10/03/2026
Viel Arbeit im Brand- und Katastrophenschutz
Björn Jestrimsky zieht erste Bilanz
Kreis Altenkirchen. Nach rund neun Monaten im Amt hat Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Björn Jestrimsky 👨🚒 in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses eine erste Bilanz seiner Arbeit vorgelegt. Dabei nahm Landrat Dr. Enders in seinen einleitenden Worten bereits eine der wichtigsten Erkenntnisse vorweg: „Es war richtig und wichtig, ins Hauptamt zu gehen.“ Denn in der Tat machte der Bericht des Gebhardshainers deutlich, dass die Steuerung und Koordination der Aufgaben ehrenamtlich nicht mehr zu leisten ist und zugleich Szenarien wie längere Stromausfälle, große Waldbrände oder epidemische Lagen jederzeit auch das AK-Land treffen können.
🔎Begonnen hat der erste hauptamtliche BKI in der Geschichte des Kreises im vergangenen Jahr mit einer Bestandsaufnahme des Brand- und Katastrophenschutzes im Kreis. Unzählige Gespräche wurden mit anderen Behörden und Partnern in der Gefahrenabwehr geführt, um Schnittstellen und Zuständigkeiten zu definieren sowie Bedarfe abzuklären.
🚨Ein zentrales Ergebnis dieser Analyse fiel sehr ernüchternd aus: „Wir sind in manchen Bereichen noch vor 2021“, stellte Jestrimsky im Ausschuss klar. 2021, das Jahr der Flutkatastrophe im Ahrtal, gilt bekanntlich als eine Art Wendepunkt im Katastrophenschutz – hin zu deutlich professionelleren Strukturen. Der BKI führte den Kommunalpolitikern eine Art Mängelliste vor Augen, darauf u.a. zu finden:
👎Keine Bedarfs- und Entwicklungsplanung
👎Keine Risikoanalyse und Schutzzieldefinition
👎Fehlende bzw. unzureichende Alarm- und Einsatzplanung
👎Keine Versorgungsplanung für die Bevölkerung
💬„Das wiederum heißt aber nicht, dass wir nicht einsatzfähig sind“, betonte Jestrimsky mit Verweis auf die gut aufgestellten Einsatzkräfte in den Verbandsgemeinden. Mit den Wehrleitern gebe es eine hervorragende Zusammenarbeit.
🚒Der BKI hat aus der Bestandsaufnahme eine Prioritätenliste für sich selbst erstellt, damit zunächst einmal die Pflichtaufgaben im Brand- und Katastrophenschutz abgearbeitet sind. Dazu gehören neben der Herstellung der operativ-taktischen Leistungsfähigkeit zum Beispiel auch die Inbetriebnahme des Stabsraums in der Kreisverwaltung und Projektarbeiten (digitale Alarmierung, Fahrzeugbeschaffung etc.). Klar wurde dabei, dass es noch eine gewisse Zeit dauert, bis die notwendige Organisations- und Personalstruktur erreicht ist.
💬„Das Ergebnis der laufenden Bedarfs- und Entwicklungsplanung wird uns detailliert zeigen, wo wir ergänzen müssen. Mit diesen Ergebnissen rechnen wir im November 2026“, so Jestrimsky abschließend.
Brand- und Katastrophenschutz Landkreis Altenkirchen/Ww.