August 1919 wurde im Rahmen einer sportlichen Siegesfeier in der Gaststätte „ Zur Stadt Friedberg“ der Wunsch laut, innerhalb einer Gemeinschaft öfter zu feiern. Alle waren begeistert von dieser Idee, gründeten einen Club und gaben diesem den Namen „Heiterkeit“. Dezember 1919 von den 12 Gründungsmitgliedern einstimmig angenommen. Es galten strenge Regeln für die Clubmitglieder. verpflichtet“ den g
uten Namen des Clubs sowie seiner Mitglieder stets hochzuhalten und nach außen hin zu verteidigen“ .Das Nichttragen des Vereinsabzeichen bei einer Veranstaltung oder gar unentschuldigt fernbleiben wurde mit einer Geldstrafe geahndet. Auf der am 1.Freitag des Monats stattfindenden Mitgliederversammlung im Vereinslokal „Zur Stadt Friedberg“ ging es oft heftig her. Nachher waren sich alle wieder einig und feierten oft bis in die frühen Morgenstunden hinein. Die vereinsinterne Geschlossenheit, hatte eine sehr positive Auswirkung auf das Wachstum des Vereins. Der 1. Maskenball und die 1. Kappensitzung fanden in der Kampagne 1925/1926 statt; In Oberursel nahm der Verein am Festumzug teil und präsentierte sich mit Prinz Jumbo zum erstenmal in der Öffentlichkeit. Die schweren Zeiten ab 1930 hielten die Mitglieder aber nicht davon ab, sich trotzdem regelmäßig unter dem Motto “Je größer die Not, um so größer die Treue zum Verein“ zu treffen. Die inhaltliche Anlehnung an den Mainzer Carnevalverein verhalf der Fremdensitzung im Jahre 1936 zu einem vollen Erfolg. Am 5.6.1937 wurde der „Club Heiterkeit“ in den
„ Carnevalclub Heiterkeit“ unbenannt. Im Jahre 20 nach Gründung musste wegen des 2. Weltkrieges und dem Einzug vieler Mitglieder zur Wehrmacht der Club seine Tätigkeit einstellen.
„Drum seid fröhlich, Kinner lacht, hoch lebe die Kirdorfer Fassenacht“ Unter diesem Motto und mit verändertem Namen ging es 1946 bei dem „Karnevalverein Heiterkeit“ wieder los. Einzelvorträge, Zwiegespräche, gemeinsam gesungene Lieder und als Höhepunkt „Die Familie Schnorzel“ prägten über viele Jahre den Sitzungsverlauf . Man schielte aber immer wieder nach Mainz, übernahm von dort manche Ideen, um den veränderten Ansprüchen des Publikums Rechnung zu tragen. Eine Bereicherung des Sitzungsprogramms bildetet der 1949 gegründete Spielmannszug . Die überwiegend beim Metzgerschorsch stattgefunden Fremdensitzungen waren von einer so heiteren Atmosphäre geprägt, wie man sie heute kaum noch finden kann. Die Sitzungspräsidenten haben zusammen mit den Aktiven und dem närrischen Volk eine Stimmung erzeugt, die den Saal zum kochen brachte. Der Kanonenofen im Eingangsbereich heizte noch zusätzlich ein. In den folgenden Jahren wurden neue Kontakte geknüpft um den eigenen Bekanntheitsgrad zur erhöhen. So fuhren beispielsweise der Spielmannszug, die Vortragenden und die Garde im Jahre 1970 nach St. Goarshausen um das Programm der Narren in dem gemütlichen Weinort zu bereichern.
5x11 jähriges Bestehen des Vereins und 25 jähriges Jubiläum des Spielmannszuges wurde 1975 groß gefeiert. Die Mitglieder bauten in eigener Regie ein Festzelt auf und bewirtschafteten es. Angetan von dem Zuspruch der Bevölkerung entschied sich der Verein im Jahre 1979 zum Laternenfest ein 1000 Mann großes Festzelt „Uff de Bach“ hinzustellen. Die karnevalistische Entwicklung war immer stark abhängig von den Aktiven des Vereins. Auf die Nennung von Person, deren Wirkungskreis und Bedeutung wurde in der obigen Zusammenfassung aber verzichtet. Für eine detaillierte und mit Namen versehene Information stehen zur Verfügung:
Chronik der Bad Homburger Fastnacht Band 1 bis 1983 und Band 2 von 1983 bis 1998. Herausgeber ist der Bad Homburger Narrenrat/Peter Lampert. Diese Unterlagen wurden als Quelle benutzt. Chronik als CD Nr. 1 und Nr. 2. Herausgeber ist der Magistrat der Stadt Bad Homburg –Stadtarchiv-