Verein Schweizer Armeemuseum

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Verein Schweizer Armeemuseum Der Förderverein Schweizer Armeemuseum unterstützt die Stiftung Historisches Armeematerial. Ziel ist die Realisierung eines Armeemuseums.

Alle Anfragen bitte direkt an die Stiftung richten ([email protected]) Der Förderverein Schweizer Armeemuseum unterstützt die Stiftung Historisches Armeematerial bei der Sammlung, Inventarisierung und Restaurierung von Material. Alle Anfragen bezüglich Material, Informationen und Führungen usw. bitte direkt an die Stiftung HAM richten ([email protected]) Derzeit sind die Material-Sammlungen in Thun und Burgdorf auf Anfrage besuchbar. Informationen zu Besichtigungen: http://www.stiftung-ham.ch/index.php?page=fuehrung

***** Schweizer Solddienst war mehr als ein militärisches Geschäft*****Historiker Prof. Dr. André Holenstein zeigte in s...
14/09/2026

***** Schweizer Solddienst war mehr als ein militärisches Geschäft*****

Historiker Prof. Dr. André Holenstein zeigte in seinem Vortrag beim Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) in Thun, aus welchen Gründen während Jahrhunderten zahlreiche Männer aus der Eidgenossenschaft für ausländische Mächte kämpften.

Der emeritierte Professor für ältere Schweizer Geschichte an der Universität Bern zeigte, wie eng Solddienst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft während Jahrhunderten miteinander verflochten waren. Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert traten nämlich mehrere hunderttausend Männer aus der damaligen Eidgenossenschaft in den Dienst verschiedener ausländischer Mächte. Holenstein ordnete die fremden Dienste als wichtigste temporäre militärische Arbeits- und Karrieremigration der Schweizer Geschichte ein. Im 17. Jahrhundert standen je nach Region schätzungsweise 10 bis 30 Prozent der erwachsenen Männer zeitweise in fremden Diensten.

Dabei widersprach Holenstein der verbreiteten Vorstellung, die Eidgenossen seien vor allem aus Armut Söldner geworden. Nach Holenstein war nicht allein Armut ausschlaggebend. Europäische Mächte suchten Soldaten, während Männer aus der Eidgenossenschaft bereit waren, in fremde Dienste zu treten. Ihre strategische Lage an wichtigen Alpenübergängen, ihre militärischen Erfolge und die Nähe zu den europäischen Kriegsschauplätzen begünstigten dieses Geschäftsmodell.

Militärunternehmer als Schlüsselfiguren

Eine wichtige Rolle spielten private Militärunternehmer. Sie warben Soldaten an, finanzierten und organisierten Kompanien und pflegten Beziehungen zu ausländischen Herrschern sowie zur Politik in ihren Heimatkantonen. Für zahlreiche einflussreiche Familien wurden die fremden Dienste über Generationen zu einer Quelle von Geld, Macht und Ansehen. Die Folgen reichten weit über das Militär hinaus: Der Solddienst beeinflusste Staatsfinanzen und Machtverhältnisse ebenso wie Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Rückkehrer brachten Fremdsprachenkenntnisse, neue Konsumgewohnheiten und kulturelle Einflüsse in die Eidgenossenschaft.

Ein Geschäftsmodell mit Kritikern

Unbestritten war der Solddienst nie. Reformatoren wie Huldrych Zwingli und Heinrich Bullinger verurteilten das Töten gegen Bezahlung aus religiösen Gründen. Im 18. Jahrhundert kritisierten Reformer den Verlust heimischer Arbeitskräfte, im 19. Jahrhundert geriet der Dienst von republikanischen Schweizern für ausländische Monarchien zunehmend in die Kritik.
Holenstein betonte, dass die Eidgenossenschaft trotz ihrer zunehmenden Distanz zu den Kriegen der Grossmächte wirtschaftlich mit ihnen verbunden blieb. Sie war Teil eines grenzüberschreitenden Marktes für Soldaten, Kapital und weitere kriegswichtige Ressourcen. Die Eidgenossenschaft hielt sich damit aus den Kriegen heraus, blieb aber am europäischen Kriegsgeschäft beteiligt.

Bild: Referent André Holenstein bei seinem Vortrag in Thun. Bild: zvg

***In Fremdem Dienst***Angesichts der laufenden Neutralitätsdebatte ist der Dienst von Schweizern in fremden Heeren ein ...
02/09/2026

***In Fremdem Dienst***

Angesichts der laufenden Neutralitätsdebatte ist der Dienst von Schweizern in fremden Heeren ein spannendes Thema. Aufgegriffen und erklärt wird ein zentraler Teils dieser Erscheinung am Vortrag am 9. September in Thun vom Berner Historiker André Holenstein.

Söldnerdienste und der Eintritt in fremde Streitkräfte sind heute für Schweizer Bürger grundsätzlich verboten. Die Bundesverfassung von 1848 untersagte neue Verträge über Truppenstellungen. Ein definitives gesetzliches Verbot wurde im Jahr 1859 eingeführt. Das Referat von André Holenstein umfasst deshalb die Zeit vor 1848.

Mit den Fremden Diensten war immer auch ein Militärunternehmertum verbunden. Ein privater Militärunternhmer bot fremden Herrschern Truppen gegen Bezahlung an. Diese Unternehmer nahmen eine zentrale organisatorische Funktion war. Nochheute zeugen vielerorts Schlösser und prachtvolle Wohnsitze vom Reichtum der damaligen Militärunternehmer.

Der Solddienst für fremde Mächte ist eine zentrale gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und politische Tatsache in der Geschichte der alten Eidgenossenschaft. Der Vortrag Prof. Dr. André Holenstein erhellt die Hintergründe und Voraussetzungen für dieses Phänomen und beleuchtet zentrale Aspekte dieser militärischen Arbeits- und Karrieremigration in der langen Dauer.

Der Referent: André Holenstein ist Professor emeritus für ältere Schweizer Geschichte und vergleichende Regionalgeschichte am Historischen Institut der Universität Bern.

Treffpunkt: Mittwoch, 9. September 2026, 18.45 Uhr, auf dem Parkplatz der ehemaligen Soldatenstube 3 Tannen an der Allmendstrasse in Thun (Einweisung, Plan unter https://armeemuseum.ch/referate/). Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ab Bahnhof Thun mit Buslinie 4 bis Haltestelle Kleine Allmend. Beginn 19 Uhr.

25/08/2026
Medienmitteilung vom 9. August 2026  *** Blaulicht und Sirenenn im Dienst der Armee ***Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge ...
10/08/2026

Medienmitteilung vom 9. August 2026

*** Blaulicht und Sirenenn im Dienst der Armee ***

Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge sind eher Exoten im Fuhrpark der Schweizer Armee. Beim Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) in Burgdorf zeigte Markus Hofmann, wie vielfältig deren Geschichte ist – von den Anfängen der Betriebsfeuerwehren bis zu den modernen Flugplatzlöschfahrzeugen.

Blaulicht, Sirene und schwere Löschtechnik verbindet man nicht unbedingt mit der Schweizer Armee. Und doch gehören Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge seit Jahrzehnten zum militärischen Fuhrpark. Markus Hofmann hat sich intensiv mit diesen besonderen Fahrzeugen beschäftigt und für seinen Vortrag beim VSAM tief in den Archiven recherchiert.

Die Geschichte reicht weit zurück. Bereits 1885 wurde in Thun eine Feuerwehr für die eidgenössischen Militärbetriebe eingerichtet. Im Verlauf der Jahrzehnte kamen unterschiedlichste Fahrzeuge und Konzepte hinzu. Ein besonderes Kapitel bilden dabei die Motorfahrzeuge der 1940 in der Schweiz internierten französischen Armee, die ebenfalls Eingang in die Geschichte der militärischen Fahrzeugflotte fanden.

Einen Schwerpunkt bildeten die Flugplatzfeuerwehren. Heute stehen dort leistungsfähige Spezialfahrzeuge bereit, die im Ernstfall innert kürzester Zeit ausrücken müssen. Zu den eindrücklichsten Vertretern gehören die Rosenbauer Panther. Besonders das Unfallpikett der Militärflugplätze mit seinen speziell ausgerüsteten Fahrzeugen ist bis heute ein Blickfang.

Hofmann beleuchtete auch die Geschichte der sogenannten Armeelöschzüge. Diese waren über viele Jahre ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Armee und zivilen Feuerwehren. Die Fahrzeuge waren im Frieden bei kommunalen oder betrieblichen Feuerwehren stationiert und konnten im Bedarfsfall für militärische Aufgaben eingesetzt werden. Um 2008 endete dieses Kapitel; die Armeelöschzüge wurden aufgelöst.

Nicht weniger interessant war der Blick auf die Sanitätsfahrzeuge. Anhand historischer und aktueller Aufnahmen zeigte Hofmann die Entwicklung der Motorisierung der Sanitätstruppen – von früheren Fahrzeugen bis zu den heutigen geschützten Transportfahrzeugen.

Damit wurde deutlich, wie breit das Spektrum der militärischen Motorfahrzeuge ist. Hofmanns fundierte Kenntnisse und die zahlreichen historischen Aufnahmen machten sichtbar, dass hinter den eher unscheinbaren Fahrzeugen eine ebenso spannende wie abwechslungsreiche Geschichte steckt.

Nach dem Vortrag im Ausbildungszentrum des Berner Baumeisterverbands in Burgdorf bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, einige der vorgestellten Fahrzeuge im Original zu sehen. In der benachbarten Sammlung der Stiftung HAM konnten verschiedene historische Fahrzeuge besichtigt werden – und damit wurde die Geschichte aus dem Vortrag unmittelbar erlebbar.

Bildlegende: Markus Hofmann erläutert die Fahrzeuge und deren Einsatz in der Schweizer Armee. (Bild: zvg)

LINK zum Vortrag auf Youtube: https://youtu.be/YJnCSO364Dw?si=flnFbFA1nTxYAp4u

Medienmitteilung vom 21. Juli 2026  ***Blaulicht in der Armee: Wenn Feuerwehr- und Sanitätsautos zum Einsatz rollen***Fe...
21/07/2026

Medienmitteilung vom 21. Juli 2026

***Blaulicht in der Armee: Wenn Feuerwehr- und Sanitätsautos zum Einsatz rollen***

Feuerwehr- und Sanitätsautos gehören zu den auffälligsten Fahrzeugen in der Schweizer Armee – aufgrund ihrer Bemalung. Deren Entwicklung und Typisierung zeigt der Fahrzeugspezialist Markus Hofmann am 5. August beim Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) in Burgdorf.

Blaulicht und Sirene gehören dazu, zum Vortragsthema vom Mittwoch, 5. August, in Burgdorf: Im Rahmen der Vortragsreihe des Vereins Schweizer Armeemuseum erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Wissenswertes über die Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge der Schweizer Armee. Gezeigt werden anhand von historischen und aktuellen Bildern die Feuerwehrfahrzeuge der Militärflugplätze, der Rettungstruppen und der Betriebsfeuerwehren der Logistikbetriebe der Armee. Ebenfalls behandelt wird vom Referenten Markus Hofmann aus Vordemwald, Autor des Buches «Fahrzeuge der Schweizer Armee», die Motorisierung des Sanitätsdienstes der Schweizer Armee.

Im Anschluss an den Vortrag im Ausbildungszentrum Berner Baumeisterverband kann ein Teil der gezeigten Fahrzeuge in der benachbarten Sammlung der Stiftung HAM besichtigt werden.

Treffpunkt: Mittwoch, 5. August 2026,18.50 Uhr Ausbildungszentrum Berner Baumeisterverband, (Ziegelgut 3D, 3400 Burgdorf – bei der Abzweigung in die Militärstrasse). Beginn 19 Uhr.

Bildlegenden (Bilder: zvg)
Drei Generationen von Löschfahrzeugen der Armee.
1: Tanklöschfahrzeug Magirus-Deutz des legendären Armeelöschzugs 1966.
2: Iveco Magirus Löschwagen 03 für Militärflugplätze
3: Rosenbauer Panther 6x6 und 8x8, Unfallpikett Militärflugplätze

Medienmitteilung vom 22. Mai 2026  ***Die grosse Festung im harten Grimselfels***Eigenartige Löcher in einer Felswand, e...
23/05/2026

Medienmitteilung vom 22. Mai 2026

***Die grosse Festung im harten Grimselfels***

Eigenartige Löcher in einer Felswand, eine Standseilbahn, die scheinbar ins Nichts führt: Der Vortrag von Hans Rudolf Schneider, Journalist, Buchautor und Verleger, brachte Licht ins Dunkel. Der Anlass beim Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) drehte sich um das Artilleriewerk auf der Grimsel.

Der Grimselpass war seit jeher eine wichtige Alpenquerung. Kein Wunder also, dass die Armee den Übergang kontrollieren und im Ernstfall sperren wollte. Die Ausführungen, wie sich die Schweizer Armee auf den Ernstfall vorbereitete, stiessen auf beachtliches Interesse in Thun.

Offizieller Baustart für das Artilleriewerk Grimsel war am Nationalfeiertag 1941. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges waren die sechs 15 cm-Geschütze einsatzfähig, konnten bis nach Italien und in den Raum Andermatt wirken. In der ganzen Zeit bis zur Ausmusterung 1998 wurden immerhin über 6000 Granaten verschossen – zum Glück nur übungshalber.

Der Referent Hans Rudolf Schneider ging auf spezielle Aspekte der grossen Festung ein: die Wetterverhältnisse im Hochgebirge, die Baulogistik, die Ver- und Entsorgung während der ganzen Einsatzzeit und er erwähnte auch die Pläne, eine moderne Batterie von Bison-Geschützen als Ersatz für das stillgelegte Werk zu bauen. Daraus wurde jedoch nichts – die Festung ist komplett ausgeräumt, die Kanonen verschrottet und die Anlage kann heute nicht mehr besucht werden.

Geblieben sind die Erinnerungen – am Vortragsabend in Thun waren einige ehemalige «Grimsel»-Soldaten anwesend – und ein Buch des Referenten, in dem die Geschichte der Grimselfestung für die Nachwelt erhalten bleiben wird.

www.hs-publikationen.ch

*** Verborgene (Bunker-)Welten auf der Grimsel *** Heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind die Bunker und Festung...
03/05/2026

*** Verborgene (Bunker-)Welten auf der Grimsel ***

Heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind die Bunker und Festungen auf dem Grimselpass. Vor allem das grosse Artilleriewerk ist eine verborgene Welt. Was sich im Grimselgranit verbirgt, zeigt Buchautor Hans Rudolf Schneider am 20. Mai beim Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM).

Der Grimselpass war seit jeher eine wichtige Alpenquerung. Kein Wunder also, dass die Armee den Durchgang kontrollieren und im Ernstfall sperren wollte. Davon zeugen die Bunker und Unterstände auf der Passhöhe, die meisten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges. Besonders spannend ist jedoch das Artilleriewerk, das bis nach Italien hätte schiessen können – dies aber zum Glück nie einsetzen musste.

Die Überlegungen hinter der Planung, die Realisierung sowie die Geschichte der grossen Festungsanlage stehen im Mittelpunkt des Vortrags am Mittwoch, 20. Mai 2026, um 19 Uhr in Thun im Rahmen der VSAM-Vortragsreihe. Referent Hans Rudolf Schneider hat über die Grimselfestung vor zwei Jahren zudem ein Buch veröffentlicht.

Treffpunkt: Mittwoch, 20. Mai 2026, 18.45 Uhr, auf dem Parkplatz der ehemaligen Soldatenstube 3 Tannen an der Allmendstrasse in Thun (Einweisung, Plan unter https://armeemuseum.ch/referate/). Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ab Bahnhof Thun mit Buslinie 4 bis Haltestelle Kleine Allmend. Beginn 19 Uhr.

Bildlegende: Die letzte verbliebene Kanone der Grimselfestung ist konserviert und in der Festung eingelagert. Bild: ZVG

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3600

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