Kultur Bezirk Mittelfranken

Kultur Bezirk Mittelfranken Der Bezirk Mittelfranken ist eine Gebietskörperschaft und bildet die dritte kommunale Ebene in Bayern.
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Eine Pflichtaufgabe der Bezirke ist die Kultur- und Heimatpflege, wofür das Kulturreferat zuständig ist. Die Aktionsfelder regionaler Kultur- und Heimatpflege sind der Unterhalt von Kultureinrichtungen, Veranstaltungen, Kulturförderung, Beratung, Vermittlung usw. Seit 2016 gehören auch Jugend- und Sportförderung sowie Regionalmanagement zu den Aufgaben des Kulturreferats.

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨30/39 Gründerzeit trifft NeubauAnfang des 19. Jahrhunderts war Fürth ein Zentrum der Kaffee-...
20/06/2026

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨

30/39 Gründerzeit trifft Neubau

Anfang des 19. Jahrhunderts war Fürth ein Zentrum der Kaffee-Ersatz-Produktion. Die 1812 gegründete Cichorienfabrik Georg Joseph Scheuer ließ 1875 von Georg Kißkalt ein Produktionsgebäude und 1882 ein repräsentatives Wohnhaus in Ecklage errichten. Die Sandsteinfassade, der Polygonalerker, der Zwerchgiebel, die Stuckdecke und das Treppenhaus zeugen von der Gründerzeit.

Das Wohnhaus ist bis heute erhalten und wird seit 1989 als Hort und Kindergarten genutzt. Bei der jüngsten Erweiterung wurde der Altbau umfassend saniert: Dach, Fassade, Innenräume und Stuckdetails wurden instand gesetzt, beschädigte Kapitelle nach Vorbild erneuert. Befundfenster dokumentieren die rekonstruierte Wandgestaltung.

Durch die sensible Verbindung von Alt- und Neubau bleibt das für die Wirtschaftsgeschichte Fürths bedeutende Gebäude dauerhaft erhalten.

Hier: Fürth, Mathildenstraße 40

Fotos: Julia Krieger / Bezirk Mittelfranken

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨29/39 Historische Schule modernisiert1908/09 errichtete die Stadt Erlangen in der Schillerst...
18/06/2026

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29/39 Historische Schule modernisiert

1908/09 errichtete die Stadt Erlangen in der Schillerstraße ein dreigeschossiges neobarockes Schulgebäude, das 1914 als "Marie-Therese-Gymnasium" eingeweiht wurde. Die breite Straßenfassade, Risalite, differenzierte Fensterreihen und die komplexe Dachlandschaft mit Dachreiter und Uhr erinnern an Schlossarchitektur. Figuren am Hauptportal und das Stadtwappen verweisen auf die ursprüngliche Funktion als Mädchenschule.

Mit wachsender Schülerzahl kamen über die Jahre Anbauten hinzu. Ab 2016 wurde das Gebäude bei laufendem Betrieb umfassend saniert: Brandschutz, Barrierefreiheit und energetische Maßnahmen wurden mit Denkmalschutz kombiniert. Historischer Bestand wie Dach, Fassade, Innenräume und die frühe Betonrippendecke in der Turnhalle wurden fachgerecht restauriert.

So verbindet die Maßnahme historischen Bestand mit moderner Nutzung.

Hier: Erlangen, Schillerstr. 12: Marie-Therese-Gymnasium

Fotos: Julia Krieger / Bezirk Mittelfranken

Rückblick: Museumsforum 2026 🏛Unter dem Motto "Stillstand ist Rückschritt - Neue Wege gemeinsam gehen" kamen am 12. Juni...
15/06/2026

Rückblick: Museumsforum 2026 🏛

Unter dem Motto "Stillstand ist Rückschritt - Neue Wege gemeinsam gehen" kamen am 12. Juni 2026 im Deutschen Hirtenmuseum Hersbruck zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Museen, Kulturinstitutionen und der Heimatpflege zusammen, um über Zukunftsperspektiven, Netzwerke und innovative Ansätze für die Museumsarbeit zu diskutieren.

Die interessanten Vorträge von Dr. Karin Falkenberg (Leiterin des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim) und Dr. Martin Spantig (Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern), die spannenden Erfahrungsberichte – unter anderem vom Museumscoaching für ehrenamtlich geführte Museen, vorgestellt u.a. durch Prof. Dr. Guido Fackler – sowie die Projektvorstellung „Der Koffer” durch Katrin Kasparek (Bezirk Mittelfranken) und der intensive Austausch zeigten: Auch mit begrenzten Ressourcen lassen sich gemeinsam neue Wege beschreiten. 🗨👥

Im Anschluss der Veranstaltung führte die Museumsleiterin Ingrid Pflaum durch das Deutsche Hirtenmuseum.

Vielen Dank an die Referentinnen und Referenten, sowie allen Beteiligten für die wertvollen Impulse und den gelungenen Nachmittag im Deutschen Hirtenmuseum in Hersbruck. 😊

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨28/39 Historische Stadtmauer erhaltenDie Pfarrstraße im Norden Erlangens war schon immer sta...
13/06/2026

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28/39 Historische Stadtmauer erhalten

Die Pfarrstraße im Norden Erlangens war schon immer stark frequentiert. Bis 1869 stand hier das Martinsbühler Tor, Reste der Stadtbefestigung sind in der Straße und im Mauerhaus Nr. 19 erhalten. Der zweigeschossige Walmdachbau integriert Sandsteinquader der Stadtmauer und ist teilweise verschiefert.

Ob ein Vorgängerbau schon 1718/19 oder erst 1761 entstand, ist unklar. Deutlich sichtbar ist jedoch, dass das Haus im Laufe der Zeit geteilt wurde: Die östliche Hälfte (Nr. 17) wurde 1763 verkauft. Seit 1894 befindet sich das Mauerhaus im Familienbesitz.

2020 übernahmen die heutigen Eigentümer den vernachlässigten Bau und machten ihn mit viel Eigenleistung wieder bewohnbar. Dach, Fenster und Türen wurden denkmalgerecht erneuert, historische Substanz freigelegt und die Innenwände gedämmt, um den Mauerverlauf sichtbar zu halten.

So bewahrt das Mauerhaus eindrucksvoll stadtgeschichtliche Substanz.

Hier: Erlangen, Pfarrstr. 19

Fotos: Julia Krieger / Bezirk Mittelfranken

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨27/39 Wahrzeichen mit WeitblickDas Herrieder Tor prägt mit seinem hohen Turm und den flankie...
11/06/2026

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27/39 Wahrzeichen mit Weitblick

Das Herrieder Tor prägt mit seinem hohen Turm und den flankierenden Bauten bis heute das Stadtbild von Ansbach. Seit dem 15. Jahrhundert mehrfach umgestaltet, erhielt die Anlage im 18. Jahrhundert ihre heutige Gestalt mit oktogonalem Turm, Welscher Haube und seitlichen Pavillons.

Massive Witterungsschäden machten ab 2022 eine Generalsanierung erforderlich. Dachdeckung, Tragwerk und Fassade waren stark beeinträchtigt; nahezu die Hälfte der Traghölzer im Trumdach musste ersetzt werden. Auch spätere Einbauten und ungeeignete Materialien wurden korrigiert.

Der große Aufwand bleibt äußerlich dezent, sichert jedoch dauerhaft den Erhalt dieses bedeutenden Wahrzeichens.

Hier: Ansbach, Uzstraße 30: Herrieder Tor

Fotos: Julia Krieger / Bezirk Mittelfranken

Ein paar Impressionen vom gestrigen UNESCO-Welterbetag im Burgstallwald bei Gunzenhausen!✨Die Limesfachberatung des Bezi...
08/06/2026

Ein paar Impressionen vom gestrigen UNESCO-Welterbetag im Burgstallwald bei Gunzenhausen!✨

Die Limesfachberatung des Bezirks Mittelfranken, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, die Bayerische Forstverwaltung sowie die Bayerischen Staatsforsten und die Stadt Gunzenhausen hatten zu einem Aktionstag nach Gunzenhausen eingeladen.

Es gab tolle Stände und Mitmachaktionen, spannende Führungen und Geschichten über das Leben an der römischen Grenze - erzählt Martin Ellrodt. Sogar ein echter Römer war mit dabei! 😉

Auch das POP-UP!-Mobil des Bezirks Mittelfranken war vor Ort. Dort konnten die Besucherinnen und Besucher bei einem Quiz ihr Wissen rund um den Limes testen. 💭📝

Für diesen gelungenen Tag geht ein herzliches Dank an 😊

gunzenhausen





✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨26/39 Mühle aus dem DornröschenschlafAm Rand von Windischhausen im Rohrachtal steht die 1641...
06/06/2026

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨

26/39 Mühle aus dem Dornröschenschlaf

Am Rand von Windischhausen im Rohrachtal steht die 1641 erstmals erwähnte Mittelmühle. Das heutige Hauptgebäude entstand 1709/10, ein Umbau 1898 ist noch am Türsturz ablesbar. 1971 traf die Mittelmühle ein weiterer Schicksalsschlag: Ein Brand zerstörte das benachbarte Sägewerk, kurz darauf folgten Zwangsversteigerung und jahrzehntelanger Leerstand.

Seit 2009 haucht eine engagierte Familie der Anlage mit großer Eigenleistung neues Leben ein. Trotz massiver Schäden, verschobenem Dachstuhl und statischen Problemen, gelang eine denkmalgerechte Instandsetzung. Historsiche Bauteile wurden bewahrt, Fassaden und Details sorgfältig erneuert.

Heute ist die Mittelmühle wieder ein lebeniger Ort und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Beharrlichkeit und Fachkenntnis historische Bausubstanz in eine sichere Zukunft führen können.

Hier: Treuchtlingen-Windischausen Nr. 73, Mittelmühle (Lkr. WUG-GUN)

Fotos: Julia Krieger / Bezirk Mittelfranken

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨25/39 Geschichte neu belebtDirekt gegenüber dem Rathaus prägt das sogenannte Stauss-Haus sei...
04/06/2026

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25/39 Geschichte neu belebt

Direkt gegenüber dem Rathaus prägt das sogenannte Stauss-Haus seit Jahrhunderten die Gunzenhausener Altstadt. Der zweigeschossige Bau mit Schweifgiebel in markanter Ecklage blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Das Nebengebäude entstand 1716, der Hauptbau bereits 1619 und erhielt 1912/13 sein heutiges Erscheinungsbild.

Nach langem Leerstand, Wasserschaden und Brand war der Sanierungsbedarf ernorm. Statik und Fassaden wurden gesichert, historische Details wie Schaufensterfront, Türstöcke und stuckierte Kassetten sorgfältig restauriert.

Heute vereint das Gebäude energetisch ertüchtigten Wohnraum mit erhaltener historischer Substanz - ein gelungenes Beispiel für die Revitalisierung wertvoller Altstadtarchitektur.

Hier: Gunzenhausen, Rathausstraße 1 - 3 (Lkr. WUG-GUN)

Fotos: Julia Krieger / Bezirk Mittelfranken

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨24/39 Wie Phöenix aus der AscheMitten im historischen Zentrum von Röthenbach liegt in einer ...
30/05/2026

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24/39 Wie Phöenix aus der Asche

Mitten im historischen Zentrum von Röthenbach liegt in einer ansteigenden Kurve eine ehemalige Hofstelle mit Wohnstallhaus, Tenne und Scheune. Der unscheinbare Sandsteinbau mit Steilsatteldach stand seit den 1980er-Jahren leer, war stark verfallen und vom Abbruch bedroht. Erst eine Machbarkeitsstudie eröffnete eine Zukunft: Ein Nutzungskonzept mit Mietwohnungen machte die Sanierung möglich.

Die umfassende Instandsetzung umfasste statische Sicherung, Rückbau auf die historische Substanz und genaue Befundung. Eine dendrochronologische Untersuchung brachte Überraschendes zutage: Teile des Erdgeschosses und Dachwerks konnten auf 1555 datiert werden - deutlich älter als angenommen. Diese Befunde wurden sogfältig restauriert, übrige Bereiche denkmalgerecht erneuert.

So wurde eines der ältesten Gebäude des Ortes bewahrt, das nach der Zerstörung im Zweiten Markgrafenkrieg als früherer Wiederaufbau entstand - heute ein eindrucksvoll revitalisiertes Baudenkmal. Die Maßnahme ermöglichte dem Gebäude ein zweites Mal wie Phöenix aus der Asche zu steigen.

Hier: Wendelstein-Röthenbach bei St. Wolfgang, Alte Salzstraße 27 (Lkr. RH)

Fotos: Julia Krieger / Bezirk Mittelfranken

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨23/39 Ein lokales Relikt wurde bewahrtIn Jahrsdorf bei Hilpoltstein sind nur wenige historis...
28/05/2026

✨🏛 DENKMALPRÄMIERUNG 2025 🏛✨

23/39 Ein lokales Relikt wurde bewahrt

In Jahrsdorf bei Hilpoltstein sind nur wenige historische Bauernhäuser erhalten. Dazu zählt ein regionaltypisches Wohnstallhaus des 18. oder 19. Jahrhunderts, wohl spätestens seit 1842 bestehend. Der eingeschossige Bau war bei der Übernahme stark geschädigt: undichtes Dach, geschwächtes Tragwerk, Feuchte- und Schädlingsbefall sowie ungeeignete frühere Umbauten.

Mit großem Engagement setzten die neuen Eigentümer das Haus instand. Mängel wurden behoben, Überfromungen zurückgenommen und der Nordgiebel weitgehend erneuert. Historische Elemente wie Fachwerk, Decken und Rauchküche blieben erhalten und wurden behutsam ergänzt. Auch das Kellergewölbe wurde saniert und neu gesetzt.

So konnte eines der letzten prägenden Wohnstallhäuser des Ortes dauerhaft bewahrt werden.

Hier: Hilpoltstein-Jahrsdorf, A22 (Lkr. RH)

Fotos: Julia Krieger / Bezirk Mittelfranken

Adresse

Danziger Str. 5
Ansbach
91522

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