Geschichte Kloster Muri

Geschichte Kloster Muri 1000 Jahre Weltgeschichte lokal erforschen

Vor 500 Jahren war auch das Kloster Muri dabei!Im Mai/Juni 1526 debattierten Vertreter des neuen und des alten Glaubens ...
21/05/2026

Vor 500 Jahren war auch das Kloster Muri dabei!
Im Mai/Juni 1526 debattierten Vertreter des neuen und des alten Glaubens über die Kirchenreform, die im Jahr zuvor in Zürich beschlossen worden war. Die Streitgespräche der «Badener Disputation», an denen auch Mönche aus Muri teilnahmen, ebneten der Reformation in Basel und Bern den Weg. Der Murianer Mönch Daniel Schatt unterschrieb dabei die Schlussrede des Johannes Eck.
Ein vielfältiges, von Fachpersonen aus Geschichte und Theologie kuratiertes Programm zu den Folgen der Badener Disputation findet derzeit in Baden statt. Mit dabei aus unserem Projekt: Markus Ries und Ruth Wiederkehr.
Mehr unter: https://www.disputnation.ch
Bildquellen: 1) Bild Disputation. Das weit verbreitete Bild aus dem Kopienband von Bullinger/Thomann aus dem Jahr 1605/06 entstand 80 Jahre nach der Disputation. Zentralbibliothek Zürich, Ms B 316, 262v. 2) Blick ins Kirchenschatzmuseum Baden – hier findet bis am 28. Juni die Ausstellung „Botz Leicham!“ statt.
Ruth Wiederkehr

09/05/2026

Neue Publikation zum Archäologie-Pionier der Zentralschweiz!
Pater Emmanuel Scherer (1876–1929), Benediktiner aus dem Kloster Muri-Gries, zählt zu den Pionieren der archäologischen Forschung in der Zentralschweiz. Im Jahr 2022 wurde seine bedeutende archäologische Sammlung im Kollegium Sarnen wiederentdeckt und nun aufgearbeitet. Im Juni erscheint die Publikation.
Mehr im neuen Blogbeitrag mit Film: https://www.geschichte.kloster-muri.ch/zeitkapsel-geborgen-und-entschluesselt
👉 Publikation von Martin Berweger: Pater Emmanuel Scherer. Ein Sarner Benediktiner und die Anfänge der Zentralschweizer Archäologie. Mit Beiträgen von Philippe Della Casa, Annina Sandmeier-Walt und Ruth Wiederkehr. Chronos: Zürich 2026 (Murensia 13).
👉 Vernissage am Donnerstag, 25. Juni 2026, 18 Uhr in Sarnen (Kollegikirche St. Martin)
Filme/Bilder: Martin Berweger, gefilmt von Ruth Wiederkehr, P. Emmanuel Scherer (StiAMG).
1000 Jahre Kloster Muri Kanton Obwalden

Ein Podcast zur Klostergeschichte MuriAndrin Gaberthüel ist Schüler der Kanti Wohlen und wuchs in Muri auf. Aus Interess...
02/05/2026

Ein Podcast zur Klostergeschichte Muri
Andrin Gaberthüel ist Schüler der Kanti Wohlen und wuchs in Muri auf. Aus Interesse an der Klostergeschichte produzierte er als Maturaarbeit einen vierteiligen Podcast über die tausendjährige Geschichte Muris. Seine Arbeit "Kloster Muri in a nutshell" mit Meilensteinen der Klostergeschichte, witzigen Anekdoten und Interviews mit verschiedenen Gesprächspartnern ist nun über Spotify greifbar: https://open.spotify.com/show/288Lj28ELEbwXonFQHGrAA?si=GQg7vFG3QEuf2iipF82mcg.
👉 Gut zu wissen: Geschichte Kloster Muri bereitet eine Podcastreihe vor. "10 Geschichten aus 1000 Jahren" werden im Jubiläumsjahr 2027 zu hören sein.
Bild: Ruth Wiederkehr.
#2027

Interessante Einblicke in Muris Geschichte aus dem Stiftsarchiv St.Gallen: Peter Erhart, Sandra Ernst und Anina Steinman...
22/04/2026

Interessante Einblicke in Muris Geschichte aus dem Stiftsarchiv St.Gallen: Peter Erhart, Sandra Ernst und Anina Steinmann berichteten in ihrem Referat in der Vortragsreihe des Historischen Vereins St.Gallen über das Tagebuch des letzten Fürstabts von St.Gallen.
Pankraz Vorster (1753–1829) verbrachte seine letzten Lebensjahre im Kloster Muri. Vorster war ein reisender Fürstabt. Über 20’000 Kilometer legte er zurück beim Versuch, sein 1805 aufgehobenes Kloster zu retten, vergeblich. Zwischen 1819 und 1829 residierte er in Muri und bewegte sich kaum mehr weg. Nur einmal nach Hermetschwil und Luzern und einmal rund um den Neuenburgersee. Der spätere Abt von Muri, Adalbert Regli, besuchte den Altabt wöchentlich und zog Lehren aus der St.Galler Aufhebungsgeschichte. Die Klostergemeinschaft aus Muri überlebte die Aufhebung von 1841.
👉 Gut zu wissen: Im Herbst erscheint ein Murensia-Band zu Pankraz Vorster und seinen Beziehungen zum Kloster Muri.
Bilder:
1. Anina Steinmann beim Vortrag am 22.4.2026, Ruth Wiederkehr.
2. Abt Pankraz Vorster, Wikipedia.
3. Epitaph Abt Pankraz Vorster in der Klosterkirche Muri, Annina Sandmeier.

Ein Osterhase aus dem frühen 16. Jahrhundert? 🐇Das Pontificale Murense von 1508 zeigt auf der Seite zu Ostern nicht nur ...
04/04/2026

Ein Osterhase aus dem frühen 16. Jahrhundert? 🐇
Das Pontificale Murense von 1508 zeigt auf der Seite zu Ostern nicht nur eine Miniatur der Auferstehung Christi, sondern auch florale Ornamente und einen Hasen. Was heute fast spielerisch wirkt, verweist auf eine dichte symbolische Bildsprache.
Gerade darin zeigt sich die Handschrift als Medium religiösen Gedächtnisses: Liturgie wird hier nicht nur gelesen, sondern gesehen, imaginiert und erinnert. Text und Bild wirken zusammen und prägen Vorstellungen von Ostern – und schreiben sich in das kulturelle Gedächtnis ein.
Diese Perspektive stand auch im Zentrum des Podiums «Medien religiösen Gedächtnisses» an der Pädagogischen Hochschule Luzern am 1. April. An der Veranstaltung der Schweizerischen Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte (Université de Fribourg - Universität Freiburg) wurde diskutiert, wie religiöse Inhalte über unterschiedliche Medien wie etwa Kunst, Fotografien, Praktiken wie rituelle Fusswaschungen oder Architektur hinweg vermittelt werden. Mit Franziska Metzger, David Neuhold, Thomas Zaugg und Annina Sandmeier-Walt waren Fachpersonen aus unserem Projekt dabei.
Im Gespräch ergaben sich auch neue Perspektiven auf die Geschichte des Klosters Muri: Ein Austausch mit Michaela Lomb, Honorarprofessorin für Kirchenrecht an der Vinzenz Pallotti University. Sie schreibt derzeit eine Arbeit zu kirchenrechtlichen Fragen in der Muri-Grieser Klostergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
Bild 1 und 2: Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 3, f. 11v – Pontificale Murense http://www.e-codices.ch/de/kba/0003/11v
Bild 3: Michaela Lomb im Austausch mit Martin Allemann, Geschäftsführer von Geschichte Kloster Muri. (Foto: Franziska Metzger)

Die Aufarbeitung der Geschichte sexuellen Missbrauchs im Umfeld der katholischen Kirche in der Schweiz rückt auch Ordens...
16/03/2026

Die Aufarbeitung der Geschichte sexuellen Missbrauchs im Umfeld der katholischen Kirche in der Schweiz rückt auch Ordensgemeinschaften stärker in den Fokus. Ein Forschungsteam der Universität Zürich unter der Leitung der Professorinnen Monika Dommann und Marietta Meier untersucht dies derzeit in einer dreijährigen Studie.
Diese wird noch im laufenden Jahr abgeschlossen und ab Februar 2027 für die Öffentlichkeit zugänglich sein – also mitten im Aargauer Klosterjahr 2027 und zu spät, um dann noch Erkenntnisse in die Neue Klostergeschichte Muri aufzunehmen. Das Projekt Geschichte Kloster Muri steht daher im Austausch mit dem Forschungsteam.
Im neuen Blogbeitrag gibt Studienmitarbeiter und Historiker Lucas Federer Auskunft zu Herausforderungen und der Vorgehensweise bei der geschichtlichen Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in Schweizer Klöstern: https://www.geschichte.kloster-muri.ch/kontrollmechanismen-griffen-bei-ordensangehoerigen-weniger-zur-geschichtlichen-aufarbeitung-von

07/03/2026

⏳ Klappsonnenuhr – eine Kuriosität aus dem 17. Jh.!⏳

Diese tragbare Sonnenuhr ist ein faszinierendes Stück aus der Sammlung Museum Aargau. Sie wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts gefertigt und begleitete einen Soldaten, der 1712 in der 2. Schlacht bei Villmergen fiel. Die Uhr gelangte anschliessend ins Kloster Muri – und als dieses 1841 aufgehoben wurde, wanderte sie mit vielen weiteren Objekten ins Antiquarium, eine vom Kanton Aargau finanziell unterstützte historische Sammlung.

Besonderheiten der Uhr:
⏱️ Klappgehäuse aus Holz, fein mit Elfenbein verkleidet
🧭 Integrierter Kompass für die exakte Ausrichtung
📆 Deckel mit ewigem Kalender

🏛️ Neugierig auf mehr? Entdecke weitere spannende Schätze bei unseren monatlichen Führungen durchs Sammlungszentrum Egliswil. Mehr Infos: https://www.museumaargau.ch/sammlungszentrum/event/fuehrung-durch-die-schatzkammer.

Ein umfangreiches Forschungsprojekt biegt in die Zielgerade ein - 3,5 Millionen Zeichen, rund 1200 Seiten, gehen nun in ...
14/02/2026

Ein umfangreiches Forschungsprojekt biegt in die Zielgerade ein - 3,5 Millionen Zeichen, rund 1200 Seiten, gehen nun in die Redaktion
Ein Jahr vor der Vernissage der Neuen Klostergeschichte Muri laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, sowohl für die Publikation der vierbändigen Geschichte, als auch für die Veranstaltungen des Klosterjahrs 2027. 1000 Jahre Kloster Muri und 800 Jahre Kloster Wettingen werden dann gefeiert!

Seit der Gründung der Stiftung Geschichte Kloster Muri im Jahr 2011 haben über 50 Fachpersonen Archive in der Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich ausgewertet, Texte verfasst, diskutiert und überarbeitet. Eine umfassende, interdisziplinäre Darstellung der Klostergeschichte Muri von den Anfängen bis in die Gegenwart wird bald vorliegen.
Mehr im neuen Blogbeitrag: https://www.geschichte.kloster-muri.ch/die-neue-klostergeschichte-muri-ein-jahr-vor-der-vernissage
🗓 12. März 2027 – Vernissage Neue Klostergeschichte Muri – save the date!
Weitere Informationen folgen.
Bilder: Die Klosterkirche Muri vom Kreuzgang aus gesehen. Bild: ASW.
Engagiert für die Neue Klostergeschichte Muri, von links: Ehemaliger Geschäftsführer von Geschichte Kloster Muri, Peter Hägler (2011–2022), Markus Ries und Jeannette Rauschert vom Lenkungsausschuss, Projektleiter Thomas Meier und Geschäftsführer Martin Allemann (seit 2022). Bild: Marlen Tinner.
#2027

Der «Vater der Archäologie in der Zentralschweiz» wird 150Pater Emmanuel Scherer (1876–1929), Benediktiner aus dem Klost...
16/01/2026

Der «Vater der Archäologie in der Zentralschweiz» wird 150
Pater Emmanuel Scherer (1876–1929), Benediktiner aus dem Kloster Muri-Gries, gehört zu den Pionieren der archäologischen Forschung in der Zentralschweiz. Mit grosser Leidenschaft dokumentierte und sammelte er archäologische Funde – lange bevor Archäologie als Disziplin institutionell verankert war.
2022 wurde seine bedeutende archäologische Sammlung im Kollegium Sarnen wiederentdeckt – ein Glücksfall für die Forschung. Nun ist die Sammlung inventarisiert und die Ergebnisse werden demnächst in einer Publikation vorliegen.
📖 Mehr über die Publikation: https://www.chronos-verlag.ch/node/29197
Bilder:
P. Emmanuel Scherer (StiAMG)
Sammlung P. Emmanuel Scherer, Kantonsarchäologie Luzern (Ruth Wiederkehr)
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Aargauer Klosteraufhebung - 185 Jahre danachVor genau 185 Jahren, am 13. Januar 1841, beschloss der Grosse Rat die Aufhe...
13/01/2026

Aargauer Klosteraufhebung - 185 Jahre danach

Vor genau 185 Jahren, am 13. Januar 1841, beschloss der Grosse Rat die Aufhebung der aargauischen Klöster. Dieser Entscheid markierte eine Zäsur in der Schweizer Klostergeschichte – mit Auswirkungen, die bis in die europäische Politik hineinreichten.

Am Beispiel von Muri zeigt sich besonders deutlich, wie tief dieses Ereignis nachwirkte: Die Aufhebung des Benediktinerklosters blieb über Generationen ein umstrittenes Thema – in der Historiografie ebenso wie in politischen Debatten und im Alltag. Doch waren auch andere Klöster im Kanton betroffen, so das Zisterzienserkloster Wettingen.
👀 Heute blicken wir über den Zaun nach Wettingen: Die Neue Klostergeschichte Wettingen hat einen Blogbeitrag zur Eskalation rund um den 13. Januar 1841 veröffentlicht.
👉 zum Beitrag: https://klostergeschichte-wettingen.ch/blog1/eskalation-in-wettingen

Für Muri ist die Geschichte der Aufhebung des Klosters aufgearbeitet worden, noch gibt es aber keine vergleichende Arbeit. Neben Muri und Wettingen waren weitere sechs Aargauer Klöster betroffen.

Neue Klostergeschichte Wettingen

Das Ende der Klöster im Aargau kam 1841 schnell, aber nicht unerwartet. Im Kanton herrschte eine extreme Polarisierung. Auch im Dorf Wettingen war man sich wegen des Klosters spinnefeind.

Adresse

Marktstrasse 10
Muri
5630

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