08/02/2026
Eisenbahnfreunde Hönnetal wünschen Spätfahrten auf der Hönnetalbahn
30 Mitglieder der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. kamen am 6. Februar zur jährlichen Mitgliederversammlung im Bahnhof Binolen zusammen.
Der erste Vorsitzende des Vereins, Markus Hüsken, berichtete von den umfangreichen Aktivitäten des Vereins, der 2025 sein 40tes Bestehen feiern konnte. Hier verwies er auf zahlreiche Höhepunkte, wozu gleich zu Beginn des Jahres die Teilnahme an einer großen Modellbahnschau in Erfurt gehörte. „Seitdem“, so Hüsken, weiß man auch im Osten der Republik, wo das Hönnetal liegt.
Sehr gerne erinnern sich die Eisenbahnfreunde an den „1. Hönnetaler Mobilitätstag“, der am 27. April 2025 in Binolen stattgefunden hat. Die Museumsbahn Hamm verkehrte an diesem Tag mit einem historischen Sonderzug, außerdem gab es Fahrten mit einem historischen Linienbus. Für 2027 denken die Eisenbahnfreunde an eine Wiederholung dieses Tages.
Zum Jubiläum an die Filmgruppe des Bahnsozialwerks Dortmund einen Film über die Eisenbahnfreunde produziert, der über die Webseite des Vereins abrufbar ist.
Weiter gab es Ausflüge und interessante Veranstaltungen in Binolen, wozu z.B eine Bibelwoche der evangelischen Kirche gehörte. Und dann natürlich die traditionellen Aktivitäten zwischen Weihnachten und Neujahr, wozu insbesondere die große Modellbahnschau zählt. Die Modellbahn ist es auch, wofür die EFH 2025 den Heimatpreis des Märkischen Kreises erhielten.
Sehr glücklich sind die Eisenbahnfreunde über die Jugendarbeit, worüber das Vorstandsmitglied Christoph Haringhaus informierte.
Ein wichtiger Punkt der Versammlung war die Modernisierung der Satzung. Künftig gibt es Vereinfachungen beim Protokoll und bei den Vorstandswahlen. Unstrittig sahen die Anwesenden auch die Anpassung der Mitgliedsbeiträge auf nun 36 € bzw. ermäßigt 18 € pro Jahr. Das ist die erste Erhöhung der Beiträge seit über 10 Jahren.
Breites Interesse lagen die Informationen zum aktuellen Bahngeschehen. Die aktuelle Situation macht natürlich auch vor der Hönnetalbahn nicht Halt, wobei die Züge der Hönnetalbahn im Normalfall pünktlich verkehren. Dennoch kam es 2025 im Herbst zu einer kurzfristigen Sperrung wegen defekten Gleisen, die aber ungewöhnlich schnell ausgetauscht werden konnten.
Auch in Sachen „Dachsbahn“ Fröndenberg – Unna ist man optimistisch, dass diese zusammen mit einem neuen Stellwerk in Unna 2028 wieder ans Netz gehen kann. Die defekten Brücken an der Oberen Ruhr und der Ruhr-Sieg-Strecke sorgen auch die Eisenbahnfreunde, da diese zu Langsamfahrstellen führen. Auch Baustellen hemmen das Reisen mit der Bahn.
Ob die Hönnetalbahn einstmals komplett elektrifiziert wird ließ bei den EFH leichte Zweifel aufkommen. Eher sollen Hybrid-Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die nur auf Teilstrecken eine Oberleitung benötigen.
Perspektivisch werden sich die EFH für eine Ausweitung des Abendfahrplans einsetzen. Aktuell fährt der letzte Zug bis Neuenrade schon um 20:08 Uhr ab Fröndenberg. Das reicht nicht mehr, ist die eindeutige Haltung der Eisenbahnfreude, die auf die Bedürfnisse von Pendlern und Ausflüglern verweisen.
Auch Ehrungen gab es für eine 40jährige Mitgliedschaft, worüber sich Markus Hüsken sehr freute.
Für 2026 steht im September wieder ein Besuch eines historischen Schienenbusses in Binolen an. Bis dahin wird auch auf dem Gelände des Vereins in Binolen gearbeitet. So soll das Dach des von der Jugend genutzte Postwaggons einen neuen Anstrich erhalten. Signale sollen neu gesetzt und gepflegt werden usw. Ausflüge und Feste sollen das Vereinsleben der Eisenbahnfreunde Hönnetal bereichern, die sich wie bisher weiterhin als Förderverein der Hönnetalbahn verstehen.
Das Foto zeigt die Jubiläre für 25jährige und 40jährige Mitgliedschaft. Neben dem 1. Vorsitzenden Markus Hüsken (links) ist Gerd Humme zu sehen, daneben Hartmut Erkmann, Günter Prasse und Ulf Allhof-Cramer.