FAMILYLIFE

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FAMILYLIFE Beziehungen in jeder Lebensphase stärken! Vision:
Wir bewegen unter dem Dach von Campus für Christus die Familienlandschaft der Schweiz.

In Zusammenarbeit mit vielen christlichen Gemeinden setzen wir uns dafür ein, dass Menschen in ihrer konkreten Lebenssituation Zugang zu einer positiven Sicht von Ehe und Familie erhalten. Dazu beraten wir Kirchen, bieten verschiedene Seminare an und beteiligen uns an der Entwicklung innovativer Produkte (Print- und elektronische Medien).

„Es ist mir schon klar, dass du mehr S*x haben willst. Ich weiß, dass du dich dann geliebt fühlst. Und mit mir verbunden...
07/10/2026

„Es ist mir schon klar, dass du mehr S*x haben willst. Ich weiß, dass du dich dann geliebt fühlst. Und mit mir verbunden. Aber so funktioniert das für mich nicht. Ich kann das nicht.“ Vanessa schaut ihren Mann vorsichtig prüfend an. Da auch er gespannt zu sein scheint, was jetzt kommt, fährt sie fort: „Du kommst nach Hause und bist meistens gestresst von der Arbeit. Wenn ich dich frage, wie dein Tag war, sagst du nur ‚gut‘. Und wenn ich dich frage, was dich beschäftigt, murmelst du, dass alles in Ordnung sei und dich nichts beschäftige. Abends gehst du trainieren oder siehst dir eine deiner Serien an. Und wenn wir schließlich ins Bett gehen, hoffe ich einfach, dass du zu müde bist, um noch S*x zu wollen. Ich möchte dich nicht ständig zurückweisen müssen. Ich weiß ja, dass dich das verletzt.“

Frauen und Männer haben oft unterschiedliche Anfahrtswege. Frauen finden tendenziell über emotionale Nähe zum S*x, so wie Vanessa. Sie will nicht mit ihrem Mann schlafen, wenn sie sich ihm gegenüber so distanziert fühlt, weil sie schon lange kein tiefes Gespräch mehr geführt haben. Und Männer finden tendenziell durch S*x zur emotionalen Nähe, wie Vanessas Mann. Wenn sie S*x haben, fühlt er sich ihr sehr nahe. Danach kann er sich ihr auch emotional öffnen und ihr das anvertrauen, was wirklich in ihm vorgeht. Wenn er hingegen das Gefühl hat, sexuell ausgehungert zu werden, kann er sich ihr gegenüber nicht verletzlich zeigen, geschweige denn sich für ein tiefgründiges Gespräch begeistern.

Unterschiedliche Anfahrtswege sind weit verbreitet und stellen an sich kein Problem dar. Problematisch wird es erst, wenn beide auf ihrem Weg als dem einzig richtigen beharren. Das führt dann zu einer klassischen Pattsituation im Ehebett. Der eine kann (oder will) sich nicht auf emotionale Nähe einlassen, solange sie so wenig S*x haben. Und der andere kann (oder will) sich nicht auf S*x einlassen, solange sie so wenig emotionale Nähe haben. Wenn beide auf ihrer Abfolge bestehen, verlieren am Ende beide.

Ein Ausweg besteht darin, die Gleichwertigkeit der beiden unterschiedlichen Herangehensweisen anzuerkennen. Wir müssen begreifen, dass der andere zwar anders tickt, aber seine Art und Weise nicht grundsätzlich schlechter ist als meine. Meine Partnerin ist nicht einfach nur kompliziert. Und mein Partner ist nicht einfach nur triebgesteuert. Wir sind verschieden, aber der andere ist deswegen nicht völlig daneben. Wenn uns dieses Umdenken gelingt, können wir uns besser auf die Reihenfolge des Partners einlassen.

Wenn man in diesem Punkt unterschiedlich tickt, lohnt sich ein ehrliches Gespräch über die Vorstellungen und Erwartungen von beiden. Es ist wichtig, den eigenen Anfahrtsweg zu kennen und anzusprechen, wenn man sich mit der aktuellen Dynamik nicht wohl fühlt oder sie als unausgewogen empfindet. Doch eingefordert werden kann der eigene Weg nicht. Vanessas Partner darf nicht von ihr verlangen, zuerst S*x zu haben und dann erst mit ihr zu sprechen. Und wenn Vanessa sich erst nach einem ausführlichen Gespräch wieder auf S*x einlässt, verschärft das nur den Machtkampf.

Erfolgversprechender als das vehemente Einfordern der eigenen Wünsche ist das Eingehen auf die Wünsche des Gegenübers. In einer grundsätzlich ausgewogenen und gesunden Partnerschaft kann ich dem anderen seinen Anfahrtsweg schenken und so die Pattsituation durchbrechen. Und wenn beide diese uneigennützige Haltung an den Tag legen, dann kommt es richtig gut.

❤❤❤NEXT LEVEL FÜR MEINE BEZIEHUNG ❤❤❤

Findet dein Gegenüber eher durch S*x zur emotionalen Nähe oder umgekehrt? Es lohnt sich, darüber zu reden und einen guten Umgang mit euren unterschiedlichen Anfahrtswegen finden.

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Die Stimmung ist gedrückt. Seit ein paar Tagen liegt etwas in der Luft. Ann und Dominik reden zwar miteinander, aber ihr...
02/10/2026

Die Stimmung ist gedrückt. Seit ein paar Tagen liegt etwas in der Luft. Ann und Dominik reden zwar miteinander, aber ihre Gespräche sind kurz und sachlich. Sie gehen sich nicht aus dem Weg, aber sie machen auch nicht mehr als nötig miteinander.

„Jetzt sag doch endlich, was los ist“, bricht es beim Abendessen aus Dominik heraus.

„Sag du doch, was los ist“, blafft sie zurück. Selbst ein wenig überrascht von ihrer scharfen Reaktion fügt sie nach einigen Sekunden Stille hinzu: „Ich weiß auch nicht, was los ist mit uns.“ Diese sanfte und verletzliche Ergänzung öffnet die Tür für ein längeres Gespräch. Langsam tasten sich die beiden vor und finden schließlich heraus, wann und weshalb diese Beziehungseiszeit begonnen hat.

Vier Tage zuvor hatte Anns beste Freundin eine Verabredung mit ihr kurzfristig abgesagt. Sie hatte vergessen, den Termin in ihren Kalender einzutragen und hatte deshalb an diesem Abend für etwas anderes zugesagt. Ann war sehr enttäuscht. Sie erzählte Dominik davon und sagte ihm auch, dass sie richtig wütend auf ihre Freundin sei, weil ihre Freundschaft für sie offensichtlich keine Priorität mehr habe. Er versuchte sie zu beschwichtigen: „Ach, so schlimm ist das doch gar nicht. Jetzt machen wir zwei uns einfach einen schönen Abend. Du reagierst über, deine Freundin hat das bestimmt nicht absichtlich gemacht.“

Ann hat das so entgegengenommen. Vielleicht hat sie wirklich überreagiert. Vielleicht war ja tatsächlich alles halb so wild. Trotzdem begann es in ihr zu rumoren. Und erst jetzt, vier Tage später, kann sie benennen, was sie so verstimmt hat.

Nach dem schwierigen Vorfall mit ihrer Freundin hätte sie von Dominik ein offenes Ohr gebraucht. Sie wollte ernst genommen und verstanden werden. Stattdessen hat er ihre Gefühle als übertrieben dargestellt und ihnen ihre Berechtigung abgesprochen. Das nennt man emotionale Entwertung.

Emotionale Entwertung ist Gift für jede Beziehung. Und es passiert so schnell. Manchmal ist es sogar gut gemeint oder geschieht aus der eigenen Überforderung, herausfordernde Gefühle mit dem anderen auszuhalten. Hier war es einfach Dominiks unglücklicher Versuch, sie zu trösten und ihren Blick wieder auf etwas Positives zu lenken. Dass die Freundin es nicht absichtlich getan hat, mag ja stimmen. Aber mit „Ach, so schlimm ist es doch gar nicht“ und „Du reagierst über“ verurteilt Dominik Anns Gefühle. Er sagt damit, dass sie falsch sind.

Unsere Gefühle sind weder richtig noch falsch. Sie sind einfach. Und sie dürfen sein. Das heißt nicht, dass wir ihnen hilflos ausgeliefert sind und sie unser Handeln bestimmen müssen. Aber wir können lernen, sie wahrzunehmen und wertzuschätzen. Und uns dagegen zu wehren, wenn Menschen, die uns wichtig sind, unseren Gefühlen die Berechtigung absprechen oder sie als falsch oder unangemessen bewerten.

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Erinnerst du dich an eine Situation, in der du jemanden emotional abgewertet hast? Wenn nicht – und wenn du mutig bist – kannst du ja deine Partnerin oder deinen Partner fragen.

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Say "Cheese", unser neues FAMILYLIFE Teambild ist da!
01/10/2026

Say "Cheese", unser neues FAMILYLIFE Teambild ist da!

Investiere dich in Paare, die sich auf eine gemeinsame Zukunft vorbereiten oder  ihrer Beziehung wachsen und auch nach v...
30/09/2026

Investiere dich in Paare, die sich auf eine gemeinsame Zukunft vorbereiten oder ihrer Beziehung wachsen und auch nach vielen Ehejahren noch Neues entdecken wollen.

Was ist das Besondere am Ehe-Kurs oder dem Ehe-Vorbereitungskurs? Was ist bei einer Kursdurchführung zu beachten? An diesem Training wirst du mit allem nötigen ausgerüstet, um zusammen mit einem Team diese Kurse anbieten zu können.

Du wirst sehen: Das hervorragend ausgearbeitete Kursmaterial macht es dir leicht, dich in Paar zu investieren.

Das Training findet gemeinsam mit Alphalive statt.

„Schau mal, ein Vogel“, sagt der junge Mann und deutet auf das große Fenster neben sich. Gedankenverloren und ohne den B...
27/09/2026

„Schau mal, ein Vogel“, sagt der junge Mann und deutet auf das große Fenster neben sich. Gedankenverloren und ohne den Blick von ihrem Smartphone zu heben, antwortet seine Freundin: „Hmm, ok“. Dann scrollt sie weiter. Kopfschüttelnd dreht sich der Mann zur Kamera und sagt: „Test nicht bestanden, kein gutes Zeichen.“

Kurze Videos wie dieses finden sich massenhaft in den Sozialen Medien. Der sogenannte Bird Test soll zeigen, ob eine Partnerschaft eine Zukunft hat oder nicht. Wenn der Partner auf eine scheinbar belanglose Bemerkung über einen vorbeifliegenden Vogel mit Interesse reagiert, zeuge das von einer intakten Beziehung. Reagiert er hingegen gleichgültig oder gar abweisend, bestehe wenig Hoffnung, dass die Beziehung Bestand haben wird.

Natürlich greift der Bird Test im realen Leben zu kurz. Niemand, der sich seriös mit Beziehungen beschäftigt, käme ernsthaft auf die Idee, die komplexe Realität einer Partnerschaft auf einen Faktor zu reduzieren und diesen dann anhand einer einzigen Situation zu beurteilen. Und trotzdem werden Clips mit dem Bird Test und anderen simplen Beziehungshacks millionenfach angeschaut. Warum sind sie so beliebt? Was fasziniert uns an ihnen?

Ich glaube, es liegt daran, dass man erahnen kann, wenn solche Beziehungshacks auf Ansätzen beruhen, die wirklich hilfreich sind. Ansätze, die wissenschaftlich belegt und über Jahre erprobt sind.

Der Bird Test beispielsweise ist eine starke Vereinfachung der Schiebetür-Momente von John Gottman. Eine beiläufige Bemerkung wie „schau mal, ein Vogel“ ist oft ein Beziehungsangebot, mit dem man eine Schiebetür zum Partner hin öffnet. Ob der Partner dies dann wahrnimmt und auf das Beziehungsangebot eingeht oder die geöffnete Schiebetür ein ums andere Mal zuschlägt, hat auf die Dauer tatsächlich Einfluss auf das Gelingen einer Beziehung.

Diese viralen Beziehungshacks sind also nicht ohne Grund so beliebt. Sie sind meist eine (zu) starke Vereinfachung eines wichtigen Konzepts. Und noch etwas haben sie gemeinsam: Es geht immer um den anderen und nie um mich. Die Frage ist nicht, ob ich auf Beziehungsangebote positiv reagiere, sondern ob mein Partner alles richtig macht. Und so suggerieren diese Videos, dass dem anderen ein Verhalten oder eine Charaktereigenschaft fehlt, die er bräuchte, damit ich glücklich werden kann.

Den Fokus auf den anderen statt auf mich selbst zu richten mag angenehm sein, doch hilfreich ist es nicht. Wenn wir über kritische Aspekte unserer Beziehung nachdenken, sollten wir uns fragen, was wir selbst zu einer Verbesserung beitragen können. Unsere erste Antwort auf diese Frage ist normalerweise ein schnelles „Nichts! Ich kann doch nichts dafür, dass er/sie …“. Aber mit etwas Abstand stellen wir oft fest, dass das nicht stimmt. Häufig haben wir einen Handlungsspielraum. Auch wenn man diesen in keinem 20-Sekunden-Reel entdeckt, lohnt es sich trotzdem, danach Ausschau zu halten. Denn wie wir alle aus eigener Erfahrung wissen, kann man das Verhalten seines Partners nicht ändern. Sein eigenes hingegen sehr wohl.

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Denke an eine aktuelle Herausforderung in eurer Beziehung. Wie kannst du selbst Verantwortung dafür übernehmen?

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Eine große Studie hat kürzlich untersucht, was für das Gelingen einer Partnerschaft entscheidend ist. Ist es die Kompati...
24/09/2026

Eine große Studie hat kürzlich untersucht, was für das Gelingen einer Partnerschaft entscheidend ist. Ist es die Kompatibilität der beiden Partner? Eine überdurchschnittlich gute Kommunikation? Oder etwa eine befriedigende Paarsexualität?

Die Forschenden rund um Samantha Joel haben 43 bereits existierende Paarstudien kombiniert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es einen Faktor gibt, der wichtiger ist als Kompatibilität, Kommunikation und S*x: Es ist das Wissen, dass die andere Person voll und ganz hinter einem steht und einen nicht im Stich lässt. Etwas nüchterner könnte man auch von Commitment sprechen.

Das Commitment ist das Fundament unseres Beziehungshauses. Auf dem uneingeschränkten Ja zueinander bauen alle anderen Beziehungsbereiche wie Kommunikation, Konfliktlösung und Freizeitgestaltung auf. Wenn das Fundament Risse bekommt, hat das unmittelbare Auswirkungen auf alle Beziehungsräume, vom Umgang mit den Schwiegereltern über die S*xualität bis zum Umgang mit Geld.

Ich will das am Beispiel der Kommunikation verdeutlichen. Sarah ist eine hervorragende Kommunikatorin. Sie beherrscht die Gewaltfreie Kommunikation ebenso im Schlaf wie den Imago-Dialog und den Kommunikationsknirps. Doch all das nützt ihr nichts, wenn sie spürt, dass das Commitment ihres Partners bröckelt. Denn wenn sie sich nicht mehr sicher ist, ob er zu ihr steht und sie unterstützt, werden bei ihr Ängste aktiviert.

Der Verlust des Partners gehört zu den bedrohlichsten Szenarien unseres heutigen Lebens. Wir reagieren darauf ähnlich wie unsere Pfahlbauer-Vorfahren vor 3000 Jahren, als sie plötzlich einer wütenden Bärenmutter gegenüberstanden: Unser Körper schüttet Adrenalin und Cortisol aus und es kommt zu einer Fight-Flight-Freeze-Reaktion. Während es bei der Begegnung mit der Bärenmutter noch überlebenswichtig war, alle mentalen und körperlichen Ressourcen für eine Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktion zu bündeln, so ist dies in einer modernen Partnerschaft eher nicht hilfreich. Denn diese Reaktion führt dazu, dass wir nicht mehr auf unsere erlernten Kommunikationsstrategien zurückgreifen können. Dazu bräuchten wir unser Großhirn. Da wir uns aber durch das schwindende Commitment unseres Partners bedroht fühlen, hat unser Stammhirn übernommen und das Großhirn kurzerhand in den Stand-by-Modus versetzt.

So kann Sarah ihre kommunikativen Fähigkeiten gar nicht mehr abrufen. Stattdessen wird sie angriffig, ergreift die Flucht oder erstarrt. Natürlich reagiert ihr Partner nicht gut darauf und die Paarkommunikation, eigentlich immer eine Stärke dieses Paares, bricht völlig zusammen.

Weil das Commitment so zentral für jede Partnerschaft ist, sind die Paare im Vorteil, die die Ehe als lebenslange und grundsätzlich unauflösliche Gemeinschaft verstehen. Wer weiß, dass die Partnerin auch in schweren Konflikten nicht von seiner Seite weicht, ist weniger gefährdet, dass das Stammhirn das Ruder übernimmt, weil zu wenig Commitment des Gegenübers wahrgenommen wird.

Um dem Partner zu zeigen, dass man durch dick und dünn zusammenhalten wird, sind nicht nur Taten, sondern auch Worte wichtig. Noch wichtiger als sich „Ich liebe dich“ zu sagen, ist es, sich gegenseitig sein Commitment zu bestätigen. Deshalb lautet der wichtigste Satz in einer Beziehung: „Ich bin da für dich und stehe immer hinter dir“. Wenn wir einander diesen Satz wirklich glauben können, dann gibt uns das die Sicherheit, die wir als Grundlage für alle Beziehungsbereiche brauchen.

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Ersetze dein nächstes „Ich liebe dich“ mit einem ehrlichen Satz, der dein Commitment zu deinem Gegenüber bestärkt.

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Es war der Geburtstag ihres Mannes. Es sollte ein schönes Fest werden mit Freunden von überall her. Während ihr Mann noc...
16/09/2026

Es war der Geburtstag ihres Mannes. Es sollte ein schönes Fest werden mit Freunden von überall her. Während ihr Mann noch beruflich unterwegs war, stand sie in der Küche und bereitete Häppchen vor. Sie sollte eine hübsche und perfekte Gastgeberin sein, dabei fühlte sie sich grässlich und wäre am liebsten davongelaufen. Wieder einmal wurde sie von ihrem Mann mit allem, was ihr Privatleben betraf, allein gelassen. Sie spürte, wie eine Hilflosigkeit und ein unbändiger Zorn in ihr hochstiegen.

Als ihr Mann und die Gäste schließlich eintrudelten, hielt sie es nicht mehr aus. Den Tränen nahe zog sie sich in die Küche zurück. Als eine Freundin zu ihr in die Küche kam und fragte, was mit ihr los sei, war es, als hätte jemand ein Loch in einen Staudamm gebohrt. Sie brach in Tränen aus und schluchzte laut: „Ich muss mich scheiden lassen, ich muss mich scheiden lassen. So kann es nicht mehr weitergehen.“ Weinend zog sie sich ins Schlafzimmer zurück. Die gute Stimmung war dahin. Die Party war vorbei. Es war ein Geburtstag, der allen Anwesenden in Erinnerung bleiben wird.

So erzählt Eva-Maria Zurhorst ihre eigene Geschichte in ihrem Buch „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“. Die Geburtstagsfeier war dabei nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Zu diesem Zeitpunkt war sie schon seit Jahren unglücklich in ihrer Ehe, konnte es sich aber nicht eingestehen, geschweige denn mit ihrem Mann darüber sprechen. So versuchten sie und ihr Mann, etwas aufrechtzuerhalten, was innerlich längst abgestorben war.

Es war der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um endlich mit der Wahrheit herauszurücken und zum Ausdruck zu bringen, wie schlecht es ihr ging. Doch es war auch der entscheidende Wendepunkt in ihrer Beziehung und in ihrem Leben. Als sie sich am nächsten Tag all die Dinge sagten, die sie sich jahrelang nicht mehr zu fragen oder zu sagen getraut hatten, erfuhr sie, dass er eine andere hatte. Und er erfuhr, dass sie schon lange nicht mehr mit ihm zusammen sein wollte. Es war wie ein furchtbares und zugleich reinigendes Gewitter. Endlich war es draußen: „Wir standen vor einem Trümmerhaufen, über den wir vorher schon unzählige Male gestolpert waren, ohne seine Existenz wahrhaben zu wollen. […] Wie wir viel später erst verstehen lernten, war dieser Geburtstag der Neuanfang in unserer Beziehung.“

Wir wollen gute Partner sein. Wir wollen keinen Streit, sondern ein harmonisches Miteinander. Deshalb sind wir angepasst und nett. Wir wollen es unserer Partnerin recht machen. Wir reden uns ein, dass in unserer Beziehung alles bestens läuft. Doch wenn wir der Wahrheit nicht ins Auge schauen, kommt es früher oder später zu einem solch katastrophalen Dammbruch in unserer Beziehung. Unkontrolliert reißt dann das zuvor aufgestaute Wasser alles mit sich.

Aber es gibt einen Weg, eine solche Flut zu verhindern. Wenn wir wirklich ehrlich zu uns selbst und zu unserem Gegenüber sind, können wir verhindern, dass in uns eine tickende Zeitbombe entsteht. Aber das erfordert Mut. Es braucht Mut, uns einzugestehen, dass unsere Ehe nicht so ist, wie wir sie uns vorgestellt haben. Und dass auch wir nicht so sind, wie wir gerne über uns selbst denken würden. Es braucht Mut, die eigenen Bedürfnisse einzubringen, statt zu allem Ja zu sagen, um schwierigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Es braucht Mut, dem anderen zu sagen, was einem am gemeinsamen S*x nicht gefällt. Es braucht Mut zu sagen, dass wir mit unserer Aufgabenaufteilung nicht mehr einverstanden sind.

Ich glaube, es gibt keine echte Alternative zu solchen aufrichtigen und ehrlichen, aber auch schwierigen Gesprächen in einer engen und langfristigen Beziehung. Natürlich ist es einfacher, immer freundlich zu lächeln und sich einzureden, dass alles in Ordnung ist. Aber in einer solchen Scheinwelt zu leben, raubt uns das Leben und verhindert echte Verbundenheit. Die Wahrheit hingegen, so schmerzhaft sie auch sein mag, macht uns frei und bringt Leben in unsere Beziehung.

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Wo neigst du in deiner Partnerschaft zur Schönfärberei, statt der Wahrheit ins Auge zu schauen und sie auf den Tisch zu bringen?

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Es war 23:02 Uhr, als Louis seinen Wagen in der Tiefgarage parkte. Er blieb im Auto sitzen und scrollte auf seinem Smart...
08/09/2026

Es war 23:02 Uhr, als Louis seinen Wagen in der Tiefgarage parkte. Er blieb im Auto sitzen und scrollte auf seinem Smartphone durch irgendwelche News, die ihn nur halbwegs interessierten. Bis kurz vor 1 Uhr. Da war er sich sicher, dass seine Frau Natascha schlief und keine Szene machen würde, wenn er sich hereinschlich. Die Szene kam dann am nächsten Abend. Und sie war umso heftiger, weil Louis auf die Frage, warum er so lange weg gewesen sei, ausweichend antwortete. Dass er aus Angst vor ihrer Reaktion noch zwei Stunden im Auto gewartet hatte, wollte er ihr nicht sagen, weil es ihm peinlich war.

Natascha und Louis haben sich so arrangiert, dass Natascha bestimmt und dominiert. Wenn ihr etwas nicht passt, gibt es Wutausbrüche und Tränen. Louis nimmt dabei die Rolle des sich fügenden Untertanen ein. Er kann so passiv, abhängig und gefügig sein, weil sie so bestimmend, kontrollierend und mächtig ist. Diese Aufteilung gibt beiden eine Sicherheit. Solange beide die ihnen zugewiesene Rolle richtig spielen, hält die Partnerschaft.

Beziehungen, in denen beide Partner völlig voneinander abhängig sind, finde ich grauenhaft. Die starren Rollen geben zwar Sicherheit und das Gefühl, alles im Griff zu haben. Gleichzeitig verhindern sie aber das persönliche Wachstum beider. Oft ist es für das Umfeld offensichtlich, welche Wachstumsschritte anstehen würden. Er müsste lernen, sich auch mal zu behaupten sowie ihre emotionalen Ausbrüche auszuhalten und die Verantwortung dafür von sich zu weisen. Und sie müsste lernen, ihrem Mann Eigenständigkeit zuzugestehen und auszuhalten, dass ihre Beziehung dadurch unsicherer und für sie auch bedrohlicher wird. Denn ein eigenständiger Mann könnte ja plötzlich aus der Beziehung aussteigen und alleine leben wollen.

Es gibt aber etwas, was ich noch schlimmer finde als diese totale Abhängigkeit. Und das ist: totale Unabhängigkeit. Wer unabhängig sein will, führt einen ständigen Kampf gegen die Abhängigkeit. Er bekämpft alles, was ihn abhängig machen könnte. Ein solches Verhalten ist der Nähekiller schlechthin.

Wer sich seinem Partner anvertraut und beispielsweise offenbart, wie es ihm wirklich geht, macht sich natürlich abhängig. Er macht sich abhängig davon, dass der Partner gut damit umgeht. Dass er diese Information nicht gegen ihn verwendet. Dass er ihn nicht verletzt, indem er die Verbindung, die durch diese Selbstoffenbarung entstanden ist, gleich wieder zerstört. Wer unabhängig sein will, vermeidet also jedes Verhalten, das emotionale Nähe und damit Abhängigkeit schaffen könnte. Deshalb ist das Streben nach totaler Unabhängigkeit letztlich noch beziehungsschädigender als eine ungesunde Abhängigkeit.

Eine gesunde Partnerschaft bedeutet immer, sich freiwillig in die Abhängigkeit des anderen zu begeben. Wir sollten nicht versuchen, diese Abhängigkeit zu bekämpfen. Vielmehr sollten wir uns darauf konzentrieren, unsere Ansichten und Bedürfnisse in dieses gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis einzubringen und uns nicht in ungesunder Weise zu verbiegen und dem Partner anzupassen.

Es ist wie bei einem guten Teller Pasta mit Tomatensugo. Kocht man die Teigwaren zu lange in der Sauce, erhält man einen unappetitlichen Einheitsbrei. Wenn man aber aus Angst davor die Pasta und die Sauce nur getrennt kocht, fehlt auch etwas. Die beiden müssen sich verbinden, der Sugo muss an der Pasta haften, ohne dass beide zu einer undifferenzierten Masse verschmelzen. Nur in dieser Verbindung miteinander können beide ihre besten Seiten entfalten.

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Neigt deine Partnerschaft eher zu übermäßiger Abhängigkeit oder Unabhängigkeit?

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Integriere auch du den Glauben entspannt, echt und ohne Leistungsdruck in euren Familienalltag und sei am Onlinekurs dab...
08/09/2026

Integriere auch du den Glauben entspannt, echt und ohne Leistungsdruck in euren Familienalltag und sei am Onlinekurs dabei.

Für alle Eltern mit Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren

Infos und Anmeldung: https://www.familylife.ch/glaube-in-der-familie/

Lerne Rituale und Tools kennen, die deinen Kindern helfen, Gott zu erfahren und sichere dir jetzt einen Platz im Kurs!  ...
20/08/2026

Lerne Rituale und Tools kennen, die deinen Kindern helfen, Gott zu erfahren und sichere dir jetzt einen Platz im Kurs!

Adresse

Josefstrasse 206
Zürich
8005

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 17:00
Dienstag 08:00 - 17:00
Mittwoch 08:00 - 17:00
Donnerstag 08:00 - 17:00
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