Amnesty International Asylgruppe Aachen

Amnesty International Asylgruppe Aachen „Jeder Flüchtling aus Afrika, der ertrinkt, ist für mich ein Verstoß gegen die Humanität. Juni 2011 in „Die Zeit“) Die eine Kampagne, bei der am 24.

Europa ist so kleinmütig und in der Gefahr, sich selbst zu verraten.“ (Horst Köhler, 9. UNSERE ARBEITSGEBIETE
Flüchtlingsschutz

Flüchtlingsschutz ist und bleibt für uns als Asylgruppe natürlich weiter das Anliegen, für das wir uns einsetzen. Anlässlich der aktuellen Entwicklungen in Syrien und der sich häufenden Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer haben wir betroffen mit vielen Aktivitäten auf

die Situation von Flüchtlingen hingewiesen. Dazu nahmen wir an zwei großen Kampagnen des Amnesty-EU-Büros in Brüssel teil. April 2013 70.141 Unterschriften aus verschiedenen Amnesty-Sektionen nach einem Schweigemarsch an Juan Fernando López Aguilar (SPE) aus Spanien übergeben werden konnten, thematisierte das Sterben an den EU-Außengrenzen. (Juan Fernando López Aguilar ist seit der Europawahl 2009 Vorsitzender des Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE).) Für die andere Kampagne sammelten wir in zweiten Jahreshälfte bei vielen Gelegenheiten Unterschriften unter dem Motto: „Herr Minister: Asyl ist ein griechisches Wort!“ an den griechischen Minister für öffentliche Ordnung und Bürgerschutz Nikos Dendias. Wir informierten über schockierenden Vorfällen auf dem ägäischen Meer. Flüchtlingsboote werden von der griechischen Küstenwache manövrierunfähig gemacht, Frauen, Männer und Kinder etwa aus Syrien oder Afghanistan aufs offene Meer zurückgestoßen und ihrem Schicksal überlassen. Dadurch verhindert die Küstenwache, dass Menschen Asyl beantragen können, und setzt Leben aufs Spiel. Seit August 2012 sind über 100 Menschen bei dem Versuch ertrunken, Griechenland über den Seeweg zu erreichen. Diese lebensbedrohlichen «Push-back»-Operationen der griechischen Küstenwache und andere Methoden der Abwehr von Flüchtlingen dokumentiert Amnesty International in einem aktuellen Bericht. Darin wird auch die lange und automatische Inhaftierung von Asylsuchende und Migranten in Griechenland kritisiert. Asylsuchende, die nichts anderes getan haben, als Schutz in der EU zu suchen, werden über Monate und zum Teil Jahre in Haft gehalten, darunter auch Kinder. Oft herrschen in den Hafteinrichtungen unmenschliche Bedingungen. Mit vielen Aktivitäten versuchen wir in Aachen, und auch darüber hinaus, die Bevölkerung für die Probleme von Flüchtlingen zu interessieren. Dabei folgen wir unserem Motto: Es ist besser ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen! "Save me-Aachen sagt JA!"- auch da gibt es viel zu tun...

Das ganze Jahr über waren wir sehr aktiv im Rahmen der Save me-Kampagne. Wir hoffen, dass Deutschland über die bis 2014 beschlossenen drei Jahre hinaus an dem Programm des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge teilnehmen wird. Auch für eine deutliche Erhöhung der Aufnahmezahl (für drei Jahre jeweils 300 Personen) setzen wir uns ein. Dazu suchen wir weiter Unterstützer, sowohl zur Begleitung von Flüchtlingen, als auch Menschen, die diese Forderungen unterstützen. In diesem Rahmen wird auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen und dem Land NRW immer besser. Mit viel Engagement haben wir gemeinsam mit Flüchtlingen eine Ausstellung gestaltet. In dieser nehmen uns Flüchtlinge mit und lassen uns durch ihre Brille einen Blick auf Aachen werfen. Die Fotos haben sie selbst gemacht und geben dazu jeweils ein Statement ab. Diese Rollup-Ausstellung verleihen wir mit großem Erfolg. Mittlerweile sind wir auch in die Begleitung der ersten syrischen Flüchtlinge, die in Aachen angekommen sind, eingebunden. Wir erinnern uns dabei gerne an die Worte bei der öffentlichen Preisverleihung im Historischen Rathaus in Köln. Aus den Händen von Christian Petry erhielten wir im Jahr 2012 die Urkunde als Preisträger des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Dabei fand er gute Worte für das Engagement der Kampagne: "Sie macht deutlich, was mit Willkommenskultur gemeint ist". Weitere Informationen unter: http://www.save-me-aachen.de und auf Facebook: https://facebook.com/savemeaachen
Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit hat bei uns einen großen Stellenwert. Wann immer es uns möglich ist, organisieren wir Infostände und nehmen an Veranstaltungen teil. Wir freuen uns, wenn wir eingeladen werden! Asylsprechstunde

Natürlich werden wir auch weiterhin Flüchtlinge in unserer Asylsprechstunde informieren und in ihren Asylangelegenheiten begleiten. Die Asylsprechstunde ist weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit. Wir konnten im vergangenen Jahr einem syrischen Journalisten zu seinem Recht auf Asyl in Deutschland verhelfen. Auch durch unsere Unterstützung wurde ein ehemaliger Mitarbeiter der Bundeswehr in Afghanistan, eine sogenannte afghanische Ortskraft, als Asylbewerber anerkannt und ein in Griechenland inhaftierter Iraner konnte vor einer Abschiebung in sein Heimatland, die vermutlich den Tod durch Erhängen bedeutet hätte, bewahrt werden. Briefe gegen das Vergessen

Als Asyl-Gruppe wollen wir selbstverständlich auch andere Menschen über die Situation von Flüchtlingen informieren und aufklären, denn: „Deutschland muss mehr Verantwortung im Flüchtlingsschutz übernehmen!“ Unser großes Netz an „Briefen gegen das Vergessen“ -Schreibern pflegen wir mit Elan. Mit Hilfe vieler Multiplikatoren können so jeden Monat rund 3000 Appellbriefe verschickt werden. Wir sind davon überzeugt: Jeder Appell zählt! Neue Mitglieder sind immer willkommen! Für die Realisierung all unserer Ideen brauchen wir viel Unterstützung und freuen uns auf Gruppenzuwachs. verfasst von Ingeborg Heck-Böckler und Tobias Wagner

Adresse

Adalbertsteinweg 123a
Aachen
52070

Öffnungszeiten

Montag 18:00 - 20:00

Telefon

+491774158818

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Flüchtlingsschutz

Flüchtlingsschutz ist und bleibt für uns als Asylgruppe natürlich weiter das Anliegen, für das wir uns einsetzen. Anlässlich der aktuellen Entwicklungen in Syrien und Afghanistan und der sich häufenden Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer, haben wir mit vielen Aktivitäten auf die Situation von Flüchtlingen hingewiesen

Weltflüchtlingstag

Amnesty International forderte mehr Solidarität bei der Flüchtlingsaufnahme in Europa. Laut UN-Flüchtlingswerk waren 2018 mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie noch nie. Knapp 30 Millionen davon mussten ihr Land verlassen. Nur ein kleiner Teil dieser Menschen sucht Zuflucht in Europa. Dies gilt umso mehr, als nicht einmal jeder Zehnte aller Menschen, die weltweit wegen Konflikten oder Verfolgung ihr Land verlassen mussten, Europa erreicht. Weiterhin werden vier von fünf Flüchtlingen in den direkten Nachbarländern ihrer Heimatstaaten aufgenommen. Die internationale Gemeinschaft überlässt Ländern wie Türkei, Pakistan und Uganda damit die Hauptverantwortung für Aufnahme und Versorgung der geflüchteten Menschen.