Altdorf bei Nürnberg, September 1632 - es tobt der 30jährige Krieg. Der Feldherr Albrecht von Wallenstein schlägt mit seinem 100.000 Mann starken Heer König Gustav Adolf II. von Schweden zurück. Ein Großteil dieses Heeres bestand aus Söldnern - gequält von Hunger, Läusen, Syphilis und der Pest. Die Söldner des Dreißigjährigen Krieges scheinen alle schlechten Eigenschaften zu vereinen: Brutalität,
Raublust, Profitgier gepaart mit Illoyalität und der ständigen Bereitschaft bei besserer Bezahlung die Seiten zu wechseln. Weil der Sold ausblieb und es an der ordnungsgemäßen Verpflegung haperte - desertieren jedoch nicht in Frage kam - formierte sich der eigenständige Söldnertrupp "Die Vogelfreyen". Begleitet von Ehefrauen und Huren, holten sie sich von nun an gewaltsam, was ihnen zuvor nicht mehr gegeben wurde. Es galt die wallenstein´sche Devise: "Der Krieg ernährt den Krieg!". Für all die Furchtlosen, welche sich 2022, vorbei an den grimmigen Landsknechten, bis nach Altdorf durchschlagen können: Das Lager der "Vogelfreyen" befindet sich am Unteren Markt, gegenüber dem Kulturrathaus. Der Heilige Sebastian steh uns bei!