10/06/2026
Peter Christener und sein Bezug zum Glaskasten
Peter Christener ist seit knapp einem Jahr pensioniert. Er ist ein Inbetriebsetzer mit einem riesigen Erfahrungsschatz, den er bei Einsätzen auf der ganzen Welt gesammelt hat. Zu seinen Ehren wurde bei seinem Ausscheiden aus der Firma die TRAXX MS3 Nr. 188 006 auf den Namen „Peter Christener” getauft. Nun hat er uns bei der Inbetriebsetzung des Glaskastens unterstützt. Über seine Vorfahren hat Peter einen Bezug zu unserem Triebwagen.
Peters Urgrossvater war Dampflokführer bei der SOB. Er wurde vorzeitig pensioniert, damit er in den letzten Dienstjahren nicht mehr auf elektrische Fahrzeuge umgeschult werden musste. Seine Lokomotive war eine der beiden Ed 4/5 der SOB. Damals gab es noch das System der Titularmaschinen, das heißt, die Lokführer arbeiteten immer auf derselben Lokomotive. Jeder Lok waren zwei bis drei Lokführer zugeteilt. Auf dem Bild von der Ausfahrt eines Dampfzuges aus der Station Burghalden ist Peters Urgroßvater zu sehen. Das Foto stammt von Hugo Hürlimann, der die letzten Jahre des Dampfbetriebs bei den Schweizer Bahnen fotografisch festgehalten hat. Das Fahrpersonal sorgte jeweils für besonders viel Qualm, wenn es den Fotografen an der Bahnstrecke entdeckte.
«Bild 1»
Die schweren Ed 4/5 kamen vor allem bei den Pilgerzügen aus Deutschland zum Einsatz. In Wädenswil wurden die Züge geteilt und jede Hälfte mit einer Ed 4/5 vorne und zwei Ed 3/3 als Nachschieber die 50-Promille-Rampe nach Einsiedeln hochgeschoben. Manchmal machte sich die Wädenswiler Dorfjugend den Spass, den Bahnübergang über die Seestraße mit Schmierseife zu behandeln, was dem Fahrpersonal keine Freude bereitete.
Wenn den Loks auf der Strecke der Dampf ausging, beispielsweise weil ein Siederohr undicht war, und der Zug anhalten musste, bis wieder genügend Dampf für die Weiterfahrt zur Verfügung stand, kamen aus den Reihen der Fahrgäste in Einsiedeln oft Kommentare wie «Habt ihr wieder Cervelat gegessen statt gefeuert»?
Die beiden grossen Dampflokomotiven wurden noch während des Krieges an die Krupp AG in Deutschland verkauft. Später kamen sie zur Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE), wo sie bis 1961 in Betrieb waren. Ein Bild, das aus dem Jahr 1938 stammt, zeigt eine Überführung dieser Lokomotiven.
«Bild 2»
Der Sohn des Urgrossvaters von Peter Christener und somit sein Grossonkel ist Peter Schild.
Er ist auf dem Film vom Triebwagen Nr. 5 zu sehen.
«Bild 3»