15/12/2024
30 Jahre traditionelle Sonntagsspaziergänge der Anti-Atomkraftbewegung – Protest gegen drohende Atomtransporte von Jülich nach Ahaus
Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich heute vor dem BZA in Ahaus, um das 30-jährige Jubiläum der traditionellen Sonntagsspaziergänge der Anti-Atomkraftbewegung zu begehen und gegen die drohenden Atomtransporte von Jülich nach Ahaus zu protestieren. Trotz des kalten Wetters ließen sich die Atomkraftgegner nicht entmutigen und wärmten sich mit heißen Getränken und Kuchen.
Live-Musik und eindrucksvolle Redebeiträge – unter anderem von Vertreterinnen und Vertretern des BUND, des Aktionsbündnisses Münsterland sowie von Atomkraftgegnern aus Jülich – stärkten die Entschlossenheit der Teilnehmenden. Besonders der Protestmarsch entlang des Zauns des Atommülllagers erinnerte an viele der vergangenen Sonntagsspaziergänge, die in den letzten 30 Jahren dort stattgefunden haben.
Die Arbeiten für mögliche Castor-Transporte entlang der Strecke von Jülich nach Ahaus haben bereits begonnen. Der Widerstand gegen die geplante und sinnlose Verschiebung von Atommüll ist daher aktueller denn je.
Angesprochen wurde auch die grüne Landes- und Bundesregierung, die die drohenden Transporte mit zu Verantworten hat. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, geleitet von Oliver Krischer - früher selber Teil der Jülicher Anti-AKW Bewegung - ließ letzte Woche in Ahaus den ersten Kreisverkehr für die Schwertransporte umbauen. Das grüne Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie mit Mona Neubaur könnte die gefährlichen Transporte ebenfalls beeinflussen und tut dafür viel zu wenig.
Der heutige Protest machte deutlich: Die Bürgerinnen und Bürger werden nicht tatenlos zusehen, wie die Gefahr von Atommüll weitergeschoben wird – sondern sich auch in Zukunft entschlossen dagegen stellen.