November 1965, in Enugu City, Ost Nigeria, wuchs als Kind in einem 9 Personen Haushalt auf, mit 3 Schwestern und 4 Brüdern, Mutter und Vater. Die Herausforderung an die Eltern, die Kinder zur Schule zu schicken, war fast nicht zu meistern. Sie konnten sich kaum 2 Mahlzeiten pro Tag leisten. Der Vater konnte knapp die Schulgebühren bis zur Oberstufe zahlen, was Boniface später ermöglichte, eine Leh
re als Drucker im Verlagswesen zu absolvieren.
1991 reiste er als Asylsuchender in die Schweiz ein, was anfangs sein Leben auch nicht gerade erleichterte, denn es galt die Sprachbarriere, den Kulturschock und den Klimawechsel zu überwinden. Doch später, im Jahr 1992, heiratete er eine Schweizerin, die es verstand, seine Probleme in echte Chancen umzuwandeln. Er hat auch wunderbare Schweizer als Freunde gewinnen können, die ihm bezüglich seinem Projekt „Children of Tomorrow" Mut machten. Er ist seit längerer Zeit am Flughafen Zürich in der Special Assistant Abteilung bei Swissport International tätig, wo er betagte und behinderte Passagiere sowie alleinreisende Kinder betreut. Bei Checkport AG am Flughafen, hat er seinen zweiten Teilzeitjob. Er ist Vater von 4 Kindern; 2 Jungen und 2 Mädchen. Seit 1996 träumt er davon, eines Tages in der Lage zu sein, das Leiden afrikanischer Kinder in Freude verwandeln zu können. Nach dem Tod seiner Eltern 1996, erfuhr er, dass Kinder ohne Eltern viel zu leiden haben. Denn Eltern nehmen ihre Kinder vor Ausbeutung und Missbrauch durch andere in Schutz. Er erinnerte sich, dass seine eigene Mutter nach dem Biafra Krieg den Wunsch hatte, selber Waisenkinder aufzuziehen. So brachte seine Mutter 2 hungernde Kinder von der Strasse nach Hause, um ihnen zu helfen. Doch infolge ungenügender finanzieller Mittel konnte diesen zwei Kindern nicht genügend geholfen werden und sie starben an den Folgen der Unterernährung. Nach dem Tod seiner Eltern fing Boniface Ogbus an zu schreiben und Kunstkarten zu gestalten, um über seinen Schmerz und seine Trauer hinweg zukommen. Die Titel seiner Bücher sind: „Gedanken und Gefühle über das Leben“(Feelings and thougths about life), „Leben in zwei Welten“(Living in two worlds), „Tierwelt“(Animal World) und „Afrikanische Weisheiten“ (African Wisdom). Mit den Einnahmen seiner Werke begann er das Kinderheim aufzubauen. Im Jahr 2008 wurde der Bau und die Einrichtung des Waisenhausese fertig gestellt durch jahrelanges kontinuierliches Arbeiten und auch durch Zuwendungen von aussen. Seit September 2008 leben 12 Waisenkinder dort und es ist ein Haus der Freude und Zufriedenheit geworden. Das Alter der Kinder liegt zwischen 4 und 11 Jahren. Die Nonnen der Gemeinschaft „Immaculate Heart" leben mit den Kindern zusammen und kümmern sich gemeinsam mit Assistenten um deren Erziehung und Betreuung. Einige enge Freunde wie Rose Ineichen, Esther Kaiser, Susi Schröttenthaler und Ellin Vournelis haben viel zum Gelingen beigetragen. Wir sammeln immer noch unermüdlich Kleider, Radios, Computer und andere nützliche Dinge die man hier nicht mehr braucht und senden sie via Container oder per Lastwagen nach Afrika, damit sie dort einen Erlös zugunsten des Waisenhauses einbringen. Auch organisieren wir Anlässe wie Lesungen und afrikanische Essen, um das Projekt bekannt zu machen. Wir verkaufen auch afrikanische Erzeugnisse wie Stoffe und Schmuck an Ständen auf afrikanischen Märkten in der Schweiz. Wir organisieren jedes Jahr eine grosse Benefiz Party mit afrikanischem Essen und Musik