27/05/2026
Wasserwacht Bayern warnt eindringlich vor Gefahren zum Start der Badesaison
Hochsommerliche Temperaturen in Bayern – und schon zu Beginn der Badesaison gibt es den ersten tödlichen Badeunfall: Im Kahler See in Kahl am Main ist ein 40-jähriger Mann ums Leben gekommen. Für die Wasserwacht Bayern ist der erste tödliche Badeunfall in dieser Badesaison ein alarmierendes Zeichen und unterstreicht, warum Gefahren in Seen, Flüssen und Schwimmbädern nicht unterschätzt werden sollten. Dem tragischen Unglück in Kahl am Main stehen seit Anfang Mai bereits Dutzende Wasserrettungseinsätze der Wasserwacht Bayern gegenüber – darunter auch mehrere Lebensrettungen. Besonders gefordert waren die ehrenamtlichen Einsatzkräfte am vergangenen Samstag, 23. Mai 2026: Es war der bisher einsatzreichste Tag des Jahres.
Schon vor Beginn der Badesaison wurden in Unterfranken zwei tragische Badeunfälle verzeichnet: In Lohr und Großwallstadt ertrank jeweils ein junger Mann beim Versuch, den Main zu durchqueren.
„Badeunfälle passieren nicht nur weit draußen im Wasser und nicht nur bei schlechten Schwimmern. Sie passieren oft plötzlich, leise und innerhalb weniger Augenblicke“, mahnt Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern. „Gerade zu Beginn der Saison überschätzen viele Menschen ihre Kräfte oder unterschätzen die noch niedrigen Wassertemperaturen. Das kann lebensgefährlich werden.“
Die wichtigsten Tipps der Wasserwacht:
1. Langsam ins Wasser gehen, nicht zu lange in kalten Gewässern schwimmen.
2. Kinder niemals aus den Augen lassen.
3. Die eigenen Kräfte nicht überschätzen, gerade bei Beginn der Schwimmsaison.
Im Notfall sollten Bürgerinnen und Bürger sofort den Notruf 112 wählen, über den auch die Wasserwacht alarmiert wird. Von eigenen Rettungsversuchen im Wasser rät die Wasserwacht Bayern ab, wenn dadurch das eigene Leben gefährdet werden könnte. Laien sollten nur im absoluten Ausnahmefall selbst ins Wasser gehen. Sicherer ist es, Rettungsringe, Leinen, Äste oder andere Gegenstände zu reichen oder zu werfen und schnellstmöglich professionelle Hilfe zu alarmieren.
Bild: Bayerisches Rotes Kreuz