Stolpersteine by Gunter Demnig

Stolpersteine by Gunter Demnig - das größte dezentrale KunstDenkmal der Welt

𝗡𝗲𝘂𝗲𝘀 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗯𝘂𝗰𝗵 „𝗟𝗮𝘀𝘁 𝗞𝗻𝗼𝘄𝗻 𝗔𝗱𝗱𝗿𝗲𝘀𝘀“: 𝗪𝗶𝗲 𝗞𝗮𝘁𝗵𝘆 𝗞𝗮𝗰𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻 𝗵𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗼𝗹𝗽𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗳ü𝗿 𝗷𝘂𝗻𝗴𝗲 𝗟𝗲𝘀𝗲𝗿 𝗹𝗲𝗯𝗲𝗻𝗱𝗶...
14/04/2026

𝗡𝗲𝘂𝗲𝘀 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗯𝘂𝗰𝗵 „𝗟𝗮𝘀𝘁 𝗞𝗻𝗼𝘄𝗻 𝗔𝗱𝗱𝗿𝗲𝘀𝘀“: 𝗪𝗶𝗲 𝗞𝗮𝘁𝗵𝘆 𝗞𝗮𝗰𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻 𝗵𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗼𝗹𝗽𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗳ü𝗿 𝗷𝘂𝗻𝗴𝗲 𝗟𝗲𝘀𝗲𝗿 𝗹𝗲𝗯𝗲𝗻𝗱𝗶𝗴 𝗺𝗮𝗰𝗵𝘁

Kurz vor Jom HaSchoa, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust (in diesem Jahr vom 15. bis 16. April), hat die preisgekrönte kanadische Kinderbuchautorin Kathy Kacer ihr neues Buch „Last Known Address“ veröffentlicht – ein Werk, das eindrucksvoll zeigt, wie wichtig gelebte Erinnerung ist.
Seit vielen Jahren widmet sich Kacer der Aufgabe, Kindern und Jugendlichen den Holocaust näherzubringen. Mehr als 30 Bücher sind aus diesem Engagement hervorgegangen. In ihrem neuesten Werk wählt sie einen besonders eindringlichen Ansatz: Sie stellt die Stolpersteine in den Mittelpunkt – und vor allem die Menschen, deren Namen dort festgehalten sind. So erzählt sie die Geschichten hinter den Namen, denen wir im Alltag begegnen – leise, aber unübersehbar.
Ausgehend von diesen Orten zeichnet Kacer die Lebenswege von Anne Frank sowie zwölf weiteren Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung nach. Viele von ihnen sind heute kaum noch bekannt – und genau darin liegt die besondere Stärke des Buches: Es macht aus anonymen Namen wieder Menschen mit individuellen Schicksalen.
Dabei erweitert sie bewusst die Perspektive: Neben jüdischen Opfern erinnert sie auch an andere Verfolgte des NS-Regimes – darunter ein Roma-Paar, ein homosexueller Mann und ein geistig beeinträchtigter Junge. So wird deutlich, wie umfassend und vielschichtig die Verfolgung war.
Einige der Porträtierten überlebten – darunter Vera Katz Schiff und Salman Schocken. Ihre Lebensgeschichten stehen für Hoffnung, aber auch für die bleibende Verantwortung, Erinnerung weiterzutragen.
In einem Podcast-Gespräch berichtet Kacer von ihrer intensiven Recherche und davon, warum sie weiterhin vor Tausenden von Schülerinnen und Schülern spricht (https://thecjn.ca/news/on-yom-hashoah-kathy-kacer-explores-13-victims-of-nazi-persecution-jewish-and-beyond/). Ihre Überzeugung: Erinnerung muss lebendig bleiben – gerade für die nächsten Generationen.
„Last Known Address“ macht deutlich, wie eng unsere Gegenwart mit der Vergangenheit verbunden ist. Das Buch holt die Geschichten hinter den Stolpersteinen zurück ins Bewusstsein – dorthin, wo sie hingehören: mitten in unser Leben.

𝟮𝟳. 𝗝𝗮𝗻𝘂𝗮𝗿 – 𝗧𝗮𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗚𝗲𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻𝘀 𝗮𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗢𝗽𝗳𝗲𝗿 𝗱𝗲𝘀 𝗡𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝘀𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀Heute gedenken wir der Millionen Menschen, die währen...
27/01/2026

𝟮𝟳. 𝗝𝗮𝗻𝘂𝗮𝗿 – 𝗧𝗮𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗚𝗲𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻𝘀 𝗮𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗢𝗽𝗳𝗲𝗿 𝗱𝗲𝘀 𝗡𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝘀𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀

Heute gedenken wir der Millionen Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 – ein Symbol für das unermessliche Leid und zugleich eine Mahnung an unsere Verantwortung in der Gegenwart.
Die Verbrechen des Nationalsozialismus begannen nicht in den Lagern. Sie begannen mitten in unseren Städten und Dörfern, vor ganz normalen Häusern, mit der Ausgrenzung von Nachbarinnen und Nachbarn. Menschen verschwanden aus ihrem Alltag: jüdische Familien, politisch Verfolgte, Sinti*zze und Rom*nja, Menschen mit Beeinträchtigungen, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und viele andere.
Die Stolpersteine bringen diese Geschichte zurück an genau diese Orte. Sie erinnern an Menschen, mit Namen, Lebensdaten und Schicksalen. Jeder Stolperstein steht für ein Leben – und gegen das Vergessen. Wer sich bückt, um einen Stolperstein zu lesen, hält inne und verbeugt sich vor den Opfern. Die Erinnerung wird konkret, persönlich und greifbar.
Als STIFTUNG – SPUREN – Gunter Demnig sehen wir Erinnerungsarbeit nicht als Rückblick allein, sondern als Auftrag für heute. In einer Zeit, in der antisemitische, rassistische und menschenfeindliche Haltungen wieder lauter werden, ist das bewusste Erinnern wichtiger denn je. Geschichte wiederholt sich nicht automatisch – aber sie kann sich wiederholen, wenn wir wegsehen.
Der 27. Januar ist ein Tag des stillen Gedenkens. Und zugleich ein Tag, an dem wir uns fragen müssen, welche Spuren wir selbst hinterlassen wollen: im Umgang miteinander, in unserer Haltung, in unserem Engagement für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft.

Erinnern heißt Verantwortung übernehmen.
Heute... und an jedem anderen Tag.






𝗚𝗲𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗮𝗿 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻: 𝗦𝘁𝗼𝗹𝗽𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗶𝗻-𝗕𝗿𝗶𝗲𝗳𝗺𝗮𝗿𝗸𝗲 𝗮𝗯 𝟰. 𝗗𝗲𝘇𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿 𝗲𝗿𝗵ä𝗹𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵Heute erscheint eine besondere Briefmarke, di...
04/12/2025

𝗚𝗲𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗮𝗿 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻: 𝗦𝘁𝗼𝗹𝗽𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗶𝗻-𝗕𝗿𝗶𝗲𝗳𝗺𝗮𝗿𝗸𝗲 𝗮𝗯 𝟰. 𝗗𝗲𝘇𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿 𝗲𝗿𝗵ä𝗹𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵

Heute erscheint eine besondere Briefmarke, die den Stolpersteinen gewidmet ist. Mit dieser neuen Marke wird ein deutliches Zeichen für Erinnerung, Respekt und historische Verantwortung gesetzt. Jeder verschickte Brief kann damit einen kleinen Beitrag leisten, das Gedenken an die Opfer des NS-Regimes weiterzutragen und sichtbar zu machen.
Die Briefmarke würdigt das europaweite Kunst- und Mahnmalprojekt von Gunter Demnig, macht die Geschichten hinter den Stolpersteinen noch bekannter und erinnert uns daran, dass Erinnerungskultur im Alltag beginnt – auch im ganz Kleinen. Wir freuen uns sehr über diese Initiative und darauf, die neue Briefmarke selbst zu nutzen.

𝟵.-𝟭𝟬. 𝗡𝗼𝘃𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟯𝟴 – 𝗗𝗶𝗲 𝗡𝗼𝘃𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿𝗽𝗼𝗴𝗿𝗼𝗺𝗲In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 begann in Deutschland und Österr...
09/11/2025

𝟵.-𝟭𝟬. 𝗡𝗼𝘃𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟯𝟴 – 𝗗𝗶𝗲 𝗡𝗼𝘃𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿𝗽𝗼𝗴𝗿𝗼𝗺𝗲

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 begann in Deutschland und Österreich ein offener Ausbruch antisemitischer Gewalt: Synagogen wurden in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert und zerstört, Menschen misshandelt, gedemütigt, verhaftet und ermordet.
Über 30.000 jüdische Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt – vor allem nach Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen. Die nationalsozialistische Führung hatte diese Gewaltwelle bewusst organisiert – sie war kein spontaner Ausbruch, sondern ein staatlich gelenkter Angriff auf die jüdische Bevölkerung.
Die Novemberpogrome markieren den Übergang von Diskriminierung und Entrechtung zur offenen Vernichtungspolitik gegen Jüdinnen und Juden – und damit den Beginn des Weges in die Shoah.
Der 9. November ist in Deutschland zu einem zentralen Tag der Erinnerung geworden. Überall im Land finden Gedenkveranstaltungen statt – mit Kranzniederlegungen, Lichteraktionen, Lesungen, Stolperstein-Putzaktionen und stillen Momenten des Innehaltens.
Orte wie die zerstörte Synagoge in der Fasanenstraße in Berlin, die Synagoge in Frankfurt am Main, aber auch viele lokale Erinnerungsstätten halten die Namen und Geschichten der Opfer lebendig. Jährlich wird am 9. November bundesweit an den Pogrom erinnert – mit Kranzniederlegungen, Lichteraktionen, Stolperstein-Putzaktionen und Lesungen.
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zeigt, wie schnell Worte zu Taten werden können, wenn Hass und Ausgrenzung unwidersprochen bleiben.
Das Gedenken an die Novemberpogrome erinnert uns daran, Zivilcourage zu zeigen, jeder Form von Antisemitismus entschieden entgegenzutreten und für eine Gesellschaft einzustehen, in der Vielfalt, Respekt und Menschlichkeit gelebt werden.

𝟮𝟴.-𝟮𝟵. 𝗢𝗸𝘁𝗼𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟯𝟴 – 𝗗𝗶𝗲 „𝗣𝗼𝗹𝗲𝗻𝗮𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻“Im Oktober 1938 kam es zu einer schockierenden Eskalation der jüdischen Verfolgu...
29/10/2025

𝟮𝟴.-𝟮𝟵. 𝗢𝗸𝘁𝗼𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟯𝟴 – 𝗗𝗶𝗲 „𝗣𝗼𝗹𝗲𝗻𝗮𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻“

Im Oktober 1938 kam es zu einer schockierenden Eskalation der jüdischen Verfolgung im Deutschen Reich: Über Nacht verhaftete das NS-Regime etwa 17.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit und trieb sie aus ihren Wohnungen zu Sammelstellen und in Sonderzügen an die deutsch-polnische Grenze. Manche Familien wurden ohne Vorwarnung getrennt, viele mussten nahezu alles zurücklassen – ihr Eigentum, ihr Zuhause, ihre Sicherheit.
Die Aktion war kein isolierter Akt von Willkür, sie war ein gezielter Tabubruch und eine Art Generalprobe für die späteren Massendeportationen und Vernichtungspolitiken. Behörden wie Gestapo, Polizei und Innenministerium arbeiteten zusammen, um diese erzwungene Ausweisung zu realisieren.
Wenn wir heute zurückblicken, müssen wir nicht nur die Opfer ehren, sondern uns auch fragen: Wie konnte eine Gesellschaft so schnell Gleichgültigkeit oder gar Zustimmung gegenüber solchen Taten entwickeln? Erinnerung heißt nicht nur Trauer, sondern auch Wachsamkeit. Denn Entmenschlichung beginnt oft mit Unterdrückung und Ausgrenzung und endet im schlimmsten Fall in Vertreibung und Vernichtung.

𝟭𝟴.–𝟮𝟱. 𝗢𝗸𝘁𝗼𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟰𝟭 – 𝗕𝗲𝗴𝗶𝗻𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗗𝗲𝗽𝗼𝗿𝘁𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝗮𝘂𝘀 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱Im Oktober 1941 setzte das nationalsozialistische Regime ...
20/10/2025

𝟭𝟴.–𝟮𝟱. 𝗢𝗸𝘁𝗼𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟰𝟭 – 𝗕𝗲𝗴𝗶𝗻𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗗𝗲𝗽𝗼𝗿𝘁𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝗮𝘂𝘀 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱

Im Oktober 1941 setzte das nationalsozialistische Regime einen grausamen neuen Schritt: Aus deutschen Städten wie Hamburg wurden systematisch Jüdinnen und Juden in Ghettos und Lager im Osten deportiert. Am 25. Oktober 1941 verließ der erste große Deportationstransport aus Hamburg mit über 1.000 Männern, Frauen und Kindern den Hannoverschen Bahnhof in Richtung Litzmannstadt (Łódź). Begleitet wurden sie nicht nur von Behörden wie der Gestapo und dem Reichssicherheitshauptamt, sondern auch von Mitwirkenden aus lokalen Stellen, die die Organisation, die „Aufforderung zur Evakuierung“, die Verteilung von Sammelstellen sowie die Rekrutierung von Einsatzlisten übernahmen.
Was damals begann, war viel mehr als Deportation: Es war der Übergang von Ausgrenzung und Diskriminierung zur physischen Vernichtung. Jüdische Familien – Männer, Frauen, Kinder – verloren ihr Zuhause, ihre Rechte und bald auch ihr Leben. Die Transporte rollten mitten aus deutschen Städten. Dies geschah oft, ohne dass viele Menschen außerhalb der betroffenen Gemeinschaften reagierten.
Wenn wir heute daran erinnern, dann nicht nur, um der Opfer zu gedenken, sondern auch, um die Verantwortung sichtbar zu halten – die der Täter, der Mitläufer und der Gesellschaft insgesamt. Schweigen, Wegsehen oder Verharmlosen können Wege öffnen, die wir niemals vergessen dürfen.

Bold (sans):𝟭𝟰. 𝗢𝗸𝘁𝗼𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟯𝟯 – 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱 𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗺 𝗩ö𝗹𝗸𝗲𝗿𝗯𝘂𝗻𝗱 𝗮𝘂𝘀Am 14. Oktober 1933 kündigte Deutschland seinen A...
14/10/2025

Bold (sans):
𝟭𝟰. 𝗢𝗸𝘁𝗼𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟯𝟯 – 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱 𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗺 𝗩ö𝗹𝗸𝗲𝗿𝗯𝘂𝗻𝗱 𝗮𝘂𝘀

Am 14. Oktober 1933 kündigte Deutschland seinen Austritt aus dem Völkerbund und der Abrüstungskonferenz an – ein klarer Bruch mit dem internationalen System, das nach dem Ersten Weltkrieg geschaffen worden war, um Frieden zu sichern und grenzüberschreitende Verständigung zu fördern. Hi**er stellte diesen Schritt als Akt nationaler Würde dar, als eine Rückgabe von Selbstbestimmung. Doch hinter der Inszenierung stand etwas anderes: Mit dem Rückzug war auch eine bewusste Abkehr von demokratischen Prinzipien und internationaler Verantwortung verbunden. Deutschland isolierte sich, verabschiedete sich von Kontrollmechanismen und ebnete damit einen der Wege in die Radikalisierung, die letztlich in Krieg und Völkermord mündeten. Heute, viele Jahrzehnte später, erinnert uns dieses Ereignis daran, wie gefährlich es ist, wenn Staaten sich einseitig von internationalen Verpflichtungen lösen – und wie wertvoll Solidarität, Diplomatie und ziviler Einsatz sind, um Frieden zu bewahren.

𝗔𝗻𝗳𝗮𝗻𝗴 𝗢𝗸𝘁𝗼𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟰𝟯 – 𝗥𝗲𝘁𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗱ä𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗝ü𝗱𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗝𝘂𝗱𝗲𝗻Am 1. Oktober 1943 begann in Dänemark eine außergewöhnlich...
06/10/2025

𝗔𝗻𝗳𝗮𝗻𝗴 𝗢𝗸𝘁𝗼𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟵𝟰𝟯 – 𝗥𝗲𝘁𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗱ä𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗝ü𝗱𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗝𝘂𝗱𝗲𝗻

Am 1. Oktober 1943 begann in Dänemark eine außergewöhnliche Rettungsaktion: Die dänische Bevölkerung brachte über 7.000 jüdische Mitbürger:innen mit Fischerbooten über den Öresund nach Schweden in Sicherheit. Diese Aktion wurde durch einen Hinweis des deutschen Diplomaten Georg Ferdinand Duckwitz ermöglicht, der die geplante Verhaftung der jüdischen Bevölkerung an die dänische Regierung weitergab. Dank des Mutes und der Solidarität vieler Dänen konnten nahezu alle jüdischen Bürger:innen Dänemarks dem sicheren Tod entkommen. Es war eine der erfolgreichsten Rettungsaktionen des Holocausts und ein beeindruckendes Beispiel für zivilen Widerstand.

𝟮𝟯. 𝗔𝘂𝗴𝘂𝘀𝘁 𝟭𝟵𝟯𝟵 – 𝗛𝗶𝘁𝗹𝗲𝗿 𝗦𝘁𝗮𝗹𝗶𝗻 𝗣𝗮𝗸𝘁 (𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁𝗮𝗻𝗴𝗿𝗶𝗳𝗳𝘀𝗽𝗮𝗸𝘁):Am 23. August 1939 unterzeichnen Außenminister Joachim von Ribb...
23/08/2025

𝟮𝟯. 𝗔𝘂𝗴𝘂𝘀𝘁 𝟭𝟵𝟯𝟵 – 𝗛𝗶𝘁𝗹𝗲𝗿 𝗦𝘁𝗮𝗹𝗶𝗻 𝗣𝗮𝗸𝘁 (𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁𝗮𝗻𝗴𝗿𝗶𝗳𝗳𝘀𝗽𝗮𝗸𝘁):

Am 23. August 1939 unterzeichnen Außenminister Joachim von Ribbentrop und Wjatscheslaw Molotow in Moskau offiziell den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt – bekannt als Hi**er Stalin Pakt. Begleitend gibt es ein geheimes Zusatzprotokoll, das Osteuropa in deutsche und sowjetische Interessenszonen aufteilt, darunter die Aufteilung Polens und die Kontrolle über baltische Staaten, Bessarabien und Finnland.
Die Nachricht trifft Europa wie eine Bombe – der Pakt sichert Hi**er die sowjetische Neutralität und öffnet den Weg für den deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939. Für Stalin ist es strategisch: Sowjetische Expansion ohne direkten Krieg mit Deutschland. Die Folge war die grausame Besatzungspolitik in Polen, Massaker durch die Wehrmacht und dem NKWD, sowie später die sowjetische Invasion Ostpolens ab dem 17. September. Der Pakt wird am 22. Juni 1941 gebrochen, als Hi**er die Sowjetunion überfällt.

𝟭𝟳. – 𝟮𝟳. 𝗔𝘂𝗴𝘂𝘀𝘁 𝟭𝟵𝟯𝟴 – 𝗥ü𝗰𝗸𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁 𝗚𝗲𝗻𝗲𝗿𝗮𝗹 𝗟𝘂𝗱𝘄𝗶𝗴 𝗕𝗲𝗰𝗸:General Ludwig Beck, Chef des Generalstabs, versucht ab Anfang Aug...
18/08/2025

𝟭𝟳. – 𝟮𝟳. 𝗔𝘂𝗴𝘂𝘀𝘁 𝟭𝟵𝟯𝟴 – 𝗥ü𝗰𝗸𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁 𝗚𝗲𝗻𝗲𝗿𝗮𝗹 𝗟𝘂𝗱𝘄𝗶𝗴 𝗕𝗲𝗰𝗸:

General Ludwig Beck, Chef des Generalstabs, versucht ab Anfang August, ein Treffen bedeutender Generäle gegen Hi**ers Kriegsvorbereitung (Fall Grün/Tschechoslowakei) zu organisieren. Am 4. August treffen sich führende Generäle, die einen Krieg für katastrophal halten. Wegen dieses Widerstands fordert Hi**er Becks Entfernung und fordert seinen Rücktritt. Dieser bittet offiziell am 18. August um Enthebung – ab dem 27. August übergibt er seine Geschäfte an General Halder. Der Rücktritt wird nicht publik gemacht, um öffentliches Aufsehen zu vermeiden. Beck bleibt formal bis 1. November im Dienst.

𝟯. – 𝟭𝟵. 𝗔𝘂𝗴𝘂𝘀𝘁 𝟭𝟵𝟯𝟰 – 𝗩𝗼𝗹𝗸𝘀𝗮𝗯𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘂𝗻𝗴 𝘇𝘂𝗿 Ä𝗺𝘁𝗲𝗿𝘃𝗲𝗿𝗲𝗶𝗻𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴:Bereits am 3. August ruft Hi**er eine Volksabstimmung aus — ...
04/08/2025

𝟯. – 𝟭𝟵. 𝗔𝘂𝗴𝘂𝘀𝘁 𝟭𝟵𝟯𝟰 – 𝗩𝗼𝗹𝗸𝘀𝗮𝗯𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘂𝗻𝗴 𝘇𝘂𝗿 Ä𝗺𝘁𝗲𝗿𝘃𝗲𝗿𝗲𝗶𝗻𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴:

Bereits am 3. August ruft Hi**er eine Volksabstimmung aus — mit nur rund zwei Wochen Vorlaufzeit. Ab dem 13. August läuft Propaganda im Rundfunk („Drei Minuten Kurzparolen“) mit vier täglichen Wiederholungen, um die Zustimmung zu sichern. Da effektiver Gegenkampf unmöglich ist, wird der Führerstaat mit rund 90 % Zustimmung bestätigt. Die Abstimmung fand am 19. August statt.

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