09/01/2026
Familien, die bereits einen nahestehenden Menschen verloren haben, begleiten die vom Brand betroffenen Hinterbliebenen
Innerhalb der Organisation Arc-en-ciel möchten Eltern, die bereits ein Kind verloren haben, ihre Solidarität mit den Familien der Opfer des Brandes von Crans-Montana zeigen. Für trauernde Eltern gibt es Gesprächsgruppen. Der Austausch von Erfahrungen kann laut den Teilnehmenden eine wertvolle Unterstützung sein, ohne jedoch psychologische Fachpersonen zu ersetzen.
Trauernde Eltern fühlen sich manchmal völlig vom Rest der Gesellschaft abgekoppelt, weshalb es wichtig ist, zusammenzukommen, berichtet Vanessa Binder, die 2017 ihre Tochter verloren hat und die Genfer Gesprächsgruppen von Arc-en-ciel leitet. „In den ersten Monaten nach dem Verlust eines Kindes herrschen Verzweiflung und reines Überleben. Daher kann es viel Hoffnung und Trost spenden zu sehen, dass es möglich ist, diese schreckliche Prüfung zu überstehen. Es wird nie mehr so sein wie zuvor (…) Doch es kann sehr hoffnungsvoll sein, Eltern zuzuhören, die diese Erfahrung vor fünf oder zehn Jahren gemacht haben“, erklärt sie in der Freitagsausgabe von La Matinale.
Die Treffen werden jeden Monat kostenlos in Genf, Lausanne, Freiburg, Biel und im Chablais organisiert. Die Teilnehmenden teilen dort Ressourcen (insbesondere Lektüreempfehlungen oder Adressen von Therapeutinnen und Therapeuten). Zudem ist es eine Gelegenheit, über das verstorbene Kind zu sprechen – für jene, denen ihr Umfeld dies nicht mehr spontan ermöglicht, betont Vanessa Binder.
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