24/09/2025
Liebe Freundinnen und Freunde des Freibads aus Amorbach und den umliegenden Gemeinden. Wieder geht eine Saison zu Ende, nach sehr warmem Start im Mai dann leider mit eher durchwachsenem Wetter. Die Bäume hat es gefreut, aber die Besucherzahlen waren natürlich nicht ganz so toll. Immerhin haben wir die magischen 20.000 geknackt und am letzten Wochenende sind doch noch mal etliche Gäste gekommen. Sehr schön - wir hoffen, Ihr hatte eine gute Zeit!
Die Mitglieder des Vereins machen sich jetzt bald an die Arbeit, um das Bad einzuwintern - vielleicht rufen wir dafür auch noch mal um Hilfe 😄.
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um unsere Stellungnahme aus dem aktuellen Amtsblatt (KW39/2025) an dieser Stelle zu wiederholen. Und wenn Ihr aus Weilbach, Kirchzell oder Schneeberg kommt und Euch unsere Argumentation überzeugt, dann sprecht doch gern bei Gelegenheit Eure Gemeindevertreter an und erzählt ihnen, wie wichtig das Freibad "Bayerischer Odenwald" für Euch ist. Vielleicht ändert das die ein oder andere Sichtweise und hilft, das Freibad langfristig zu erhalten. Denn ob die Stadt Amorbach das auf Dauer alleine stemmen kann, ist leider nicht sichergestellt - trotz der Arbeit des Vereins, der vielen Unterstützer und der großzügigen Spenden.
Stellungnahme zum Bericht „Spende zugunsten der Schwimmbadfreikarten“ im Amtsblatt 2025-KW37
Der Verein Freunde des Freibades Amorbach 1921 wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, das Freibad in unserer Region dauerhaft zu erhalten. Seitdem unterstützen wir als Förderverein den Betreiber – die Stadt Amorbach – mit über 600.000 Euro an finanziellen Mitteln sowie hunderten ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Allein in diesem Jahr bringen wir rund 50.000 Euro auf, damit der Badebetrieb gesichert bleibt. Zu den finanzierten Maßnahmen zählen unter anderem die Sanierung der Filteranlage (20.000 Euro), der Beckenanstrich mit Erneuerung der Überlaufrinne (10.000 Euro) sowie die Erneuerung der Chlortechnik.
Trotzdem bleibt der Unterhalt des Bades eine große finanzielle Herausforderung für die Stadt Amorbach. Unser Dank gilt daher Bürgermeister Peter Schmitt und dem Stadtrat für ihre uneingeschränkte Unterstützung – ein klares Bekenntnis zur Bedeutung des Freibades für die gesamte Region. Denn dieses Bad ist ein Gewinn an Lebensqualität, nicht nur für Amorbach, sondern auch für die Bürger aller Nachbargemeinden.
Wir sind dankbar für die seitens der Marktgemeinden Schneeberg und Weilbach bereits gewährleistete finanzielle Unterstützung. Gleichzeitig bedauern wir die Entscheidung der Nachbargemeinden, die einstige Unterstützung für die Zukunft abzulehnen. Ebenfalls bedauern wir, dass sich der Markt Kirchzell gänzlich zurückzog. Angesichts der anstehenden Sanierungsmaßnahmen und der damit verbundenen Investitionsnotwendigkeiten ist eine langfristige, verlässliche Finanzplanung unerlässlich, um Betriebssicherheit, Qualität der Badeangebote und die Attraktivität des Freibades für die gesamte Region dauerhaft zu gewährleisten.
Die Entscheidung der Gemeinde Weilbach, ihren Jugendlichen eine Jahreskarte zu finanzieren, ist aus unserer Sicht ein zweischneidiges Schwert. Den Jugendlichen sei dieses gegönnt, aber unsere Badeaufsicht und das Fördervereinsteam werden regelmäßig mit der Frage konfrontiert, warum Amorbacher Jugendliche keine vergleichbare Förderung erhalten. Die Antwort ist klar: Die Stadt Amorbach bezuschusst jeden einzelnen Eintritt ohnehin bereits mit rund 5 Euro – nur klingt das natürlich weniger „werbewirksam“ als kostenlose Eintrittskarten.
Unser großer Dank gilt den vielen privaten Spendern und regionalen Unternehmen, die unsere Arbeit mit großzügigen Beiträgen unterstützen. Von den Nachbarkommunen wünschen wir uns ein entsprechendes, deutlich spürbares Engagement, das dem tatsächlichen Nutzen des Bades für ihre Bürger gerecht wird.
Die Begeisterung und der Zuspruch zufriedener Badegäste aus der ganzen Region zeigen uns jeden Tag, dass sich unser Einsatz lohnt – und dass dieses Bad es wert ist, gemeinsam erhalten zu werden.
Für den Vorstand des Fördervereins Freibad Amorbach 1921
Matthias Bauer, Ciske Busch, Klaus Sartorius