03/08/2026
🦢 Wenn Schwanenküken plötzlich allein zurückbleiben
In diesem Jahr sind besonders viele junge Höckerschwäne zu uns in die Station gelangt.
In nahezu allen Fällen waren es nicht natürliche Umstände, die die Familien auseinandergerissen haben – sondern menschliche Eingriffe in ihre Lebensräume.
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In einem Fall wurden die Elterntiere von einem Jäger erschossen, der nach eigenen Angaben eigentlich auf Nilgänse schießen wollte.
Die Jungtiere blieben schutzlos zurück.
Wir haben Strafanzeige erstattet.
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An einem anderen Teich wurde das Wasser im Rahmen der Fischbewirtschaftung abgelassen.
Das Gewässer trocknete aus, die Elterntiere verließen den Ort – ihre noch nicht flugfähigen Jungen blieben zurück.
Wir haben den Vorgang den zuständigen Behörden gemeldet.
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Auch die Veränderungen eines Gewässers durch einen Biberdamm führten in einem weiteren Fall dazu, dass der Teich trockenfiel.
Erneut zog das Elternpaar weiter, während die Küken nicht folgen konnten.
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Ein weiteres Jungtier wurde an einem Wehr hinabgespült und dadurch von seiner Familie getrennt.
Als Hilfe eintraf, war die Schwanenfamilie bereits weitergezogen – für das kleine Tier gab es keine Möglichkeit mehr, zu ihr zurückzukehren.
Höckerschwäne sind fürsorgliche Eltern.
Sie verlassen ihre Jungen nicht grundlos.
Doch wenn Gewässer verschwinden, Tiere erschossen oder natürliche Wege durch technische Bauwerke unterbrochen werden, können selbst die stärksten Familien auseinandergerissen werden.
Bei uns erhalten diese Jungtiere Schutz, artgerechte Versorgung und die Chance, gemeinsam mit Artgenossen aufzuwachsen.
Unser Ziel bleibt dabei immer dasselbe:
Sie so vorzubereiten, dass sie eines Tages gesund und selbstständig in die Freiheit zurückkehren können.
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