Verein Schweizer Armeemuseum

Verein Schweizer Armeemuseum Der Förderverein Schweizer Armeemuseum unterstützt die Stiftung Historisches Armeematerial. Ziel ist die Realisierung eines Armeemuseums.

Alle Anfragen bitte direkt an die Stiftung richten ([email protected]) Der Förderverein Schweizer Armeemuseum unterstützt die Stiftung Historisches Armeematerial bei der Sammlung, Inventarisierung und Restaurierung von Material. Alle Anfragen bezüglich Material, Informationen und Führungen usw. bitte direkt an die Stiftung HAM richten ([email protected]) Derzeit sind die Material-Sammlungen

in Thun und Burgdorf auf Anfrage besuchbar. Informationen zu Besichtigungen: http://www.stiftung-ham.ch/index.php?page=fuehrung

31/05/2026
Medienmitteilung vom 22. Mai 2026  ***Die grosse Festung im harten Grimselfels***Eigenartige Löcher in einer Felswand, e...
23/05/2026

Medienmitteilung vom 22. Mai 2026

***Die grosse Festung im harten Grimselfels***

Eigenartige Löcher in einer Felswand, eine Standseilbahn, die scheinbar ins Nichts führt: Der Vortrag von Hans Rudolf Schneider, Journalist, Buchautor und Verleger, brachte Licht ins Dunkel. Der Anlass beim Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) drehte sich um das Artilleriewerk auf der Grimsel.

Der Grimselpass war seit jeher eine wichtige Alpenquerung. Kein Wunder also, dass die Armee den Übergang kontrollieren und im Ernstfall sperren wollte. Die Ausführungen, wie sich die Schweizer Armee auf den Ernstfall vorbereitete, stiessen auf beachtliches Interesse in Thun.

Offizieller Baustart für das Artilleriewerk Grimsel war am Nationalfeiertag 1941. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges waren die sechs 15 cm-Geschütze einsatzfähig, konnten bis nach Italien und in den Raum Andermatt wirken. In der ganzen Zeit bis zur Ausmusterung 1998 wurden immerhin über 6000 Granaten verschossen – zum Glück nur übungshalber.

Der Referent Hans Rudolf Schneider ging auf spezielle Aspekte der grossen Festung ein: die Wetterverhältnisse im Hochgebirge, die Baulogistik, die Ver- und Entsorgung während der ganzen Einsatzzeit und er erwähnte auch die Pläne, eine moderne Batterie von Bison-Geschützen als Ersatz für das stillgelegte Werk zu bauen. Daraus wurde jedoch nichts – die Festung ist komplett ausgeräumt, die Kanonen verschrottet und die Anlage kann heute nicht mehr besucht werden.

Geblieben sind die Erinnerungen – am Vortragsabend in Thun waren einige ehemalige «Grimsel»-Soldaten anwesend – und ein Buch des Referenten, in dem die Geschichte der Grimselfestung für die Nachwelt erhalten bleiben wird.

www.hs-publikationen.ch

*** Verborgene (Bunker-)Welten auf der Grimsel *** Heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind die Bunker und Festung...
03/05/2026

*** Verborgene (Bunker-)Welten auf der Grimsel ***

Heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind die Bunker und Festungen auf dem Grimselpass. Vor allem das grosse Artilleriewerk ist eine verborgene Welt. Was sich im Grimselgranit verbirgt, zeigt Buchautor Hans Rudolf Schneider am 20. Mai beim Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM).

Der Grimselpass war seit jeher eine wichtige Alpenquerung. Kein Wunder also, dass die Armee den Durchgang kontrollieren und im Ernstfall sperren wollte. Davon zeugen die Bunker und Unterstände auf der Passhöhe, die meisten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges. Besonders spannend ist jedoch das Artilleriewerk, das bis nach Italien hätte schiessen können – dies aber zum Glück nie einsetzen musste.

Die Überlegungen hinter der Planung, die Realisierung sowie die Geschichte der grossen Festungsanlage stehen im Mittelpunkt des Vortrags am Mittwoch, 20. Mai 2026, um 19 Uhr in Thun im Rahmen der VSAM-Vortragsreihe. Referent Hans Rudolf Schneider hat über die Grimselfestung vor zwei Jahren zudem ein Buch veröffentlicht.

Treffpunkt: Mittwoch, 20. Mai 2026, 18.45 Uhr, auf dem Parkplatz der ehemaligen Soldatenstube 3 Tannen an der Allmendstrasse in Thun (Einweisung, Plan unter https://armeemuseum.ch/referate/). Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ab Bahnhof Thun mit Buslinie 4 bis Haltestelle Kleine Allmend. Beginn 19 Uhr.

Bildlegende: Die letzte verbliebene Kanone der Grimselfestung ist konserviert und in der Festung eingelagert. Bild: ZVG

28/04/2026
***Personal, Projekte und Neutralität im Fokus***Der Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) tagte am letzten Samstag in Thu...
27/04/2026

***Personal, Projekte und Neutralität im Fokus***

Der Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) tagte am letzten Samstag in Thun. Die Anträge des Vorstands fanden dabei einhellig Zustimmung. Im Vorstand gab es einen wichtigen Wechsel, und der nächste zeichnet sich ab. Gesprochen wurde auch über ein hochaktuelles Thema.

26 Jahre lang hat Sascha Burkhalter als Kassier im Verein Schweizer Armeemuseum gewirkt. Am Samstag hat er das letzte Mal Rechnung und Budget vorgelegt. Die rund 100 anwesenden Mitglieder dankten ihm mit Applaus für sein grosses Engagement. Sie wählten im Anschluss Christine Pulfer zur neuen Kassierin. Ein weiterer gewichtiger Wechsel wird es an der nächsten Mitgliederversammlung geben, wie angekündigt wurde: Präsident Henri Habegger wird das Präsidialamt niederlegen, jedoch im Vorstand für die Leitung von Projekten verbleiben. Als Nachfolger ist der bisherige Vizepräsident Ulrich Stoller bereits in den Startlöchern, um die Geschicke des Vereins mit schweizweit rund 1400 Mitgliedern zu leiten.

Die statutarischen Geschäfte wurden alle im Sinne der Anträge beschlossen. In seinem Rückblick zeigte der Präsident die abgeschlossenen oder laufenden Projekte auf – sei es von der Sammlung von Militärpostkarten oder Soldatenmarken bis zum Einkauf von Material aus privaten Händen für die Sammlung Armeematerial des Bundes, die von der Stiftung Historisches Armeematerial HAM betreut wird. Wie beide Seiten bekräftigten, ist die rechtliche Neuregelung der Zusammenarbeit zwischen dem VSAM und der Stiftung endlich auf guten Wegen.

Die Vertreter der Stiftung informierten an der Versammlung kurz über ihre Tätigkeiten, das heisst vor allem die Archivierung, Digitalisierung und Restaurierung von Dokumenten und physisch vorhandenem Armeematerial, um dieses der Nachwelt zu erhalten. Herausfordernd sei die teils unzulängliche Infrastruktur für die Lagerung – sprich die Gebäude – und neue Anforderungen wie der korrekte Umgang mit Schadstoffen im Sammlungsmaterial.

Den Abschluss des Anlasses in Thun bildete ein aktuelles Thema: Der Historiker Dr. Marco Jorio referierte über die Neutralität der Schweiz, beschrieb den umständlichen und spannenden Weg, wie die Schweiz in der Zeit um 1815 zum anerkannten neutralen Status gelangen konnte. Ein Status, dessen Bedeutung heute und wohl noch länger kontrovers diskutiert wird. Der Vortrag wird in ca. zwei Wochen auf der Homepage des VSAM herunterladbar sein.

Bild: Der nach 26 Jahren abtretende Kassier Sascha Burkhalter (links) und der VSAM-Präsident Henri Habegger. Bild: ZVG

***  «Die Artillerie hat eine Zukunft» *** Die Ausrüstung der Schweizer Artillerie wurde vernachlässigt, bis der Ukraine...
18/03/2026

*** «Die Artillerie hat eine Zukunft» ***

Die Ausrüstung der Schweizer Artillerie wurde vernachlässigt, bis der Ukraine-Krieg deren Bedeutung sichtbar werden liess. Oberst i Gst Stefan Holenstein machte in seinem Referat beim Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) klar, dass schwere Waffen durchaus eine Zukunft haben.

Im Kalten Krieg hatte die Schweizer Armee die notwendige Feuerkraft der Artillerie: Rund 900 Artilleriegeschütze – gezogene und selbstfahrende – wären gegen einen potenziellen Gegner zum Einsatz gekommen. Nach dem Fall der Mauer wurde alles anders. Heute sind noch wenig mehr als 100 Panzerhaubitzen vorhanden, die zudem 60 Jahre alt sind und bald am Ende ihrer Lebensdauer angekommen sind. Trotz neuer Kampfmittel auf dem Schlachtfeld – beispielsweise Drohnen – seien für die Rückeroberung und das Halten von Gelände starke Bodentruppen unverzichtbar, so der Referent Oberst i Gst Stefan Holenstein. Und weitreichende Artillerie – das heisst mit Wirkung auf 50 und mehr Kilometer, um auch die Logistik und den Nachschub zu stören – sei heute notwendig. Er begrüsst deshalb die beschlossene Beschaffung von modernen Geschützen auf Radpanzerplattformen, auch wenn die Anzahl von 32 Exemplaren vergleichsweise gering ausfällt. Zusammen mit den neuen mobilen Mörsern werde aber die Verteidigung gestärkt.

Der Blick in die übernächste Geländekammer – militärisch ausgedrückt – umfasst für ihn die Beschäftigung mit Raketenartillerie. «Die Bedrohung für die Schweiz sind weitreichende Waffen und Lenkflugkörper. Also müssten wir in der Lage sein, deren Abschussbasen zu bekämpfen, sonst sind wir ziemlich hilflos», so Holenstein.

Als ehemaliger Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft und aktueller Präsident des Verbands militärischer Gesellschaften kennt Holenstein die Armeesituation genau. Reine Materialbeschaffung reicht nicht: «Wir brauchen mehr kampfbereite Truppen und müssen den Bestand sichern.» Ein Weg: Den Wechsel in den Zivildienst erschweren – er kostet die Armee jährlich fast eine Brigade. Frauen sollten zudem stärker angesprochen werden.

Neben diesen Aussagen zur Zukunft der Armee im Allgemeinen zeigte der Referent auf, wie die Armee durch den Verbund von Sensoren am Boden und in der Luft sowie die Digitalisierung modernisiert werde. Keinen Hehl machte er daraus, dass die Fähigkeit zur Verteidigung grosse finanzielle Mittel erfordern wird. «Doch die Schweiz kann sich diese leisten, der Wille muss aber da sein.» Er spricht von einer Grössenordnung von 50 Milliarden Franken, wenn neben modernem Material auch die Munition und die Infrastruktur eingerechnet werden, welche man in den letzten 30 Jahren vernachlässigt habe. Angesichts der sicherheitspolitischen Lage in Europa sei aber klar: Die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Armee steht nun im Fokus. Und wie die zahlreichen Konflikte weltweit bestätigen: Der konventionelle Krieg, geführt unter anderem mit den Mitteln von Panzern und Artillerie, ist zurück.

Nicht verpassen: Der Vortrag vom 18. März in Thun zur Entwicklung der Schweizer Artillerie – angesichts der schweren Käm...
13/03/2026

Nicht verpassen: Der Vortrag vom 18. März in Thun zur Entwicklung der Schweizer Artillerie – angesichts der schweren Kämpfe in der Ukraine sowie im Nahen Osten und der anstehenden Schweizer Rüstungsprojekte topaktuell und von einem Fachmann erläutert.

***Die Artillerie heute und ihre künftige Entwicklung***

Die Ausrüstung der Schweizer Artillerie wurde lange Zeit vernachlässigt, bis der Ukraine-Krieg die Bedeutung der schweren Waffe wieder sichtbar werden liess. Welche Zukunft die Artillerie hat, erklärt Oberst i Gst Stefan Holenstein am 18. März in Thun beim Verein Schweizer Armemuseum (VSAM).

Die Artillerie gilt als Königin der Waffengattungen der Schweizer Armee. Dieser Nimbus hat bis vor wenigen Jahren aber stark gelitten. Der Krieg in der Ukraine hat zu einem Paradigmenwechsel geführt – die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Armee steht nun im Fokus. Und wie die zahlreichen Kriege weltweit bestätigen: Der konventionelle Krieg, geführt unter anderem mit den Mitteln von Panzern und Artillerie, ist zurück.

Die Konsequenz dieser Entwicklung: Die Artillerie der Schweizer Armee hat wieder eine Zukunft, denn der Ausbau der Verteidigungsfähigkeit bedingt auch den Ausbau der Artillerie. Während die gezogenen Geschütze seit längerem ausgemustert sind, sollen nun die verbliebenen Panzerhaubitzen M109 durch das moderne, radgestützte Artillery Gun Module (AGM) aus Deutschland auf Piranha-IV-Fahrzeugen ersetzt werden.

Wie der aktuelle Stand ist und wie die Zukunft der Artillerie in der Schweizer Armee aussieht, wird Oberst i Gst Stefan Holenstein – Präsident des Verbands Militärischer Gesellschaften Schweiz (VMG/ASM) – am Mittwoch, 18. März 2026, um 19 Uhr in Thun im Rahmen der VSAM-Vortragsreihe erklären.

Treffpunkt: Mittwoch, 18. März 2026, 18.45 Uhr, auf dem Parkplatz der ehemaligen Soldatenstube 3 Tannen an der Allmendstrasse in Thun (Einweisung, Plan unter https://armeemuseum.ch/referate/).
Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ab Bahnhof Thun mit Buslinie 4 bis Haltestelle Kleine Allmend. Beginn 19 Uhr.

Bildlegenden:
Bild 1: Die gezogene Artillerie ist in der Schweiz schon lange ausgemustert. Bild: ZVG
Bild 2: So werden die neuen Artilleriegeschützte mit hoher Reichweite und Mobilität aussehen. Bild: ZVG

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