NABU Gruppe Büttelborn

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Der Büttelborn möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen.

Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist.

04/06/2026

RUFENDE JUNGVÖGEL AM BODEN NICHT MITNEHMEN!
NABU Hessen warnt: Falsche Tierliebe schadet dem Vogelnachwuchs!

Anfang Juni beginnt die Zeit des Ausflugs vieler Jungvögel. In Garten und Parks sind schon einige Vogelkinder selbstständig unterwegs und bald werden weitere Jungvögel die schützenden Nester in Hecken oder Nistkasten verlassen. Den NABU erreichen deshalb immer wieder Anfragen von besorgten Tierfreund*innen, die scheinbar verlassene Jungvögel entdecken. „Unser Rat lautet immer: Erst länger beobachten, dann zur Not eingreifen. Die uner-fahrenen und im Fliegen noch ungeübten Vogeljungen wirken auf den ersten Blick oft hilflos. Sie aufzunehmen, ist jedoch meist falsch verstandene Tierliebe“, erklärt Maik Sommerhage, Landes-vorsitzender des NABU Hessen. Der Ornithologe rät: „Lassen Sie die halbflüggen, befiederten Jungvögel erst einmal sitzen. Sollte nach mehreren Stunden kein Elternvogel auftauchen, kann es sein, dass sie tatsächlich verlassen sind und Hilfe brauchen.“

Eltern füttern Jungvögel weiter­
Damit keine Jungvögel mitgenommen werden, die topfit und nur gerade dabei sind, sich selbstständig zu machen, stellt der NABU-Vogelexperte Bernd Petri klar: „Das herzzerreißende Rufen von scheinbar verlassenen Jungvögeln in Gärten und Parks sind keine Hilfe-, sondern Bettelrufe. So halten die Vogeljungen Kontakt zu ihren Eltern. Sie halten sich in der näheren Umgebung ihres Nests auf und werden dort von den Altvögeln einige Zeit lang weiter gefüttert.“ Greift der Mensch in dieser sensiblen Phase ein, unter-bricht er die Bindung zwischen Alt- und Jungvogel. Nur wenn Jung-vögel an gefährlichen Orten wie Straßen und Gehwegen sitzen oder akut von Katzen bedroht sind, sollte man sie vorsichtig aufheben und ins nächste Gebüsch setzen. Anders als bei Rehkitzen nehmen Vogeleltern ihre Jungen wieder an, wenn diese von einem Menschen berührt wurden.

Hilfe nur im Notfall nötig­
„Wer helfend eingreifen will oder muss, sollte sich immer bewusst sein, dass Jungvögel Wildtiere sind, denen nur in einem Notfall geholfen werden darf. Ansonsten wäre dies ein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz“, erläutert Petri. Denn laut Bundesnaturschutz-gesetz dürfen Jungvögel nur vorübergehend und nur dann auf-genommen werden, wenn sie verletzt oder krank, und somit tatsächlich hilflos sind. Petri weist darauf hin, dass Jungvögel, die mit nach Hause genommen werden, selbst bei fachgerechter Pflege deutlich schlechtere Überlebenschancen haben als in der freien Natur.

Naturnaher Garten für Vögel­
Wer Gartenvögeln helfen möchte, ihre Jungen erfolgreich aufzuziehen, der sollte auf einen gut strukturierten, naturnahen Garten mit reichlich natürlichen Futterquellen achten. In trockenen Jahren stellt eine Wasserquelle ebenfalls eine Erleichterung für die Vogeleltern dar. Hier gilt es aber, täglich das Wasser zu wechseln und auf die Hygiene zu achten. Verstecke in Stauden oder dichtes Gebüsch bieten sichere Rückzugsorte vor Greifvögeln und Katzen. Wer Katzen hält, sollte diese, wenn im Spätfrühling warnende Altvögel und ausgeflogene Jungvögel zu beobachten sind, nicht nach draußen lassen. „Zumindest sollten Sie drauf achten, dass sich Ihre Katze bis Mitte Juli in den Morgenstunden nicht im Freien aufhält. Damit wäre den Vö**ln schon sehr geholfen, denn dann sind die meisten gerade flüggen Jungvögel unterwegs“, rät Petri.

Nestlinge und Ästlinge unterscheiden­
Eine hilfreiche Faustregel zu Jungvögeln: „Nestlinge“, also Jung-vögel ohne Federkleid, oder nur mit leichtem Flaum, die noch nicht aktiv auf ihren Füßen stehen können, sind außerhalb des Nestes hilflos. Sie sollten schnellstmöglich zurück ins Nest und nur, wenn das nicht möglich ist, in eine Vogelpflegestation gebracht werden. „Ästlinge“, also komplett befiederte Jungvögel, die bereits aktiv auf ihren Füßen stehen können, werden von ihren Eltern auch außerhalb des Nestes versorgt und sollten nur mitgenommen werden, wenn sie sichtbar verletzt sind. Adressen von staatlich anerkannten Auffang- und Pflegstationen können bei den Naturschutzbehörden den Landkreisen oder Regierungspräsidien erfragt werden. Die Betreiber*innen der Auffang- und Pflege-stationen sind in der Regel ehrenamtliche Arten- bzw. Tier-schützer*innen, die sich in Ihrer Freizeit um verletzte Tiere kümmern und nur über begrenzte Kapazitäten verfügen. Ein Anspruch auf Aufnahme der Tiere besteht daher nicht.
(NABU Hessen)

Traditionelle Vogelstimmenwanderung des NABU Büttelborn mit spannenden Einblicken in die Vogelwelt!Von Amsel bis Zilpzal...
19/05/2026

Traditionelle Vogelstimmenwanderung des NABU Büttelborn mit spannenden Einblicken in die Vogelwelt!
Von Amsel bis Zilpzalp — und warum Wurstbrote plötzlich biologisch sinnvoll wurden.

Während andere an Christi Himmelfahrt noch friedlich im Bett lagen oder den Bollerwagen startklar machten, hieß es beim NABU Büttelborn bereits um 7 Uhr morgens: „Ohren auf für die Vogelwelt!“ — und das nun schon seit über 50 Jahren.

Dabei sah es kurz vor Beginn der traditionellen Vogelstimmenwanderung zunächst gar nicht nach einem erfolgreichen Naturmorgen aus: Noch um 6.40 Uhr prasselte kräftiger Regen über Büttelborn nieder. Doch pünktlich zum Start um 7 Uhr hatte der Himmel ein Einsehen — der Schauer zog weiter, und nach und nach trafen die Teilnehmer ein. Kurz vor sieben hatten sich schließlich rund 80 wetterfeste Naturfreunde eingefunden, um gemeinsam mit Dr. Matthias Werner und Bernd Petri entlang des Landgrabens, der Moorteiche und durch die Bruchwiesen den gefiederten Frühaufstehern zu lauschen.

Und die Vögel zeigten sich nach dem Regen erstaunlich gesprächig: Über 40 Arten konnten gehört oder beobachtet werden — von der allseits bekannten Amsel bis hin zum kleinen Zilpzalp, dessen Name praktischerweise schon wie sein Gesang klingt. Besonders aufmerksam lauschten die Teilnehmer allerdings nicht nur den Vö**ln, sondern auch den spannenden Geschichten dazu. Für viele überraschte und amüsierte Gesichter sorgte die Erklärung zur sogenannten „Fremdbegattung“ bei Blaumeisen: Rund die Hälfte der Jungvögel stammt nicht vom eigentlichen Meisenmännchen, das später fleißig bei Brutpflege und Fütterung mithilft, sondern wird häufig vom Nachbarvogel gezeugt. Diese pikanten Einblicke ins scheinbar so idyllische Familienleben der Blaumeisen kamen bei den Teilnehmern besonders gut an und sorgten unterwegs immer wieder für schmunzelnde Kommentare.

Damit die verschiedenen Gesänge leichter im Gedächtnis bleiben, wurden sie mit humorvollen Merksprüchen erklärt. Besonders beliebt: die Goldammer mit ihrem unverwechselbaren „wie-wie-wie-hab-ich-dich-liiiiieeeeb“, das bald von vielen Teilnehmern schmunzelnd mitgesprochen wurde.

Auch optisch hatte die Exkursion einiges zu bieten. Über mitgeführte Spektive konnten die Teilnehmer unter anderem einen Schwarzspecht bei der Gefiederpflege beobachten, einen Zilpzalp sowie einen Trauerschnäpper bei der Reviermarkierung und ein Schwarzkehlchen aufmerksam auf Insektenjagd erleben. Immer wieder blieb die Gruppe stehen, um die kleinen Naturschauspiele aus nächster Nähe zu bestaunen.

Unter den beobachteten Arten waren mit Eisvogel, Blaukehlchen, Pirol, Drosselrohrsänger und Rotmilan auch einige besondere Highlights vertreten, die entlang der Büttelborner Feuchtgebiete ideale Lebensräume finden. Auch der selten zu hörende Seidensänger sorgte bei den Vogelkundlern für besondere Aufmerksamkeit.

Doch nicht nur die Vogelwelt stand im Mittelpunkt. Auch zahlreiche Pflanzen entlang des Weges wurden erklärt — ihre heilende Wirkung, Besonderheiten und teils kuriose Namensgebungen sorgten ebenfalls für viele interessierte Nachfragen.

Nach gut zweieinhalb Stunden endete die Wanderung schließlich bei Familie Werner — und dort wartete bereits die nächste Attraktion: Die fleißigen Helfer hatten ein reichhaltiges Buffet vorbereitet. Hausmacher Wurstbrote, Käse, verschiedene Aufstriche und selbstgebackener Kuchen sorgten dafür, dass niemand hungrig blieb. Bei heißem Kaffee und Tee konnten sich die Teilnehmer wieder aufwärmen, stärken und die Erlebnisse des Morgens gemütlich ausklingen lassen.
Die Hinweise der Exkursionsleiter zur wichtigen Energieversorgung während der Brutzeit nahmen die Teilnehmer anschließend offenbar sehr ernst: Beim Frühstück wurde jedenfalls engagiert am eigenen Wärmehaushalt gearbeitet — schließlich will auch beim Menschen die Fettverbrennung funktionieren.

So zeigte sich einmal mehr: Für Naturbegeisterung braucht es weder Sonnenschein noch warme Temperaturen — manchmal reichen schon ein Zilpzalp, ein Schwarzspecht und eine gute Scheibe Hausmacher Wurstbrot. [ch 05/26] (Bilder: NABU Bübo)

IM GARTEN SOLLTE IM MAI NUR INSEKTEN BRUMMEN!NABU Hessen: Mit weniger Rasenmähen wächst die blumenbunte VielfaltWiesen i...
08/05/2026

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30/04/2026

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