09/01/2026
„Heute ist die Schweiz im Herzen vereint“: Bundespräsident Parmelins Botschaft zum nationalen Tag der Trauer
Erlauben Sie mir, in dieser Zeit tiefer Trauer und grossen Leids in aller Demut einige Worte an Sie zu richten.
Im Namen des Bundesrats, der Schweizer Regierung, möchte ich den Familien und Angehörigen der Todesopfer mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Und all jenen, die das Glück hatten,
die Brandkatastrophe zu überleben, aber nun erst am Anfang eines langen Wegs der Genesung stehen, gilt unser tief empfundenes Mitgefühl.
Ich möchte mich speziell an die jungen Menschen wenden. Viele der Todesopfer waren selbst jung, voller Pläne, Hoffnungen und Träume. Ihr Leben darf nicht nur auf die Katastrophe reduziert
werden, auf die Umstände, wie es zu Ende gegangen ist. Es muss für das gewürdigt werden, was es war: ein Versprechen, eine Energie, ein Teil unserer gemeinsamen Zukunft.
Wir schulden den Betroffenen, Familien und Angehörigen Respekt, Erinnerung – und die Verpflichtung, alles zu tun, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt. Die Justiz untersucht
derzeit, inwiefern Sicherheitsbestimmungen missachtet wurden, und wird die Konsequenzen daraus ziehen. Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig.
Heute ist die Schweiz traurig. Aber heute ist die Schweiz auch im Herzen vereint. Vereint in der Trauer, vereint in der Unterstützung, vereint in der Entschlossenheit, zu verstehen
und zu schützen.”
Um der Verstorbenen zu gedenken und die Verbundenheit mit den Verletzten und ihren Angehörigen auszudrücken, findet am Freitag, 9. Januar 2026, ein nationaler Trauertag statt.
Um 14 Uhr läuten schweizweit während fünf Minuten die Glocken