18/04/2026
Yuki, eine süße kleine Wanderratte mit trauriger Geschichte. Yuki wurde mit Vergiftungssymptomatik aufgefunden. Die Mama von Yukis Finderin hat sich liebevoll um sie gekümmert, war mit ihr beim Tierarzt und hat alles in die Wege geleitet, dass ihr jede Hilfe zu Gute kommt. Traurigerweise musste sie sich auch von ihr verabschieden, da ein Leben als Einzelprinzessin für eine Wanderratte sehr unschön ist. Yuki hat eine Kieferfehlstellung, wodurch ihre unteren Zähne auch sehr schief wachsen. Diese müssen regelmäßig behandelt und korrigiert werden. Deswegen kann die kleine Rattendame nicht mehr ausgewildert werden. Aktuell stört sie das herzlich wenig, sie ist dem Menschen gegenüber sehr zugewandt, freundlich und mag Streicheleinheiten. Wanderrattentypisch ist sie aber auch scheu. Yuki hat mittlerweile auch 2 Farbrattenfreundinnen bekommen, Gretchen und Spino, die sich sehr liebevoll um das kleine Rattenkind kümmern. Yukis vorherige, liebevolle Mama auf Zeit freut sich sehr darüber. Michelle Meyer
Spezialfälle wie Yuki landen Recht häufig hier bei mir, eine dauerhafte Unterbringung ist unumgänglich.
Neben Yuki leben hier auch die beiden Waldmäuse Cookie, Koordinationsstörungen durch ursprüngliche Mittelohrentzündung, und Tine, von Geburt an vollkommen blind.
Natürlich ist so eine dauerhafte Unterbringung von Wildtieren definitiv kein Ziel, leider oftmals leider nicht anders möglich. Ich denke, jeder Tierschützer ist sich da einig, dass Wildtiere nach draußen gehören. Aber diese Sonderfälle kommen eben vor. Und ungern möchte man sie ihrem Schicksal überlassen, wenn sie schon einmal da sind.
Wie bei den wilden, gibt es hier auch einige Haustiere, die die Pflegestelle nicht mehr verlassen werden.
Sei es, auf Grund von chronischen Erkrankungen, oder durch spezielle Verhaltensauffälligkeiten, die man keinen "normalen" Tierhalter zumuten möchte.
Diese Tiere belegen dauerhaft Plätze. Zeitlebens. Eine Waldmaus kann auch gut 4 Jahre alt werden. Rennmäuse sogar älter. Cookie ist mittlerweile seit über 2 Jahren bei mir, sie war ausgewachsen, als sie einzog. Manche meiner Rennmäuse gehen auf die 5 Jahre zu. Auch bei den Farbmäusen und Farbratten sind einige schon an die 3 Jahre alt.
Unterm Strich sei gesagt, Tiere kommen. Einige gehen nicht mehr. Die dauerhafte Unterbringung fordert aber auch ihren Tribut. Für jeden belegten Platz können andere Tiere nicht aufgenommen werden. Es geht nicht Mal um den Platz an sich, sondern eher um die finanzielle Versorgung. Auch Dauer-Gäste müssen zum Tierarzt, brauchen Futter, Einstreu etc.
Jetzt kam ein junger, ausgesetzter Rattenbock zu mir, der verlangt sehr viel Arbeit, kennt nichts gutes von Menschen, kann kaum zum Tierarzt transportiert werden.. eine Mammutaufgabe in Rattengestalt. Aber zu ihm später Mehr...
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