Schulhilfswerk für Afrika e.V.

Schulhilfswerk für Afrika e.V. Das Schulhilfswerk ist ein gemeinnütziges Hilfswerk, das sich seit 1963 der Unterstützung von Schulen in Afrika verschrieben hat.

Osterbrief 2026Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Freunde und Förderer des Schulhilfswerks!Kleine Mittel, große Wirkung...
22/03/2026

Osterbrief 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer des Schulhilfswerks!

Kleine Mittel, große Wirkung: Dieses physikalische Prinzip des klug angesetzten Hebels gehört zur Grundausstattung aller Unterstützung, die das Schulhilfswerk für (und in) Afrika leistet. Das ist heute nicht anders als bei unserer Gründung vor 63 Jahren. Jüngstes Beispiel: Damit die Schule in Kabale (Uganda) ordentlich mit Bänken, Pulten und Tafeln ausgestattet werden kann, haben wir – mit Ihrer Hilfe – vorigen Sommer einen Betrag von 4.000 Euro übermittelt. Ein Betrag, mit dem 140 Schulbänke, 20 Tische und 20 Stühle finanziert werden konnten. Zu Jahresbeginn hat uns Schwester Anne Akisa berichtet, dass die Ausstattung komplett ist und die Schulkinder ihre neue Lernumgebung mit Freude nutzen.

Unserer Entscheidung lag ein klares „Ja“ auf die Frage zugrunde: „Können wir die Lernbedingungen in den Schulen nachhaltig verbessern und so zum Erfolg des Schulbesuchs beitragen?“ Der Dankeschön-Brief der Schulsprecherin lässt keine Zweifel, dass wir richtig geantwortet haben: „Ihre Großzügigkeit bedeutet die Welt für uns“, schreibt Patricia Amony. „Mit der neuen Ausstattung werden wir uns in der Schule gut aufgehoben fühlen und viel besser lernen können.“

Auch der Bau eines Schulgebäudes für Kinder der 1. Klasse von der Grundschule Kikondji, in Miheta (Kongo), erlaubt angesichts der Baufälligkeit des Bestands kein Zögern. Nun kann Pater Dieudonné auf einem Fundament von 8.000 Euro ein ordentliches Gebäude errichten, die wir ihm aus Ihren Spenden bereitgestellt haben.

Beide Male wirkt unsere Unterstützung weit über den Tag hinaus. Mit einer sorgfältigen Ausbildung unter geschützten Bedingungen werden die Kinder in Miheta – und den zahlreichen anderen Schulen, die wir dank Ihres Beitrags bedenken können – mit dem Rüstzeug versehen, um an der vielversprechenden Zukunft teilzuhaben, die für Afrika in Aussicht steht.

Bis 2029 werden weltweit voraussichtlich über 100 Millionen neue Jobs entstehen, wobei vor Allem in den Ländern Afrikas neue Lohnarbeit geschaffen wird. Das geht aus dem Global Jobs Index hervor, den das Kiel Institut für Weltwirtschaft erstmals auf Basis von weltweiten Zahlen erstellt hat. Aus den Berechnungen geht hervor, in welchen Ländern in den nächsten Jahren komplett neue Jobs entstehen werden – nicht durch Nachbesetzungen, sondern zusätzlich. Dabei zeigt sich, dass Beschäftigung vor allem in Afrika wächst: Auf dem Kontinent werden gegenüber heute bis 2030 über 75 Millionen Menschen zusätzlich in Jobs arbeiten, die mehr als die absolute Armutsgrenze von 2,15 US-Dollar pro Tag zahlen.

Wie das SHA diese Information bewertet:
Mit unserem Beitrag zu einer qualifizierten (Aus-)Bildung stärken wir die Chancen für junge Menschen in Afrika. Vor Allem für jene aus strukturschwachen, ländlichen Gebieten. Sie sind noch viel zu häufig von den Möglichkeiten abgekoppelt, die sich in den Metropolen und deren Umland bieten. Gerade eine stabile Lernumgebung in der Nähe von Heimat und Familie ist hierbei ein wertvoller Beitrag.

Mit unserer Unterstützung verstehen wir uns auch Brückenbauer zwischen Gegenwart und Zukunft in Europa und Afrika. Zwar ist die EU bereits heute der wichtigste Handelspartner Afrikas, allerdings sind die Warenströme vergleichsweise klein. Angesichts zunehmender weltweiter geopolitischer Spannungen und Abhängigkeiten sollten Brüssel und Berlin die Handelsbeziehungen zum afrikanischen Kontinent weiter ausbauen, empfiehlt aktuell das Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

Tatsächlich ist der Außenhandel zwischen Deutschland und Afrika ausbaufähig. Die deutschen Exporte nach Afrika sind zwischen 2015 und 2024 um gerade einmal 10 Prozent auf 26 Milliarden Euro gestiegen. Ein vertiefter wirtschaftlicher Austausch mit Afrika, der die Förderung der lokalen Wertschöpfung unterstützt, bietet Chancen auf positive Wohlstandseffekte auf beiden Seiten, empfehlen die Wirtschaftsforscher. Dass der Warenaustausch mit den afrikanischen Ländern relativ verhalten ist, hängt aus europäischer Perspektive vor allem damit zusammen, dass es in Afrika an kaufkräftiger Kundschaft fehlt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner lag in Afrika 2024 bei durchschnittlich 2.400 Dollar und war damit ähnlich niedrig wie in Indien. Zum Vergleich: Deutschlands BIP pro Kopf belief sich im selben Jahr auf rund 56.000 Dollar.

Wie das SHA diese Information bewertet:
Indem wir sorgfältig prüfen, welche Projekte wir fördern und welche Qualität der Unterricht und die Ausbildung durch unsere Partner liefern, legen wir die Saat für ein gutes Miteinander in der Zukunft. Weil wir wissen, dass die Schwestern, Priester, Schulleiter und Lehrer, mit denen wir zusammenarbeiten, die Herkunft der Fördermittel aktiv ansprechen, dürfen wir sicher sein, dass dies als begleitender Lerneffekt Wirkung zeigt. Schon heute freuen wir uns sehr darüber, dass die Schulkinder den Spenderinnen und Spendern im täglichen Gebet danken.

Die zweite Seite der gerade beschriebenen Medaille: Wir leisten „Hilfe zur Selbsthilfe“. Denn höhere Ausgaben für Bildung und Gesundheit zahlen sich ökonomisch aus – im Schnitt mit rund zehn Prozent jährlicher Produktivitätsrendite. Das zeigt eine internationale Studie des World Inequality Labs, an der auch das ZEW Mannheim beteiligt war und die nun im renommierten Journal of Public Economics veröffentlicht wurde. Dafür ausgewertete globale Langzeitdaten von 1800 bis 2025 zeigen, dass der Effekt bei öffentlicher Bildung und in ärmeren Ländern besonders groß ist. Zugleich verharren die Unterschiede auf extrem hohem Niveau. So betragen 2025 die Ausgaben für ein Schulkind in Subsahara-Afrika kaufkraftbereinigt nur rund drei Prozent der öffentlichen Bildungsausgaben für ein Schulkind in Europa oder Nordamerika.

„Investitionen in Bildung und Gesundheit sind Wachstumspolitik. Das gilt insbesondere dort, wo das Ausgangsniveau niedrig ist. Wenn Länder ihre Bildungs- und Gesundheitsausgaben verlässlich erhöhen, beschleunigt sich das Produktivitätswachstum messbar. Für öffentliche Bildung liegen die Renditen teils bei 15 bis 20 Prozent“, sagt Li Yang, PhD, Ko-Autor der Studie und Wissenschaftler in der ZEW-Forschungsgruppe „Ungleichheit und Verteilungspolitik“.

Wie das SHA diese Information bewertet:
Politik überlassen wir denen, die dafür gewählt wurden. Wachstum bewerten wir nicht in Prozentpunkten. Aber: Die Kraft, sich selbst als politisches Wesen zu verstehen und ins Gemeinwesen einzubringen, wächst mit Qualifikation und dem Zugang zu stabilen Beschäftigungsverhältnissen. So ermöglichen wir es den jungen Menschen in Afrika, selbst zu wachsen und zu gedeihen und, wie ein kräftiger Baum, auch widrigen Winden zu widerstehen.

Die Saat, die unsere Bauern in diesen Tagen ausbringen, beginnt mit der wachsenden Energie der Frühlingssonne zu gedeihen. Welche Kraft von ihr ausgeht, erleben wir nunmehr wieder in der Osternacht, in der sich der Wandel von finsterer Nacht in lichten Tag vollzieht. Wir wünschen Ihnen von Herzen, dass dieses Licht auch Ihr Leben erleuchtet und Freude bringt. Herzlichen Dank für Ihre nimmermüde Unterstützung und Ihr Vertrauen in unsere Arbeit!

Mit herzlichem „Vergelt’s Gott“

Ihre
Anne Gierlich
1. Vorsitzende

Uganda - Kabale Primary School, Kabale Diocese Diese Schule wurde 2006 gegründet. Von zuerst 57 Schülern ist die Schule ...
20/03/2026

Uganda - Kabale Primary School, Kabale Diocese

Diese Schule wurde 2006 gegründet. Von zuerst 57 Schülern ist die Schule inzwischen auf 521 Schüler angewachsen. Damit die Schüler sich nicht mehr die Bänke teilen oder auf dem Boden sitzen müssen, wurden mit Hilfe des Schulhilfswerks und mit lokaler Unterstützung 140 Schulbänke, 20 Tische und 20 Stühle angeschafft. Durch starken Regen und aufgeweichte Straßen hat sich der Abschluss des Projekts etwas verzögert.

Uganda - St. Maria Goretti Girls Secondary SchoolDiese Grundschule liegt in der Umgebung von Nebbi town. Die Schule wurd...
16/03/2026

Uganda - St. Maria Goretti Girls Secondary School

Diese Grundschule liegt in der Umgebung von Nebbi town. Die Schule wurde 2016 gegründet, um jungen Mädchen Bildung mit niedrigen Schulgebühren zu ermöglichen. Die Schule hat nicht ausreichend Computer, um das neue Schulfach Informations- und Kommunikationstechnologie nicht nur theoretisch zu unterrichten. Die durchschnittliche Klassengröße liegt bei 45 Schülerinnen. Mit Hilfe des Schulhilfswerks konnten 20 Laptops und ein Farbdrucker angeschafft werden.

Kenia - Consolata Primary School, St. Joseph The Worker Catholic Parish, Ugunja, Archdiocese of KisumuDiese Schule wurde...
15/03/2026

Kenia - Consolata Primary School, St. Joseph The Worker Catholic Parish, Ugunja, Archdiocese of Kisumu

Diese Schule wurde 2017 gegründet und konnte bisher nicht vollendet werden. Zwar steht der Rohbau der Schule, aber es fehlt der Innenausbau, sowie Fenster und Türen. Mit Hilfe des Schulhilfswerks konnte der Innenausbau sowie Fenster und Türen finanziert werden. Insgesamt hat das Schulhilfswerk 7.000 EUR zur Verfügung gestellt.

Weihnachtsbrief 2025Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Freunde und Förderer des Schulhilfswerks!Am Ende eines Jahres, d...
26/11/2025

Weihnachtsbrief 2025

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer des Schulhilfswerks!

Am Ende eines Jahres, das uns letztlich allen mehr Fragen gegeben hat, als es Antworten auf Vorrat hat, werfen wir für Sie einen Blick nach Afrika, das in der Menge der Nachrichten noch mehr an den Rand gerückt ist. Die Aufgabe fällt uns insofern leicht, als wir mit einer guten Nachricht aufwarten können: Ihre Unterstützung wirkt weiter. In Landstrichen, in denen „Normalität“ so aussieht wie hierzulande „Krise“, gehen die Verantwortlichen für das Schulwesen mit Zuversicht und unermüdlicher Energie voran – ein Geist, der sich auf Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und die Lehrkräfte überträgt.

Drei Beispiele zeigen, wie die Arbeit des Schulhilfswerks auch und gerade im Kleinen wirkt:

- St. Peter Clever Center für behinderte Kinder in Uganda: Dieses Zentrum wurde 1997 mit 11 Kindern im Kabale-Distrikt begonnen. Heute werden 208 Kinder betreut. Die alte Toilette war in sehr schlechtem Zustand. Mit der Hilfe des Schulhilfswerks und lokaler Unterstützung war es möglich einen behindertengerechten Toilettenblock mit 5 Kabinen zu finanzieren.

- Schulbänke für mehrere Grundschulen in Tanzania: ACTNGONO (Action for Ngono Basin Reforestation) wurde 2006 im Muleba-Distrikt gegründet. Durch das Schulhilfswerk konnten 300 Schulbänke für 4 Grundschulen mit insgesamt 5.562 Schülern finanziert werden.

- The Rising Star Nursery and Primary School in Uganda: Diese Schule hat aktuell 287 Schüler und ist noch im Aufbau. Um die Umstände zu verbessern, konnten 200 stabile Holzbänke mit Metallrahmen finanziert werden. Diese Bänke halten deutlich länger als die bisherigen.

Einige Fotos von den vollendeten Projekten haben wir auf diesen Seiten abgebildet. Weitere können
Sie auf unserer Webseite unter https://schulhilfswerk.de/projekte-2025.html abrufen. Dokumentationen zu früheren Jahren stehen dort ebenfalls zum Ansehen bereit. Die Inhalte, die Sie dort finden, zeigen das Prinzip, welches wir seit unserer Gründung 1963 als grundlegend für unsere Arbeit betrachten: Offenheit und Transparenz. Für jede Mark und jeden Euro, den Sie uns spenden, legen wir detailgenau Rechenschaft ab. Wobei wir in eigener Sache so sparsam und sorgfältig agieren, wie nur möglich. Von Anfang an liegt unser Aufwand für Verwaltung und Werbung bei der 1-Prozent-Marke. Sprich: Von 100 Euro Spendengeldern gelangen 99 Euro genau dorthin, wo sie die größtmögliche Wirkung entfalten.

Dass dieser Winterbrief dennoch etwas rätselhaft gerät, ist beabsichtigt. Sie finden gleich hier ein Kreuzworträtsel, welches wir uns für Sie haben einfallen lassen. Alle Lösungsbegriffe haben mit dem Schulhilfswerk und den Menschen zu tun, die mit uns verbunden sind. Im Zweifelsfall hilft ein Blick auf unsere Website und die Nutzung der Suchmaschine (LUPE) dort. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Rätseln und Lösen.

Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf das Weihnachtsfest, wie es in Uganda begangen wird. Am Morgen des 25. Dezember machen sich die Menschen auf den Weg, um mit einem möglichst großen Teil der Familie zu feiern, zu essen und schöne Zeit zusammen zu verbringen. Morgens geht es, wie schon an Heiligabend, zum Gottesdienst, der in vielen Regionen drei bis vier Stunden dauern kann. Danach kommt die ganze Familie zum Festessen zusammen, man wünscht sich „Mukulike Utukuuta Ku Mazaalibwa” swahilisch für „Frohe Weihnachten“. Den ganzen restlichen Tag wird gefeiert und das geht meist in ein fröhliches Fest über, bei dem gesungen und getanzt wird und das kann bis in die frühen Morgenstunden dauern.

Meist werden an diesem Tag auch die Geschenke überreicht. Anders als bei uns, beschränken sich diese aber auf Kleidung und Kleinigkeiten. Vor allem Socken und Unterwäsche werden gerne verschenkt, Kinder bekommen auch Süßigkeiten. Verwandte und Freunde bringen zum Weihnachtsessen gern verschiedene Speisen, beispielsweise Obutanda (Passionsfrucht), Kimbo (Speiseöl) und Cassavam (Maniok) mit. Besondere Köstlichkeiten sind Limonaden, Kekse und Kuchen.

Vielleicht können Sie an Ihrem Weihnachtsfest in Gedanken einen kurzen Ausflug dorthin machen: Viele der Kinder, die dort mit ihren Familien feiern, können das mit Freude und Zuversicht tun, weil Sie und wir sie auf ihrem Weg in die Zukunft begleiten. Dafür sagen wir Ihnen „Matondo Mingi“ bzw. „Vielen Dank“!

Wir wünschen Ihnen frohe Feiertage, eine gesegnete Zeit zwischen den Jahren und einen guten und glücklichen Beginn des neuen Jahres!

Herzliche Grüße,
Anne Gierlich
1. Vorsitzende

Adresse

Konrad-Adenauer-Allee 17a
Freinsheim
86150

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