07/05/2026
Am 6. Mai 2026 fand im Berner Rathaus unsere Delegiertenversammlung statt. Präsident Dominique Clémençon (im Bild vorne) und Geschäftsführer Daniel Wyrsch (hinten) führten durch die Versammlung.
Auf der Traktandenliste standen unter anderem das Protokoll der Herbst-DV, der Jahresbericht 2025, die Verbands- und Sonderrechnung 2025 und die Ehrungen der 40-jährigen Mitgliedschaften. Alles wurde einstimmig gutgeheissen.
Ein Höhepunkt war das anschliessende Referat von Astrid Bärtschi, Vorsteherin der Finanzdirektion des Kantons Bern – spannend, direkt und mit konkreten Zahlen untermauert. Zu Beginn hob sie hervor, dass sie als Finanzdirektorin vielfältige Themen verantwortet – darunter auch personalpolitische – und die Zusammenarbeit mit Daniel Wyrsch und Dominique Clémencon sehr schätze. Zudem betonte sie, dass es den BSPV brauche und dass der Verband stark und gut aufgestellt sei.
Sie ging auf folgende Themen ein:
📊 Finanzpolitik
• Der Kanton Bern weist eine stark unterdurchschnittliche Wirtschaftskraft auf (Ressourcenindex 2025: 73.6).
• Die Steuerbelastung für natürliche und juristische Personen ist im Kantonsvergleich überdurchschnittlich hoch.
• Regierung und Parlament planen, Bevölkerung und Wirtschaft bis 2030 um jährlich 500 Millionen Franken steuerlich zu entlasten.
• Mittelfristig zeichnen sich erhebliche Mehrbelastungen ab – u.a. durch die Abschaffung des Eigenmietwertes, steigende Kosten bei Ergänzungsleistungen, Prämienverbilligungen und Gesundheitsversorgung.
• Der Regierungsrat hält an einer zurückhaltenden Finanzpolitik fest.
👥 Personalpolitik
• In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Verbesserungen für das Kantonspersonal eingeführt, darunter das Langzeitkonto, mehr Ferienanspruch, Homeoffice-Regelungen, Vaterschafts- und Adoptionsurlaub sowie eine Treueprämie nach zehn Dienstjahren.
• Herausforderungen bleiben: qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und halten, neue Anforderungen an Führung und Zusammenarbeit sowie die Ausgestaltung jährlicher Lohnmassnahmen.
Wir bedanken uns herzlich bei Regierungsrätin Astrid Bärtschi für die aufschlussreichen Einblicke!