21/09/2026
Biotopbäume sind Bäume mit besonderem ökologischem Wert. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten und tragen wesentlich zur Biodiversität im Wald bei. Als Biotopbäume gelten insbesondere Höhlenbäume, Horstbäume sowie Bäume mit wertvollen Mikrohabitaten.
Typische Merkmale von Biotopbäumen sind:
- Höhlen und Stammöffnungen
- Horste und Nester
- Totholzanteile in der Krone
- Risse und Spalten im Stamm
- Pilzkonsolen
- Flechten- und Moosbewuchs
- austretender Baumsaft
- markante, alte oder ungewöhnliche Wuchsformen
- grosse, strukturreiche Kronen
Der PEFC Schweizer Waldstandard fordert, dass Biotopbäume im Bestand erhalten bleiben, solange sie kein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Als Zielwert werden 5 bis 10 Biotopbäume pro Hektare in Beständen der Baum- und Altholzphase empfohlen.
Biotopbäume sind ein sichtbares Zeichen naturnaher Waldwirtschaft. Sie schaffen wertvolle Habitate, fördern die Vernetzung von Lebensräumen und sichern wichtige Strukturen für zahlreiche spezialisierte Arten – oft über Jahrzehnte hinweg. Der Erhalt solcher Bäume ist deshalb ein zentraler Bestandteil des PEFC Schweizer Waldstandards.