21/06/2026
Liebe Wildtierfreunde
Selten das wir uns so äußern, aber was in den letzten Wochen hier abläuft, geht so definitiv nicht weiter!
In der Regel sind wir von 9Uhr bis 20Uhr erreichbar, können wir nicht ans Telefon gehen, weil wir zb gerade unsere Pfleglinge füttern, beim Tierarzt sind, arbeiten müssen ( irgendwie muss der Wahnsinn hier ja auch finanziert werden) oder einfach mal duschen, hat jeder Anrufer die Möglichkeit auf den AB zu sprechen oder eine Whatsapp zuschreiben, die wir dann natürlich zeitnah beantworten!
Wer allerdings nachts, dreimal kurz vor Mitternacht anruft und keine Nachricht hinterlässt, erhält auch keinen Rückruf!
Ebenso der/die/das freundliche Wesen, dass sich per SMS beschwert hat, dass es keine Hilfe erhalten hat. Angerufen wurde mehrfach innerhalb 10 Minuten, während der Arbeitzeit, in der Privatgespräche eben verboten sind! Es gab keine Nachricht auf dem AB, kein Whatsapp und auch keinen weiterer Versuch uns zu erreichen. Stattdessen fühlte man sich berufen uns nächsten Tag eine Beschwerde SMS zu senden. Allerdings ist er/sie/es nicht mal in der Lage mit Namen zu unterschreiben.
Wir sind gern jeden Tag, am Wochenende und Feiertag erreichbar, unentgeltlich, also ehrenamtlich und beraten gern Finder am Telefon.
Aber in letzter Zeit wird (zu) oft erwartet, dass wir das Tier abholen, immerhin hat der Finder ja schon bei uns angerufen, und Benzin ist teuer.
Wir werden beleidigt, was wir für eine Wildtierhilfe sind, wenn wir das Tier nicht nehmen können, und stattdessen auf andere Pflegestellen verweisen.
Es steht ganz klar auf der Webseite, welche Tiere wir aufnehmen!
Man versucht uns zu erpressen, es fallen Aussagen wie....dann setz ich das Tier wieder raus und wenn es stirbt, sind sie schuld.
Wir werden als frech oder dumm bezeichnet, wenn wir dem Finder mitteilen, dass der kleine Vogel bitte kein Wasser bekommen soll oder das Eichhörnchen keine Kuhmilch verträgt!
Und zu guter letzt die Frage der Kosten...ein kleines Hörnchenbaby kostet ca. zwischen 50€-80€, bis es wieder ausgewildert werden kann.
Aber nur mit Lob und guten Worten, oder dem Satz " Schön, dass es sie gibt" können wir keine Rechnungen bezahlen und Fragen nach einer Futterspende werden oft als dreist empfunden.
Wenn das so weiter geht werden wir das so nicht mehr durchhalten können, denn wir lassen uns weder beleidigen, erpressen, maßregeln von irgendwelchen Laien, die 25Jahre Wildtierhilfe in Frage stellen, noch können wir die Kosten allein tragen!
Wir arbeiten hier 365 Tage im Jahr, haben seit Jahren keinen Urlaub, leisten jeden Tag Aufklärungsarbeit, machen Erstversorgung, unzählige Fütterungen Tag und Nacht, aufwendige Pflege, haben jede Menge Sorgen und Tränen, wenn wieder für ein armes Wesen jede Hilfe zu spät kam.
Aber irgendwann ist auch die stärkste Frau kaputt, und die Wildtierhilfe wird aufhören!
Unser Dank geht natürlich an alle, die uns unterstützen, ob einmalig oder regelmäßig!