Verein Jordsand e. V.

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Verein Jordsand e. V. Seit über 100 Jahren zum Schutz der Seevögel und der Natur aktiv. Seit 1907 setzten wir uns für den Schutz von Seevögeln und den Erhalt ihrer Lebensräume ein.

Mit dem Kauf der Hallig Norderoog im jahr 1909, die bis heute Eigentum des Vereins ist, wurde erstmals ein Seevogelschutzgebiet durch private Hand gesichert und erhalten. Heute betreuen wir rund 20 Schutzgebiete an Nord- und Ostseeküste mit einem großen Team aus Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, und Freiwilligendienstleistenden. Wir zeigen euch gerne unsere faszinierende, heimische Tierwelt an der Küste bei einer Führung oder in einem unserer Info-Zentren. Wir freuen uns natürlich auch über alle, die unsere Naturschutzarbeit finanziell oder als aktives Mitglied unterstützen möchten.

Nichtsahnend fuhren wir vor ein paar Tagen mit der Dünenfähre zum Dienst, als plötzlich die Meldung kam, dass das erste ...
03/11/2026

Nichtsahnend fuhren wir vor ein paar Tagen mit der Dünenfähre zum Dienst, als plötzlich die Meldung kam, dass das erste Kegelrobbenjungtier am Nordstrand der Düne liegt. Ihr könnt Euch sicherlich vor-stellen, wie breit unser Lächeln im Gesicht wurde. Und dann sahen wir es: ein kleines weißes Fellknäuel im weißen Sand. Es bewegte sich, und als wir das erste Mal in die schwarzen Kulleraugen blickten, war es um uns geschehen. Doch dann folgten bange Stunden, denn es wurde noch kein Muttertier gesichtet. Das ist zwar nicht ungewöhnlich. Es kommt immer wieder vor, dass Jungtiere nach der Geburt allein am Strand liegen und die Mutter nur zum Säugen an Land kommt. Dennoch machten wir uns Sorgen. Muss es vielleicht nach Friedrichskoog in die Seehundstation gebracht werden? Schaffen wir es, Störungen zu verhindern, während es schutzlos am Strand liegt? Doch dann folgte am Nachmittag das Aufatmen. Eine weibliche Kegelrobbe kam aus dem Wasser, hob den Kopf, blickte sich am Strand um und machte sich zielstrebig auf den Weg zum Jungtier.

Die Wurfzeit der Kegelrobben auf der Helgoländer Düne hat also begonnen - in den nächsten Wochen werden noch viele weitere Jungtiere dazukommen. Wenn ihr mehr über die Kegelrobben und ihre Jungtie-re erfahren möchtet, dann kommt doch zu einer unserer Dünenführungen (täglich außer montags). Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann sich für den Winterkurs „Kegelrobben im Fokus“ oder einen Rob-ben-Aktionstag der Naturakademie Jordsand anmelden.

Übrigens: mit einer Kegelrobbenpatenschaft könnt ihr unsere Schutzgebietsarbeit auf der Helgoländer Düne unterstützen – ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk!

Studium und Naturschutz gehören für dich zusammen?Dann ist das Commerzbank-Umweltpraktikum 2027 das Richtige für dich. V...
01/11/2026

Studium und Naturschutz gehören für dich zusammen?

Dann ist das Commerzbank-Umweltpraktikum 2027 das Richtige für dich. Vom Watzmann bis zum Wattenmeer – deutschlandweit sind mehr als 20 Schutzgebiete dabei. Auch wir machen mit: mit unserer Einsatzstelle im Nationalpark-Haus Neuwerk.

Eine spannende Zeit wartet auf dich. Wir und die freuen uns über deine Teilnahme. Bewirb dich gleich hier: www.umweltpraktikum.com

Was haben eine Ente, ein Schwan und ein kleiner Singvogel gemeinsam? Ihr Name verbindet sie mit der Trauer. Doch woher k...
31/10/2026

Was haben eine Ente, ein Schwan und ein kleiner Singvogel gemeinsam? Ihr Name verbindet sie mit der Trauer. Doch woher kommt diese Bezeichnung?

Die Trauerente trägt ihren Namen wegen des meist dunklen, fast schwarzen Gefieders. Die Männchen wirken mit ihrem dunklen Federkleid und dem auffälligen hellen Schnabel wie in Schwarz gekleidet. Trauerenten sind Meeresenten, die an der Nord- und Ostseeküste überwintern und sich dort auf dem Wasser beobachten lassen.

Der Trauerschwan, auch Schwarzschwan genannt, fällt durch sein schwarzes Gefieder und den roten Schnabel auf. Sein Name bezieht sich auf die dunkle Färbung, die an Trauerkleidung erinnert. Anders als viele andere Schwanenarten stammt er ursprünglich aus Australien. Bei uns ist er kein heimischer Vogel, sondern kommt hier vor allem als Gefangenschaftsflüchtling oder ausgesetztes Tier vor. In freier Natur auftretende Trauerschwäne gehören daher nicht zur ursprünglichen heimischen Vogelwelt.

Der Trauerschnäpper ist ein kleiner Singvogel, dessen Name auch auf das dunkle Gefieder des Männchens zurückgeht. Er gehört zu den Fliegenschnäppern und fängt Insekten geschickt im Flug. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika und kehrt im Frühjahr zu uns zurück, um hier zu brüten.

Bei allen drei Arten verweist das Wort „Trauer“ auf ihr dunkles Erscheinungsbild. Es beschreibt also die menschliche Assoziation mit schwarzer Trauerkleidung und nicht ein Trauergefühl der Vögel. Diese drei sind nicht die einzigen Vögel mit „Trauer“ im Namen. Auch z.B. die Trauerseeschwalbe und die Trauerbachstelze tragen diese Bezeichnung. Die Namen zeigen, wie sehr unsere Sprache von menschlichen Vorstellungen geprägt ist.

Alle drei Arten waren zudem in den letzten Tagen teils zeitgleich, um oder auf Norderoog zu sehen.

Das Naturschutzzentrum Karlshagen darf sich über neue Fördergelder für die Umweltbildung freuen und rückt dafür neue The...
29/10/2026

Das Naturschutzzentrum Karlshagen darf sich über neue Fördergelder für die Umweltbildung freuen und rückt dafür neue Themen in den Fokus.

„Natura 2000“ bezeichnet das größte grenzüberschreitende Schutzgebietsnetz der Welt und schützt gefährdete Arten und Lebensräume in ganz Europa.

Da weder Pflanzen noch Tiere Ländergrenzen kennen, muss ihr Schutz auch über sie hinweg stattfinden. Auch große Teile Usedoms sind Teil dieses Netzwerkes. Das Naturschutzzentrum Karlshagen nimmt sich als Natura 2000 Station Usedom bis 2029 unter anderem der Aufgabe an, die Werte und Ziele von Natura 2000 zu vermitteln.

Die neuen Fördergelder ermöglichen es unserem Team ab sofort eine kostenlose Radtour "Im Reich des Seeadlers" anzubieten. Die Tour führt interessierte Besucher*innen durch eine Vielzahl an Lebensräumen, von der Küste über die Dünen, durch den Wald und über Wiesen und Moore. Sie lernen verschiedene Bewohner dieser Lebensräume kennen und behalten dabei stets ein Auge offen für den majestätischen Seeadler.

Auch kleinere Besucher*innen haben die Möglichkeit, mehr über ökologische Zusammenhänge zu lernen und den Strand spielerisch zu entdecken. Bei der Familienführung "Strandentdecker" lernen Teilnehmende wissenswertes über die verschiedenen Strandbewohner und erkennen spielerisch Zusammenhänge im Ökosystem.

Neugierig geworden? Dann komm nimm gerne an einer unserer Führungen Teil. Termine und Anmeldung hier unter: https://www.jordsand.de/veranstaltungen-1/.

Der Verein Jordsand, die Stiftung Naturschutz und einige Freiwillige halten die Kartoffelrose im Naturschutzgebiet Schle...
27/10/2026

Der Verein Jordsand, die Stiftung Naturschutz und einige Freiwillige halten die Kartoffelrose im Naturschutzgebiet Schleimündung in Schach. Aber wieso die Kartoffelrose?

Die Kartoffelrose ist eine invasive Art; das bedeutet, dass sie andere Pflanzenarten verdrängt. Das ist in einem Naturschutzgebiet kontraproduktiv. Die Rose stört aber nicht nur unsere Pflanzenwelt, sondern auch die Brutbereiche der hier brütenden Vögel. Die Bereiche, die wir im Oktober vom Bewuchs der Kartoffelrose befreiten, sind nämlich wichtige Brutflächen für zwei besondere Vogelarten: Sandregenpfeifer und Zwergseeschwalbe. Damit diese gefährdeten Arten im nächsten Jahr erneut in unserem Gebiet brüten, befreien wir das Gebiet von der Kartoffelrose.

Aber wozu brauchten wir dafür einen Bagger?

Das ist ganz einfach: Die Wurzeln der Kartoffelrose können bis zu drei Meter lang werden. Diese mit Händen und Sparten auszugraben, dauert viel zu lange. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Wurzeln nicht kaputt gehen, denn aus den im Boden verbleibenden Wurzelresten kann eine neue Pflanze wachsen. Damit das nicht passiert, wird der Bagger eingesetzt. Dieser kann die Kartoffelrose durch tiefes Graben vollständig aus dem Boden entfernen, ohne dass Wurzelreste im Boden verbleiben. So ist es für die Rose unmöglich nachzuwachsen. Zum Schluss wird Sand und Kies wieder gleichmäßig auf der Fläche verteilt, um so den natürlichen Brutplatz wiederherzustellen. Wir stellen zwar in diesem Jahr die Brutflächen der beiden Vogelarten für die nächste Saison wieder her, aber der Kampf gegen die Kartoffelrose ist noch lange nicht vorbei.

Das regelmäßige Entfernen der Kartoffelrose bleibt wichtig, damit auch in Zukunft die Brutplätze für Sandregenpfeifer und Zwergseeschwalbe erhalten bleiben.


Als Designstudentin ein Praktikum im Naturschutz machen? Na klar!Während meines 6-monatigen Praxissemesters beim Verein ...
25/10/2026

Als Designstudentin ein Praktikum im Naturschutz machen? Na klar!

Während meines 6-monatigen Praxissemesters beim Verein Jordsand am Hauke-Haien-Koog durfte ich gemeinsam mit anderen Naturschützer*Innen die Nordseeküste auf eine ganz wertvolle Art und Weise entdecken und hautnah in die Seevogelwelt eintauchen.

Dieser neue Alltag war für mich durch und durch inspirierend, sodass mir die Ideen für neue Projekte garantiert nie ausgingen. Die Umsetzung hat mir nicht nur jede Menge Spaß bereitet, sondern auch gezeigt, wie wichtig der Bereich Gestaltung für die Naturschutzarbeit ist und wie wertvoll es sein kann, Menschen aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen und Erfahrungen zu teilen.

Denen, die das Panorama rund um den Hauke-Haien-Koog auch einmal genießen wollen, kann ich den Besuch des Infoturms Wattenblick in Schlüttsiel nur wärmstens ans Herz legen - Ich war bemüht, meinen geliebten Arbeitsplatz ein wenig bunter zu hinterlassen ;)

Grüßt Nordfriesland von mir!

-Felicia

Im März stand im Vogelschutzgebiet Schleimündung der Aufbau des Prädatorenschutzzauns an. Dieser Zaun schützte in der Br...
23/10/2026

Im März stand im Vogelschutzgebiet Schleimündung der Aufbau des Prädatorenschutzzauns an. Dieser Zaun schützte in der Brutsaison zwei Arten von der Roten Liste, die Zwergseeschwalbe und den Sandregenpfeifer, sehr erfolgreich vor Prädatoren (z.B. Steinmarder, Marderhund und Fuchs). Nun ist die Brutzeit vorbei, und damit der kalte Winter die Zäune nicht beschädigen kann, wurden diese nun abgebaut.

Bewaffnet mit Hammer, Kombizange und Willensstärke legten wir los und bauten die Zäune innerhalb von 4 Tagen komplett ab. Beschädigte Zäune wurden direkt geflickt (Bild 1) und für die Lagerung ordentlich sortiert (Bild 2). Bei unserer Arbeit hatten wir zur Unterstützung die Stiftung Naturschutz und einige weitere freiwillige Helfende mit dabei.

Mit deren Hilfe kamen wir sehr schnell voran. Jetzt sind die Kiesflächen wieder frei und offen für die Rinder, die diese nun wieder beweiden dürfen. Wir danken allen Helfenden und freuen uns schon sehr auf den Wiederaufbau im nächsten Frühjahr.


Vor ein paar Tagen, am 19.10 war ordentlich was los auf der Oie! Durch günstigen Wind verirrten sich ganze 3 seltene Gäs...
22/10/2026

Vor ein paar Tagen, am 19.10 war ordentlich was los auf der Oie!
Durch günstigen Wind verirrten sich ganze 3 seltene Gäste aus dem Nordosten zu uns auf die Insel.

Der Blauschwanz (Bild 1) hat seine westlichste Verbreitungsgrenze in Ostfinnland, hat sich aber auf seinem Zug zu uns in die Netze verirrt. So konnten wir diese Art zum 75. Mal für Deutschland nachweisen. Er fällt auf durch seinen blauen Schwanz und seine roten Flanken.

Der Polarbirkenzeisig (Bild 2) ist ein Gast aus dem hohen Norden, er brütet im Polarkreis und hat seine südlichste Verbreitungsgrenze in Skandinavien. Auch er verirrte sich gestern in unsere Netze und erbrachte uns den 106. Nachweis für Deutschland. Er unterscheidet sich vom Taiga-/Alpenbirkenzeisig durch seinen weißen Bauch und Bürzel und eine rosa Brust.

Das Pallasschwarzkehlchen (Bild 3) hat seine westlichste Verbreitungsgrenze in Westasien und hat sich von dort auf unsere Schafkoppel verirrt. So kam es, dass wir es zum 55. Mal in Deutschland nachweisen konnten. Es fiel uns auf durch den einfarbig hellen Bürzel und die etwas längeren Flügel.

Zusätzlich fand ein großes Jubiläum statt: Unsere Beringungsstation, auf der seit 1994 beringt wird, hat den 600.000 Vogel gefangen und beringt!

Letzte Woche konnten wir gleich mehrere Sumpfohreulen auf der Oie entdecken. Dabei gelangen auch diese Fotos. Abends ist...
21/10/2026

Letzte Woche konnten wir gleich mehrere Sumpfohreulen auf der Oie entdecken. Dabei gelangen auch diese Fotos.

Abends ist uns eine sogar ins Netz gegangen und wir hatten die Chance sie von ganz nah zu sehen. Sie wurde wie viele andere Vögel auf dem Zug in unserer wissenschaftlichen Vogelberingungsstation beringt.

Sumpfohreulen sind teilweise tagaktiv und die nördlichen Populationen sind auch Zugvögel.

Nicht nur am Ellenbogen auf Sylt kann Hochwasser für Strandbrüter zur Herausforderung werden. Werden Gelege überspült od...
20/10/2026

Nicht nur am Ellenbogen auf Sylt kann Hochwasser für Strandbrüter zur Herausforderung werden. Werden Gelege überspült oder frisch geschlüpfte Küken vom Wasser erfasst, kann das ihren Bruterfolg gefährden.

Um den Nachwuchs zu schützen, wurden 2026 innerhalb eines Prädatorenschutzzauns besondere Maßnahmen ergriffen: Sandgefüllte Kisten sollten Gelege und frisch geschlüpfte Küken bei Hochwasser vor dem Wasser schützen.

Und das mit Erfolg: Während zweier starker Hochwasserereignisse kamen die Schutzmaßnahmen zum Einsatz. So konnte der Schlupferfolg gesteigert werden. 🐣

Ein Beispiel dafür, wie gezielte Maßnahmen direkt am Brutstrand zum Schutz von Strandbrütern beitragen können.

Du möchtest mehr über aktuelle Forschung zum Schutz von See- und Küstenvögeln erfahren?

Dann sei vom 20. bis 22. November 2026 beim Kolloquium in Hamburg dabei!

Die Anmeldung ist noch bis zum 19.10.2026 möglich.

Alle Links zur Veranstaltung findest du im Highlight.

📍 Ellenbogen, Sylt
📸 Fotos: Charlie Esser

Adresse

Bornkampsweg 35
Ahrensburg
22926

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 17:00
Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00

Telefon

+49410232656

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