13/06/2026
Der Mai hatte auf Helgoland einiges zu bieten: Bereits zu Monatsbeginn sorgten Halsbandschnäpper, Sprosser und Iberien-Bartgrasmücke für einen vielversprechenden Auftakt. In der zweiten Monatshälfte folgten dann Bienenfresser (o.M.), Karmingimpel (u.M.), Balkan-Bartgrasmücke (u.r.) sowie Turteltaube und Zwergschnäpper. Ein paar Tage später wurde ein singender Buschrohrsänger an der Ostklippe entdeckt. Auch die nächsten Raritäten ließen nicht lange auf sich warten: zwei Samtkopfgrasmücken, ein Männchen und Weibchen, hielten sich sehr versteckt im Nordostgelände auf. Ein Brutnachweis dieser mediterranen Art steht in Deutschland bislang noch aus. Für viel Aufregung sorgte ein sehr mobiler Rosenstar (u.l.), der sich für 3 Tage auf der Insel aufhielt. Am 29.05. wurden Iberienzilpzalp, Orpheusspötter und Rötelschwalbe (o.r.) an der Ostklippe entdeckt. Zum Monatsende sorgten zwei Grünlaubsänger und eine männliche Kappenammer (o.l.) für Aufsehen. Der Vogel flog zunächst rastlos über die Düne, bevor er sich schließlich in der Nähe des Flugplatzes niederließ und dort auch am Folgetag von zahlreichen Beobachter:innen gesehen werden konnte. Den Monatsabschluss machte ein Papageitaucher, der sich vor Helgoland aufhielt, bevor er kurze Zeit später nach Nordosten abzog. Zudem kehrte eine beringte Gelbkopf-Schafstelze aus der Vorjahrsbrut auf die Düne zurück und ein weiteres Individuum wurde ebenfalls beobachtet. Nun bleibt abzuwarten, ob es auch 2026 wieder zu einer Brut kommen wird.
Helgoland zeigt damit einmal mehr, warum die kleine Nordseeinsel zu den faszinierendsten Vogelbeobachtungsorten Deutschlands zählt.
Habt ihr schon unser Seltenheitsfenster an unserer Hummerbude 35 gesehen? Dort informieren wir über aktuelle Seltenheiten auf Helgoland. Kommt gern in unserer Ausstellung vorbei, wir freuen uns auf euren Besuch!