21/01/2026
Über eine Million Menschen in Kyjiw sind bei eisigen Temperaturen ohne Strom. Die Lage ist dramatisch, wie uns alle unseren ukrainischen Projektpartner berichten. Anna Matyushkina von der NGO "Kinder der Hoffnung", die Flüchtlingsfamilien in und um Kyjiw unterstützt, schrieb uns gestern: "Die Lage ist kritisch. Kyjiw hat keinen Strom, keine Heizung und kein Wasser. Kinder werden aus der Stadt gebracht. Die Schulen sind geschlossen. Wir haben alle Kurse bis zum 1. Februar abgesagt, da es derzeit nicht möglich ist, Treffen abzuhalten. Die Familien sind mit dem Überleben beschäftigt und können bei dieser Kälte nicht zu unseren Räumlichkeiten kommen, da keine der von unserer NGO betreuten Familien ein Auto besitzt.
Heute gab es einen erneuten Beschuss, der die ohnehin schon schwierige Lage in Kyjiw noch verschlimmert hat. Das ist ein sehr schwerwiegender Völkermord, der darauf abzielt, in Kyjiw Bedingungen zu schaffen, unter denen es unmöglich ist zu leben. Es ist schade, dass es kaum Reaktionen von Partnern und internationalen Politikern gibt. Die Menschen sind allein mit den brutalen Überlebensbedingungen. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir versuchen, älteren Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität mit Essen und Wasser zu helfen. Die kriegstraumatisierten Kinder setzen mit Unterstützung unserer NGO ihre Ferntherapie mit einer Psychologin fort."
Auch wir werden die Unterstützung unserer ukrainischen Projektpartner fortsetzen und sind dankbar für jede Hilfe!