21/06/2026
Morgendlicher Vogelspaziergang mit einem Ärgernis
Es ist frühmorgens, das Tram und der Bus sind wieder weitergefahren, die Fahrräder abgestellt und nun steht eine Gruppe bereit, die gespannt ist, was die Vogelwelt in Albisrieden zu bieten hat. Der Naturschutzverein Albisrieden lud zu einem Spaziergang ein, zum Morgenkonzert der Vögel. Die mit Ferngläsern ausgerüstete Gruppe macht sich auf den Weg durch den alten Dorfkern, hoch zum Hasenrain durch den Wald bis Friedhof Eichbühl und am Sportplatz Buchlern wieder zurück zum Ortsmuseum Albisrieden.
Allen fällt sofort der dominierende Gesang der Mönchsgrasmücke auf. Der unscheinbar grau-braune Vogel mit dunkler Kappe sorgte vor kurzem für Schlagzeilen, weil er nun zum in der Schweiz häufigsten Brutvogel gehört und somit den Buchfink ablöste.
Als Urs Heinz Aerni, vom Vereinsvorstand auf den hektischen Gesang des Zaunkönigs hinweist, ruft eine Teilnehmerin mit Blick nach oben: “Was ist das denn?”. Da sitzt ein kleiner Vogel mit langem Schwanz auf einem Ast. Eine Schwanzmeise. Dieser niedlicher Vogel, der übrigens nicht mit Meisen verwandt ist, verfügt über einen Schwanz, der mehr als die Hälfte seiner Gesamtlänge ausmacht, bis ca. 15 cm. Perfekt als “Balancestange” beim Hängeln und Turnen im Geäst.
Ein Ärgernis, das der interessierten Schar zwischen dem morgendlichen Gezwitscher aufgefallen ist, soll nicht unerwähnt bleiben. Der Müll auf dem Hasenrain nach wohl nächtlicher Party. Bierflaschen, Plastikgeschirr, ja im Wald herumliegende CDs führen zu der Frage, warum Menschen, die sichtlich das Grüne suchen, zu so etwas fähig sind. Ein Passant meint, dass man hier Kameras aufstellen müsse, was ein Teilnehmer zum Kommentar veranlasst: “Dann könnte man auch gleich Tiere beobachten…”
https://nvalbisrieden.ch/2026/06/13/morgendlicher-vogelspaziergang-mit-einem-aergernis/