Der Austausch "Müller trifft Krasniqi " ist in zwei Phasen aufgeteilt.
1. Filmaustausch
Jugendliche aus der Stadt Zürich erforschen mit filmischen Mitteln die kulturellen Eigenheiten zweier Kulturen, aber auch die kulturellen Missverständnisse, die sich zwischen zwei Kulturen ergeben können. Einerseits beschäftigen sich die Teilnehmner mit ihrer Herkunft, anderseits befassen sie sich mit der ko
sovo-albanischen, bzw mit der schweizerischen Kultur. Beide Seiten stellen kurze Filme her, welche sie sich gegenseitig zuschicken. Das Verfahren funktioniert wie eine Brieffreundschaft und soll die Kreativität der Teilnehmern fordern.
2. Reise
Das Projekt wird mit dem gegenseitigen Besuch zwischen den Teilnehmern beendet werden. Die Teilnehmer aus Zürich, wie aus Pristina werden dank Theaterworkshops, Musik und Ausflüge sich selbst ein Bild von der Partnerstadt machen. Auf spielerische Art wagen sie sich die Jugendlichen zum Abschluss an eine gemeinsame Arbeit und weden bei einem
Improvisationstheater die Möglichkeit bekommen, ihre Sichtweise zum Thema Vorurteile auf die Bühne zu bringen. In beiden Städten werden sich die Jugendlichen auch weiterhin gegenseitig mit der Kamera begleiten, damit auch das persönliche Kennenlernen
festgehalten wird. Aus allen Videobotschaften und den gegenseitigen Besuchen wird schlussendlich eine filmische Dokumentation über das Projekt Müller trifft Krasniqi! Unsere Wahl für den Austausch mit der Stadt Pristina, Kosovo basiert auf der in den letzten Jahren zunehmenden Einwanderung von Kosovoalbanern in Zürich. Über diese nahe und zugleich so ferne Kultur wissen wir ziemlich wenig und genau so entstehen Vorurteile. Die wenigsten Menschen gestehen sich ihre Vorurteile ein, doch genau bei der kosovo-albanischen Kultur kursieren so einige: Aggressivität, Kriminalität oder Gewalttätigkeit sind Begriffe, die immer wieder im Zusammenhang mit dieser Kultur fallen.