27/08/2026
𝗠𝗲𝗱𝗶𝗸𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲 𝗵𝗲𝗹𝗳𝗲𝗻 𝗻𝘂𝗿, 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝘀𝗶𝗲 𝗣𝗮𝘁𝗶𝗲𝗻𝘁:𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝘇𝗲𝗶𝘁𝗶𝗴 𝗲𝗿𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻.
Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung beleuchtet, weshalb der Zugang zu neuen Therapien in der Schweiz zunehmend unter Druck steht – und welche schwerwiegenden Folgen Verzögerungen für Menschen mit seltenen, schweren und fortschreitenden Erkrankungen haben können.
Eine Zulassung durch Swissmedic bedeutet noch nicht automatisch, dass eine Therapie den Betroffenen tatsächlich zur Verfügung steht. Erst wenn ein Medikament in der Schweiz lanciert und durch die obligatorische Krankenversicherung vergütet wird, erreicht die medizinische Innovation auch die Patient.
Laut Handelszeitung waren Anfang 2026 nur 38 Prozent der zwischen 2021 und 2024 in der EU neu zugelassenen Therapien für seltene Erkrankungen in der Schweiz zugelassen und vollständig verfügbar. Bei nicht onkologischen seltenen Erkrankungen lag der Anteil sogar bei nur 29 Prozent.
Für Betroffene sind dies keine abstrakten Zahlen. Verzögerungen können bedeuten, dass:
• sich eine Erkrankung weiter verschlechtert,
• ein wichtiges Behandlungsfenster verloren geht,
• aufwendige Einzelfallgesuche notwendig werden oder
• eine dringend benötigte Therapie gar nicht zugänglich ist.
Als nationale Patientenorganisation bringt Swiss HePa die Erfahrungen und Bedürfnisse der Betroffenen aktiv in politische und behördliche Prozesse ein – durch Stellungnahmen, Vernehmlassungsantworten und den Dialog mit Politik, Behörden, Fachpersonen und Unternehmen.
𝗞𝗼𝘀𝘁𝗲𝗻𝗱ä𝗺𝗽𝗳𝘂𝗻𝗴 𝗶𝘀𝘁 𝗻𝗼𝘁𝘄𝗲𝗻𝗱𝗶𝗴. 𝗦𝗶𝗲 𝗱𝗮𝗿𝗳 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘇𝘂𝗹𝗮𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗮𝘁𝗶𝗲𝗻𝘁:𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗵𝗲𝗻 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗻 𝗭𝘂𝗴𝗮𝗻𝗴 𝘇𝘂 𝘄𝗶𝗿𝗸𝘀𝗮𝗺𝗲𝗻 𝗧𝗵𝗲𝗿𝗮𝗽𝗶𝗲𝗻 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝘃𝗲𝗿𝘇ö𝗴𝗲𝗿𝗻.
«Ich wünschte mir, die Politik würde die Dinge auch einmal durch die Brille der Patient anschauen und ändern – denn so kann es nicht weitergehen.»
Herzlichen Dank an Seraina Gross und die Handelszeitung, dass die Perspektive der Patient in dieser wichtigen gesundheitspolitischen Diskussion sichtbar gemacht wird.
Mehr über unsere Arbeit:
https://www.swisshepa.org/swiss-hepa-in-der-handelszeitung-wenn-medikamente-die-patient-nicht-rechtzeitig-erreichen/
Neue Therapien können Krankheiten lindern, ihr Fortschreiten verlangsamen oder Leben retten. Doch eine Zulassung allein genügt nicht: Medikamente müssen in der Schweiz auch verfügbar sein und von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet werden.