NetAP - Network for Animal Protection

NetAP - Network for Animal Protection NetAP ist da, wo die Not gross ist und die Hilfe die Lebenssituation der Tiere nachhaltig verbessert. AUFKLÄRUNG
um mit Aberglauben und Vorurteilen aufzuräumen.
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NetAP setzt sich seit der Gründung 2008 für sogenannte Nutztiere und Strassentiere ein, weil wir besonders in diesen Bereichen über fundiertes Wissen und langjährige Erfahrung verfügen. Unter dem Begriff Nutztiere fassen wir alle Tiere zusammen, die vom Menschen wirtschaftlich genutzt werden. Hierzu zählen wir nicht nur die Nutzung der Tiere als Lieferanten von Lebensmitteln und Bekleidung, sonder

n auch ihr Einsatz zur Unterhaltung wie beispielsweise in Aquarien und Zoos und ihre Nutzung in der Forschung. Unter dem Begriff Strassentiere fassen wir alle Heimtiere zusammen, die keine eigentlichen Halter haben oder deren Halter keine Verantwortung für die Tiere wahrnehmen. Vor allem Hunde und Katzen sind davon betroffen, in Ländern wie Indien jedoch auch Kühe. In unserer Arbeit konzentrieren wir uns auf folgende Schwerpunkte:

KASTRATIONSPROGRAMME
damit künftiges Leid gar nicht erst entsteht. KRANKHEITSPRÄVENTION
damit bestehendes Leben geschützt wird. TIERHEIMHILFE
damit Tiere in Heimen und Auffangstationen ein gutes Leben führen können. WISSENSVERMITTLUNG
damit Tierschutz auf professionellem Niveau erfolgt. RECHT UND POLITIK
damit Tierschutz auf allen Ebenen (Legislative, Judikative und Exekutive) Beachtung findet. INDIVIDUALTIERSCHUTZ
damit gerettete Tiere als Botschafter ihrer Art ihre Leidensgeschichte erzählen können. Bestehendes Leid lindern und zukünftiges Leid verhindern, dies können wir nur mit deiner Unterstützung. https://www.netap.ch/de/tierschutz-hilfe/spenden

Hilfe für die Ärmsten der Armen:Im November ist es wieder soweit. Das NetAP-Einsatzteam unter der Leitung von Dr. Simone...
03/09/2026

Hilfe für die Ärmsten der Armen:

Im November ist es wieder soweit. Das NetAP-Einsatzteam unter der Leitung von Dr. Simone Niederhäuser wird in den Townships von Johannesburg erneut zahlreiche Operationen durchführen bei Tieren, die ohne diese Hilfe keine Zukunft hätten.

Aber nicht nur für die Tiere, auch für deren Halter bedeutet unser Einsatz die Welt. Nirgendwo auf der Welt scheint die Dankbarkeit grösser. Da wo Hoffnungslosigkeit zum Alltag gehört, empfinden die Menschen unsere Hilfe als Wunder. Für einmal stehen sie auf der Sonnenseite des Lebens. Das gibt ihnen die Kraft, an das Gute zu glauben. Es verändert viel mehr, als "nur" das Leben des Patienten.

Aufgrund des grossen Bedarfs wird das Team aufgestockt. Fünf Fachleute werden vor Ort im Einsatz sein und den Ärmsten der Armen komplizierte chirurgische Eingriffe ermöglichen.

Nur noch zwei Monate bis dahin. Diese müssen wir nutzen, um genügend finanzielle Mittel für all die bedürftigen Patienten zu sammeln.

200 Operationen sind das Ziel. Jede Spende zählt.

Hier ein Einblick in die Arbeit vor Ort:
https://www.youtube.com/watch?v=CAcg4qdbShc

www.netap.ch/spenden
Stichwort: Südafrika

DANKE für eure Unterstützung!

In den Townships von Johannesburg bietet die lokale Organisation CL...

Sorgenkinder: Shaky braucht Hilfe Wenn Katzen nicht vermittelbar sind, bleiben sie für immer bei uns. Nicht vermittelbar...
03/09/2026

Sorgenkinder: Shaky braucht Hilfe

Wenn Katzen nicht vermittelbar sind, bleiben sie für immer bei uns. Nicht vermittelbar sind sie in der Regel, weil sie ein Handicap haben, entsprechend viel Pflege brauchen und hohe Kosten verursachen oder weil sie andere Spezialitäten aufweisen, wie hohes Alter oder Wildheit.

Shaky ist so ein Büsi. Sie hatte als Kind eine sehr starke Ataxie, die mit dem Wachstum zum Glück fast gänzlich verschwand. Dann aber bekam sie auch noch Diabetes und weil sie eben auch sonst sehr besonders ist, ist es schwierig, diesen doofen Diabetes unter Kontrolle zu behalten. Aktuell geht es Shaky mal wieder schlecht und deshalb ist sie stationär in der Tierklinik Mittelland. Allmählich könnten wir uns da wohl einmieten 🥲.

Damit es überhaupt möglich ist, all diesen Katzen gerecht zu werden, sind wir auf Patenschaften angewiesen. Dank Menschen, die mithelfen, die Kosten für diese besonderen Katzen zu tragen, können wir Büsis, die niemand will, ein Zuhause bieten.

Shaky zum Beispiel bräuchte dringend noch ein oder zwei Paten.

https://netap.ch/patenschaften/shaky/

Aber auch andere Büsis würden sich über Patenschaften freuen:

https://netap.ch/ihre-hilfe/patenschaften/patenschaften-fuer-katzen/

Auch einmalige Beiträge helfen uns, die hohen Tierarztkosten zu stemmen:

www.netap.ch/spenden

Danke, dass es euch gibt und wir immer wieder auf euch zählen dürfen

Grosser kleiner Kämpfer Miko Miko ist eines von ganz vielen vernachlässigten Kitten von Landwirtschaftsbetrieben in Malt...
01/09/2026

Grosser kleiner Kämpfer Miko

Miko ist eines von ganz vielen vernachlässigten Kitten von Landwirtschaftsbetrieben in Malters im Kanton Luzern. Wir wurden gebeten ihn zu übernehmen, weil er sonst gestorben wäre und seither päppeln wir ihn. Dass ein Auge bereits durch den Katzenschnupfen zerstört war wussten wir, doch wir hatten gehofft, dass das zweite Auge noch gerettet werden könnte. Täglich bekam er mehrfach Augentropfen und heute hatte er einen Termin beim Augenarzt in der Aarau West.

Leider wurden unsere Hoffnungen zunichte gemacht. Auch auf dem zweiten Auge sieht Miko nichts mehr. Das sei schon länger so und wir hätten nichts daran ändern können, meinte der Spezialist.

Miko hält dies nicht davon ab zu spielen, zu raufen und zu schmusen. Es scheint, als sei er einfach glücklich, ohne Schmerzen, mit genügend Futter, Gspändli, Bettchen und ganz ganz viel TLC seine Tage verbringen zu dürfen.

Er ist ein grosser kleiner Kämpfer und wird seinen Weg gehen. Was wir dazu beitragen können, werden wir tun. Hoffentlich mit eurer Hilfe. Denn Tierarztkosten wird er noch eine ganze Menge verursachen, bis er ausziehen darf.

www.netap.ch/spenden
Stichwort: Miko

Merci tuusig für euri Hilf - ohni eu gächtis nöd! 🙏

Internationaler Tag der KuhHeute ist der Ehrentag von Kühen und wir feiern diese wundervollen Wesen mit Extra-Karotten u...
01/09/2026

Internationaler Tag der Kuh

Heute ist der Ehrentag von Kühen und wir feiern diese wundervollen Wesen mit Extra-Karotten und einem grossen Dankeschön an unsere wundervollen Paten.

Unsere Paten sehen in Kühen keine ausnutzbaren Tiere. Sie sehen individuelle Persönlichkeiten, die leben wollen, genau wie wir. Und dies in grösstmöglicher Freiheit. Sie möchten ihr Dasein gestalten, ohne Zwang, ohne Leid, ohne Schmerz, ohne Verlust und ohne gewaltsamen Tod. Wir versuchen ihnen genau das zu bieten, mit der Hilfe grossartiger Menschen, die mit ihrem Patenschaftsbeitrag dazu beitragen, den Lebensunterhalt dieser Damen zu sichern. Dafür sind wir unendlich dankbar.

Josie, Heidi, Hailey, Polly, Louise, Elsbeth - wir wünschen euch einen wundervollen Tag 🐮🍀

Mehr zu unseren Kühen und wie man ebenfalls Pate wird findet ihr hier:

https://netap.ch/ihre-hilfe/patenschaften/patenschaften-fuer-kuehe/

Im Einsatz für Nordzyperns EselEin kleines NetAP Team (Julie, Lea und Esther) ist aktuell in Nordzypern im Einsatz, um e...
29/08/2026

Im Einsatz für Nordzyperns Esel

Ein kleines NetAP Team (Julie, Lea und Esther) ist aktuell in Nordzypern im Einsatz, um ein Pilot-Projekt für verwilderte Esel weiter voranzutreiben. Verwilderte Esel sind auf der Insel zu einem grossen Problem geworden und immer wieder werden Stimmen laut, die den Abschuss der Tiere fordern. Dabei ist die Kastration der männlichen Tiere die einzige nachhaltige und tiergerechte Lösung. Dies ist allerdings nicht ganz einfach, denn bereits das Einfangen und Betäuben der Esel sind eine grosse Herausforderung. Hinzu kommen Transport und Kastration unter Feldbedingungen. Auch die Verletzungsgefahr für Mensch und Tier ist nicht zu verachten! Aber Kastrationen sind unsere Leidenschaft! Deshalb haben wir uns involviert.

Egal wie gross die Herausforderungen sind: Aufgeben ist keine Option, denn es geht für die Esel um Leben oder Tod. Die ersten acht Esel konnten heute bereits erfolgreich kastriert werden. Jeden Tag wird optimiert. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Team läuft hervorragend und die Stimmung ist gut - trotz schlechtem Wetter und unvorhergesehenem Sandsturm.

Gemeinsam für die Esel - wir hoffen, dass wir es mit dem Cyprus Wildlife Research Institute schaffen werden, den Konflikt zwischen Mensch und Tier beizulegen. Auf dass die Population der Esel tiergerecht unter Kontrolle gebracht werden kann und die Langohren weiterhin eine Attraktion bleiben können. Denn eine Attraktion sind die klugen Tiere wirklich.

Wir freuen uns über jede Unterstützung für das Projekt:

www.netap.ch/spenden
Stichwort: Esel Zypern

Tag der offenen Tür in MuttenzBei unserem Partner, dem Tierschutzbund Basel Regional ist heute Tag der offenen Tür und w...
29/08/2026

Tag der offenen Tür in Muttenz

Bei unserem Partner, dem Tierschutzbund Basel Regional ist heute Tag der offenen Tür und wir sind dabei. Wir stellen unsere Tätigkeit vor und sprechen insbesondere über das Leid der Katzen in der Schweiz. Wer Lust hat kommt vorbei, wir freuen uns sehr über euren Besuch!

Junis – wenn Hilfe nichts kosten darf 😿Junis lebte seit über einem Jahr auf einem grossen Pferdehof im Schweizer Mittell...
29/08/2026

Junis – wenn Hilfe nichts kosten darf 😿

Junis lebte seit über einem Jahr auf einem grossen Pferdehof im Schweizer Mittelland, wo sie mehr oder weniger regelmässig gefüttert wurde. Offenbar war sie immer recht mager, hatte aber einen guten Appetit und niemand sah sich veranlasst, sie tierärztlich untersuchen zu lassen. Sie war ja nur eine zugelaufene Katze.

Als Junis dann aber zwei oder drei Wochen lang kaum mehr ass, hatte jemand Mitleid und brachte das Mädel endlich zu einem Tierarzt. Dieser verlangte eine Kostengutsprache, bevor er sich der Katze widmen wollte. Aber eine solche gab es nicht. Junis hatte niemanden, der sich für sie verantwortlich fühlte.

Der Tierarzt empfahl der Überbringerin, Tierschutzorganisationen zu bitten, die Kosten zu übernehmen. Auch wir wurden angefragt, reagierten jedoch zugegebenermassen etwas unwillig. Wir fragten, warum es nicht möglich sei, dass alle Pensionäre für das Büsi zusammenlegen würden, um wenigstens den Erstuntersuch zu finanzieren. Vielleicht ist es vermessen von uns zu denken, wer sich ein Pferd leisten kann, sollte doch auch ein paar Franken für das Stallbüsi aufbringen können.

Es hiess, man wisse ja nicht, was nach so einem Untersuch auf einem zukommen würde. Sollte es was grösseres sein, könne man das dann vielleicht nicht bewältigen. Ohne Erstuntersuch werde man das nicht wissen, konterten wir etwas ungehalten. Die Dame meinte, sie schaue weiter und wir verabschiedeten uns.

Es ist uns schlicht nicht möglich immer und überall die Kosten zu übernehmen, wenn Leute sich aus der Verantwortung stehlen wollen. Täglich erreichen uns unzählige Hilferufe und es bleibt uns nichts anderes übrig als zu priorisieren. Und manchmal müssen wir ablehnen. Vor allem dann, wenn davon auszugehen ist, dass die Antragssteller durchaus in der Lage wären, zumindest die Erstkosten selbst zu tragen.

Ein ungutes Gefühl blieb und so riefen wir die Praxis an, um mitzuteilen, dass wir die Patientin übernehmen würden, sollte der Pferdehof die Katze ohne Untersuchung einschläfern lassen wollen. Kurze Zeit später rief uns die Praxis zurück und erklärte, die Dame des Pferdehofes habe sich entschieden, die Katze am Abend wieder abzuholen, um sie unbehandelt auszusetzen. Wir waren gelinde gesagt schockiert.

Sofort organisierten wir eine Abholung. Das Büsi, welches wohl bald 24 Stunden in einer Transportbox in den eigenen Exkrementen sass, machte einen jämmerlichen Eindruck. Völlig abgemagert, total dehydriert und panisch wurde es in unsere Partner-Klinik gebracht, wo es vollständig untersucht wurde. Es war wohl Rettung in letzter Minute!

Nun hängt Junis am Tropf, bekommt gezielt Medikamente und verbleibt die nächsten Tage in der Klinik. Wir hoffen inständig, dass sie ihr Wohlbefinden wiedererlangen wird. Was wir dazu beitragen können, werden wir tun. Hoffentlich mit eurer Hilfe!

Junis steht sinnbildlich für das Schicksal Abertausender Katzen in der Schweiz. Sie werden geduldet als Mäusefänger, haben zu funktionieren, wenn sie aber Hilfe brauchen ist niemand da, der für sie einstehen will. Geld ausgeben für etwas, was man doch gratis ersetzen kann, kommt für einen Grossteil unserer Gesellschaft nicht in Frage. Die Katze ist ein Wegwerfartikel geworden. Auch dank unserer Politik und unseren Behörden die sich gar nicht oder viel zu wenig mit dem Katzenelend auseinandersetzen.

Drückt Junis die Daumen. Und vielleicht habt ihr ein paar Franken für Junis übrig und zeigt, dass auch ihr Leben wichtig ist.

Weil jedes Leben zählt! Auch das des geduldeten Stallbüsis!

www.netap.ch/spenden
Stichwort: Junis

Verwilderte Katzen - was tun?Gestern fand im Tierheim Strubeli die öffentliche NetAP- Weiterbildung zum Thema "Verwilder...
28/08/2026

Verwilderte Katzen - was tun?

Gestern fand im Tierheim Strubeli die öffentliche NetAP- Weiterbildung zum Thema "Verwilderte Katzen - was tun?" statt. Obschon die Temperaturen uns nochmals richtig zum schwitzen brachten, war die Motivation der Teilnehmer den ganzen Tag ungebrochen riesig. Alle machten mit, brachten sich ein, stellten spannende Fragen und blieben bis zum letzten Moment aufmerksam und engagiert.

Beim Abschlussquiz durften wir mit einer grossen Prise Humor feststellen, dass das vermittelte Wissen auch verstanden worden ist. Das Wissen rund um verwilderte Katzen ist wichtig, damit man auch nachhaltig etwas für sie tun kann.

Unser Partner, das Tierheim Strubeli, hat in seinem Blog über unseren Kurs geschrieben und wir legen euch diesen sehr ans Herz. Einfach wundervoll geschrieben

Zwei unzertrennliche FreundeMo und Gaston – wenn Freundschaft bildhaft beschrieben werden müsste, es bräuchte bloss ein ...
28/08/2026

Zwei unzertrennliche Freunde

Mo und Gaston – wenn Freundschaft bildhaft beschrieben werden müsste, es bräuchte bloss ein Foto dieser beiden. Ihre Beziehung ist innig, ihre Liebe grenzenlos, ihr Vertrauen zueinander unantastbar.

Ihr habt mitgefiebert, als wir mehrere Tage brauchten, um Mo einzufangen im St. Johann Gebiet in Basel. Eure Erleichterung, als wir ihn endlich hatten, war wohl ebenso gross wie unsere. Als wir aber erfuhren, dass Mo einen besten Freund hat, war klar, dass wir auch Gaston einfangen mussten. Denn eine Trennung der beiden war inakzeptabel. Zwei Herzen wären gebrochen worden.

Als sich die beiden Wiedersahen war die Freude, das Glück, die Erleichterung der beiden so deutlich.

Heute haben beide einen Operationstermin in der Tierklinik Mittelland. Mos Auge ist leider nicht zu retten und muss entfernt werden und Gaston braucht eine komplette Zahnsanierung. Diese steht auch Mo noch bevor. Nur einen ersten Teil davon hat er schon hinter sich.

Die beiden verursachen hohe Kosten und wir hoffen inständig, dass ihr uns helft, diese zu stemmen.

www.netap.ch/spenden
Stichwort: Mo und Gaston

PS: Freundschaften unter Katzen können so innig sein, dass eine Trennung sie schwer krank macht und sie sich aufgeben. Das wird viel zu sehr unterschätzt. Immer noch hält sich das fatale Gerücht, alle Katzen seien Einzelgänger. Das ist totaler Quatsch, denn sie werden höchstens zu Einzelgängern gemacht. Bei herrenlosen, verwilderten Katzen sehen wir täglich deutlich, wie sozial diese Tiere sind und wie eng die Beziehungen untereinander sein können.

Die Rettung … und ihre NebenwirkungenAls der Notruf eintraf, waren wir noch guter Hoffnung. Das langhaarige Büsi, welche...
26/08/2026

Die Rettung … und ihre Nebenwirkungen

Als der Notruf eintraf, waren wir noch guter Hoffnung. Das langhaarige Büsi, welches sich unter einer Palette auf einem Industriegelände eingerichtet hatte, sah irgendwie nicht nach wilder Katze aus. Wir vermuteten, dass es sich um eine vermisste Katze handle, die hoffentlich einen Chip trägt.

Loreen fing das hungrige Tier schnell ein. Der Tiger war stark verfilzt, zudem schien ein Auge trübe. Leider aber war die arme Katze doch nicht gechippt. Eigentlich nicht überraschend, weil das noch immer den Normalfall darstellt. Und genau damit fangen die immensen Nebenwirkungen fast jeder Rettung an:

Zuerst geht der Patient zum Tierarzt. Natürlich auf unsere Kosten, weil wir Auftraggeber sind, auch wenn die Katze nicht uns gehört. Dann müssen wir uns um eine Unterkunft für den Vierbeiner kümmern, weil fast alle Tiere nicht mehr an den Fundort zurückdürfen. Im aktuellen Fall wäre das eine Chemiefabrik an einer Hauptstrasse gewesen, also ohnehin kein geeigneter Ort für eine Katze.

Dann geht es auf die anstrengende Suche nach einer Unterbringung. Da der Patient weitere medizinische Hilfe benötigt und zudem sehr scheu ist, hat kein Tierheim Interesse an ihm. Die meisten Tierheime platzen ohnehin bereits aus allen Nähten. Und auch sie haben keine Gelddruckmaschine im Keller. Wir telefonieren also stundelang herum, um irgendwo eine Anschlusslösung zu finden, was nicht nur zeitaufwändig, sondern mit allen erhaltenen Absagen auch nervenzehrend ist. Haben wir das Glück einen Platz zu finden, fahren wir oft längere Strecken, weil fast nie eine Lösung um die Ecke verfügbar ist. Immer wieder aber gibt es gar keine Lösung und wir müssen Notunterkünfte schaffen.

Schliesslich helfen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in solchen Fällen nicht. Der Findling muss bei der STMZ ausgeschrieben werden. Das ist perfekt für Halter, die ihre Katze wirklich vermissen. Für ausgesetzte, ungechippte und verwilderte Katzen bedeutet das aber nur unnötigen Zusatzaufwand und -kosten für die Tierschutzorganisationen. Zwei Monate dauert die gesetzliche «Aufbewahrungsfrist», während welcher der Finder nicht frei über das Tier verfügen darf. Wer allerdings für die mit der Aufbewahrung der «Fundsache» zusammenhängenden Kosten aufkommen muss, ist nirgends geregelt. Damit bleiben diese ebenfalls beim Finder, also bei der Tierschutzorganisation hängen.

Solange die Aufbewahrungsfrist läuft, dürften wir ein Tier eigentlich nur medizinisch stabilisieren, nicht jedoch einschneidende Behandlungen oder Eingriffe vornehmen wie zum Beispiel eine Kastration und schon gar nicht dürften wir das Tier platzieren. Das zieht einen weiteren nachteiligen Effekt nach sich, weil Tierheime unkastrierte Katzen ohnehin nicht aufnehmen können. Erst wenn die Frist vorüber ist und sich niemand gemeldet hat, geht das Eigentum an uns über und wir dürfen über das Tier frei verfügen. Und leider meldet sich fast nie jemand.

Es geht aber noch weiter: Während Tierschutzorganisationen überall einspringen, wo der Staat seinen Pflichten (Tierschutz) nicht nachkommt und verantwortungslose Halter, die all diese Probleme verursachen, nicht zur Rechenschaft gezogen werden können wird durch die Politik auch noch bewusst alles verkompliziert. Dies erfolgt absurderweise angeblich zum Schutz der Freiheitsrechte der tierschutzwidrig und verantwortungslos handelnden Verursacher, obwohl das Tierschutzgesetz ja vielmehr deren Tiere schützen sollte! So wird zum Beispiel eine Chippflicht vehement abgelehnt, wie aktuell grad wieder im Kanton Thurgau, und regelmässig stur gegen eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen angekämpft.

Statt zu helfen, lässt man Tierschutzorganisationen einfach im Stich. Der finanzielle und zeitliche Aufwand für uns ist riesig. Die mangelnde Bereitschaft seitens des Staates ist nicht nachvollziehbar und einfach nur ärgerlich. Hauptsache, die eigentlichen Halter müssen nicht einmal die 90 Franken für das Chippen und Registrieren bezahlen.

Was meint ihr dazu?

Um den Langhaarigen kümmern wir uns natürlich weiter und danken euch für jede Unterstützung. Ohne euch geht es nicht, denn dem Staat sind die Katzen egal!

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Adresse

Vogelsangstrasse 32
Egg
CH-8133

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