03/11/2026
Nichtsahnend fuhren wir vor ein paar Tagen mit der Dünenfähre zum Dienst, als plötzlich die Meldung kam, dass das erste Kegelrobbenjungtier am Nordstrand der Düne liegt. Ihr könnt Euch sicherlich vor-stellen, wie breit unser Lächeln im Gesicht wurde. Und dann sahen wir es: ein kleines weißes Fellknäuel im weißen Sand. Es bewegte sich, und als wir das erste Mal in die schwarzen Kulleraugen blickten, war es um uns geschehen. Doch dann folgten bange Stunden, denn es wurde noch kein Muttertier gesichtet. Das ist zwar nicht ungewöhnlich. Es kommt immer wieder vor, dass Jungtiere nach der Geburt allein am Strand liegen und die Mutter nur zum Säugen an Land kommt. Dennoch machten wir uns Sorgen. Muss es vielleicht nach Friedrichskoog in die Seehundstation gebracht werden? Schaffen wir es, Störungen zu verhindern, während es schutzlos am Strand liegt? Doch dann folgte am Nachmittag das Aufatmen. Eine weibliche Kegelrobbe kam aus dem Wasser, hob den Kopf, blickte sich am Strand um und machte sich zielstrebig auf den Weg zum Jungtier.
Die Wurfzeit der Kegelrobben auf der Helgoländer Düne hat also begonnen - in den nächsten Wochen werden noch viele weitere Jungtiere dazukommen. Wenn ihr mehr über die Kegelrobben und ihre Jungtie-re erfahren möchtet, dann kommt doch zu einer unserer Dünenführungen (täglich außer montags). Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann sich für den Winterkurs „Kegelrobben im Fokus“ oder einen Rob-ben-Aktionstag der Naturakademie Jordsand anmelden.
Übrigens: mit einer Kegelrobbenpatenschaft könnt ihr unsere Schutzgebietsarbeit auf der Helgoländer Düne unterstützen – ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk!