24/03/2026
Trauer ist wie Katzenhaare 🌈
Am Anfang sind sie noch überall, an deinen Händen, an deinen Klamotten, verstreut, in jedem Winkel deines Lebens.
Du versuchst aufzuräumen, um ein gewisses Gefühl der Ordnung wiederherzustellen. Und eine Weile scheint es auch, als hättest du dich an die neue Situation angepasst. Aber dann, eines Tages, stellst du die Couch um, öffnest eine Schublade, holst eine Decke aus dem Schrank und da sind sie wieder. Die Katzenhaare.
Mit Leichtigkeit bewegen sie sich, getragen von deinem Atem, ein winziges Funkeln, das das Licht einfängt und dich an das was du verloren hast, erinnert.
Sie verschwinden nie ganz, einige werden für immer in deinem Leben bleiben. Und du wirst ruhiger, die Trauer wird weniger überwältigend. Du lernst damit zu leben, die Erinnerung sanft mit sich zu tragen.
Und Jahre später, wenn du ein paar von diesen Katzenhaaren hinter einem Regal versteckt findest, schmunzelst du. Vielleicht wirst du sogar lachen. Denn es erinnert dich an die Liebe, an die Verbindung, an eine Katze, die so wichtig in deinem Leben war.
Und irgendwann wird dir etwas ins Auge fallen... ein Foto, ein Spielzeug, ein vertrauter Duft, und statt Schmerz wirst du Wärme und Liebe spüren.
Die Trauer bleibt bei dir, aber sie verändert sich. Sie wird ein Teil deiner Geschichte und ein sanftes Echo deiner Liebe zu deiner Katze, die dich nie wirklich verlassen hat 😻
Heute ist unsere geliebte „Lilly“ im hohen Alter von 19 Jahren sanft eingeschlafen 💔💫
Lilly kam mit der Gründung der Stiftung in unserer Hände und lebte von Anfang an als Chefkatze im Stall. Stets schlecht gelaunt, aber manchmal auch nachdrücklich verkuschelt, hielt sie viele Menschen, Artgenossen und einige andere Tiere konsequent in Schach. Man sah Lilly beim betreten in den Stall nicht immer gleich, aber man hörte sie deutlich 😼
Sie hatte immer was zu meckern, so war sie einfach. Und wenn meckern alleine nicht reichte, dann haute sie drauf. Viele Menschen, Artgenossen und einze andere Tierarten trugen die ein oder andere Kampfspur von Lilly davon.
Lilly konnte auch „nett“, zumindest wenn sie es wollte und so lange sie wollte. Sie klettete sich gerne auf irgendwelchen Beinen fest und genoss es gestreichelt zu werden. Aber nur, solange sie wollte. Wenn der Katzenfreund nicht mehr hocken oder sitzen konnte und sich wagte zu entscheiden, dass es nun genug sei, dann hatte er nicht mit der Konsequenz von Lilly gerechnet 😼 Viele Menschen… 😼😾😸
Liebe Lilly, jetzt bist du wirklich weg, unfassbar. Danke dass du so lange Teil unserer Lebens warst 😘❤️🌈