.de/

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