05/09/2026
🦆 Tafelente – klingt nach Restaurant, taucht aber lieber selbst nach dem Essen.
Die Tafelente (Aythya ferina) gehört zu den sogenannten Tauchenten.
Während Stockenten gern mit dem Hintern nach oben gründeln, macht die Tafelente keine halben Sachen:
Kopf runter, Füße an – und komplett ab unter Wasser. 🌊
Dort sucht sie nach Wasserpflanzen, Samen, kleinen Muscheln, Schnecken und anderen Wirbellosen.
Ihr Körper ist dafür ziemlich perfekt gebaut:
Kräftige Beine weit hinten am Körper, große Schwimmhäute und ordentlich Auftriebskontrolle.
Der kleine Nachteil dieser Bauweise:
An Land wirkt die elegante Taucherin manchmal, als hätte jemand die Bedienungsanleitung fürs Laufen vergessen. 😂
Besonders auffällig ist das Männchen mit rostrotem Kopf, schwarzer Brust und grauem Rücken.
Die Weibchen sind deutlich dezenter braun gefärbt – Tarnmodus statt Laufsteg.
Und ja:
Wohl aufgrund ihres Namens kommt die Tafelente leider auch auf die Tafel.. 🤦🏻♂️
Trotz nur etwa 900–1.300 Brutpaaren in Bayern und einem ungünstig/unzureichenden Erhaltungszustand der Brutvorkommen unterliegt die Tafelente in Bayern dem Jagdrecht als Wildente.
Nach der aktuell geltenden bayerischen Jagdzeitenregelung darf sie sogar vom 1. Oktober bis 15. Januar bejagt werden.
Und vielleicht ist genau das eine Frage, die wir uns stellen sollten:
Ist es wirklich noch zeitgemäß und sinnvoll, eine Art zu bejagen, die bei uns nur noch als seltener Brutvogel vorkommt? 🦆💭
Wir waren jedenfalls froh in diesem Jahr einige dieser Tiere erfolgreich aufgezogen & ausgewildert zu haben.. 🍁🍂