12/08/2025
Saatgutgewinnung in Optik einer fahrenden Kühltruhe – Landschaft machen mit dem E-Beetle/Wiesefix!
Jeder weiß, dass für den Erhalt unserer Natur mehr Blüten und Insektenlebensräume in der Landschaft gebraucht werden. Wer seine (Groß-)Eltern fragt, wie es vor Jahrzehnten noch um unsere Insekten stand, wird feststellen, dass sich damals viel mehr Schmetterlinge auf unseren Wiesen getummelt haben. Da verbleibende Biotope meist sehr isoliert sind und Arten in ihrer Ausbreitung eingeschränkt werden, müssen wir manuell nachhelfen. Doch woher nehmen? Durch Mahdgutübertrag? Eine bewährte Methode, allerdings aufwändig und mit vielen Arbeitsschritten. Handsammlungen? Wichtig, allerdings sehr zeitintensiv.
Zum Glück gibt es da noch verschiedene Ausbürstverfahren, durch die sich äußerst flexibel, unkompliziert und gezielt Samen einzelner Arten oder ganzer Pflanzengesellschaften auch mehrfach „beernten“ lassen. Mittels der großen Bürste werden Samen einfach ausgebürstet und landen in einer Auffangwanne, und das ohne mähen zu müssen. Z.B. sollten viele magere Standorte nur einmal spät im Jahr gemäht werden – ausbürsten kann man allerdings während der gesamten Vegetationsperiode! Durch die Höhenverstellbarkeit können wir genau steuern, welcher Arten Samen wir ausbürsten wollen. Außerdem ist das Verfahren (z.B. gegenüber einer Mahd mit einem Kreiselmähwerk) insektenschonender, da durch die sanfte Bürste Käfer und Heuschrecken nicht zu Schaden kommen. Das Bürstgut wird dann offen ausgelegt, damit Tiere wieder zurück in die Fläche gelangen können.
Seit mehreren Jahren nutzen wir beim LPV schon erfolgreich diese Methode mit verschiedenen Landwirten; hier in Zusammenarbeit mit der Firma Biotoppflege Süßmair aus Prittriching. Vielen Dank für die Tatkraft!