Alzheimer Schweiz

Alzheimer Schweiz Die Alzheimer Schweiz engagiert sich für Menschen mit Demenz und ihre Betreuenden. Sie zählt rund 10’000 Mitgliedern und 130‘000 Gönnern.

Die Schweizerische Alzheimervereinigung engagiert sich für Menschen mit Demenz und ihre Betreuenden.

Frauen tragen einen grossen Teil der Pflege von Menschen mit Demenz. Dies zu Hause und oft über Jahre, aber oft auch ber...
01/09/2026

Frauen tragen einen grossen Teil der Pflege von Menschen mit Demenz. Dies zu Hause und oft über Jahre, aber oft auch beruflich als Pflegefachperson.

Das ist keine Randnotiz. Der grösste Teil der Menschen mit Demenz lebt zu Hause. Angehörige und nahestehende Personen übernehmen dabei viel Betreuung und Pflege im Alltag. Trotzdem wird Pflegearbeit gesellschaftlich und ökonomisch weiterhin zu wenig anerkannt. Das betrifft unbezahlte Betreuung in der Familie genauso wie bezahlte Pflegearbeit. Auch im Pflege- und Gesundheitssektor leisten Frauen den grössten Beitrag.

Rund um den Welt-Alzheimer-Tag gibt Alzheimer Schweiz dieser Realität besonderen Raum. Denn Demenz betrifft Frauen nicht nur häufiger als Erkrankte. Frauen tragen auch einen grossen Teil der Betreuung und Pflege.

Das Jahr 2020 war noch jung, als Isabelle mit ihrem Race-Snowboard auf den Pisten von Saas-Fee unterwegs war. Was damals...
31/08/2026

Das Jahr 2020 war noch jung, als Isabelle mit ihrem Race-Snowboard auf den Pisten von Saas-Fee unterwegs war. Was damals genau passiert ist, blieb bis heute unbekannt.

Für einen kurzen Moment trennt sich Isabelle von ihren Mannen. Sie zieht ihre Kurven durch den griffig kühlen Schnee. Als sich ihr Bewusstsein wieder schärft, wartet sie fixiert im Rettungsschlitten auf die Ambulanz.

Zwischen ihren Kurven im Schnee und dem Schlitten fehlen ihr rund 30 Minuten Erinnerung. Warum sie auf der Piste gelegen hatte, konnte ihr niemand erklären.

Die Skiferienwoche endet für Isabelle bereits am ersten Tag. Über die Jahre verliert das Ereignis an Bedeutung. Rund 4.5 Jahre später holt es Isabelle und ihren Mann wieder ein.

👉 In der neuen Blogreihe «Wenn Perspektiven sich verändern» gibt Isabelle persönliche Einblicke in ihren Weg zur Diagnose und ihr Leben danach: https://tinyurl.com/42dwxaye

Die Folgen des Klimawandels treffen alle Generationen. Für ältere Menschen können die gesundheitlichen Risiken jedoch be...
28/08/2026

Die Folgen des Klimawandels treffen alle Generationen. Für ältere Menschen können die gesundheitlichen Risiken jedoch besonders hoch sein. Das zeigt sich zum Beispiel bei hohen Temperaturen, wie wir sie auch diesen Sommer erlebt haben. Auch Menschen mit Demenz können zusätzlich gefährdet sein, weil sie mitunter Hitze oder Durst weniger gut wahrnehmen oder ihr Verhalten nicht selbstständig anpassen können.

Was können Fachpersonen und Gemeinden tun, um ältere Menschen bei Wetterextremen besser zu schützen? Und wie kann sich unsere Gesellschaft auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels einstellen?

An der Fachtagung von GERONTOLOGIE CH stehen diese vielschichtigen Herausforderungen im Zentrum.

👉 Weitere Informationen findet ihr hier:

Als nationale Fachorganisation vereint GERONTOLOGIE CH Personen und Institutionen, die im Arbeitsfeld «Alter(n)» in Praxis, Bildung und/oder Forschung tätig sind.

Opa ist plötzlich anders. Was sage ich meinem Kind?Wenn ein nahestehender Mensch an Demenz erkrankt, bekommen auch Kinde...
27/08/2026

Opa ist plötzlich anders. Was sage ich meinem Kind?

Wenn ein nahestehender Mensch an Demenz erkrankt, bekommen auch Kinder die Veränderungen mit. Sie brauchen Antworten – aber welche und wie viel davon?

Fragen wiederholen sich, vertraute Situationen laufen plötzlich anders ab oder Opa reagiert ungewohnt. Kinder merken solche Veränderungen oft sehr schnell – und verstehen häufig mehr, als Erwachsene ihnen zutrauen. Eine altersgerechte Erklärung kann ihnen helfen, das Erlebte einzuordnen und zu verstehen: Ich bin nicht schuld daran.

Dabei gilt: ehrlich bleiben, aber nicht alles auf einmal erklären. Wichtig ist vor allem, dass Kinder Fragen stellen dürfen und mit ihren Gefühlen und Unsicherheiten nicht allein bleiben.

Und auch wenn sich manches verändert, bleiben gemeinsame Momente wertvoll: zusammen Bilder anschauen, erzählen, den Tisch decken oder etwas tun, das beiden Freude macht und noch gut gelingt.

Vielleicht die wichtigste Botschaft: Der Grossvater bleibt der Grossvater. Demenz verändert vieles – Nähe und Verbundenheit können trotzdem bleiben.

In unserer Reihe «Hallo Alzheimer-Telefon» greifen wir Fragen auf, die Menschen im Alltag mit Demenz beschäftigen, und zeigen mögliche Wege im Umgang damit.

«Irgendwann merkte ich, dass etwas nicht mehr stimmt.»Isabelle fragt häufiger nach. Manches bleibt unklar. Zuerst vermut...
26/08/2026

«Irgendwann merkte ich, dass etwas nicht mehr stimmt.»

Isabelle fragt häufiger nach. Manches bleibt unklar. Zuerst vermutet sie ein Burnout. Der eigentliche Augenöffner ist ein Gespräch mit ihrem Vorgesetzten, das sie über Nacht vollständig vergisst.


Nach weiteren Abklärungen erhält Isabelle mit 55 die Diagnose Alzheimer. Der Moment trifft sie hart. In den ersten Tagen helfen ihr weder Erklärungen noch gute Worte. Die Frage «Warum ich?» bleibt.

Heute findet Isabelle Wege, mit den Veränderungen umzugehen. Sie macht sich Notizen. Sie spricht offen über ihre Situation. Und sie lernt, Aufgaben abzugeben, auch wenn ihr das nicht leichtfällt.

Eine wichtige Stütze bleibt das wöchentliche Karatetraining. Kihon und Katas mag sie noch genauso wie früher. Sie fordern ihren Kopf und geben ihr Sicherheit.


Besonders viel bedeutet Isabelle ihre Karatefamilie. Viele wissen um ihre Situation. Das ändert nichts am Zusammenhalt. Im Gegenteil: Im Club wird gemeinsam getragen, was gerade da ist.

👉 Wie Karate Isabelle im Alltag mit Alzheimer stärkt, lest ihr im Blog-Artikel «Stärke im Alltag dank Karate»: https://tinyurl.com/22uzexz9

«Ich war in meinem Leben noch nie krank. Und jetzt mit über 70 stimmte plötzlich etwas nicht mehr.»Silvia führt ein akti...
24/08/2026

«Ich war in meinem Leben noch nie krank. Und jetzt mit über 70 stimmte plötzlich etwas nicht mehr.»

Silvia führt ein aktives Leben und kann Krankheiten dank ihrer medizinischen Grundausbildung gut ein-ordnen. Doch als sie merkt, dass ihre Vergesslichkeit zunimmt, lässt sie der Gedanke an eine Abklärung nicht mehr los. Für sie ist Unwissenheit schwieriger als eine Tatsache, mit der sie umgehen kann.

Nach einem unauffälligen ersten MoCA-Test beim Hausarzt folgt später eine vertiefte Abklärung in der Neuropsychiatrie. Beim zweiten Test zeigt sich eine Verschlechterung der Hirnleistung. Danach ist die Diagnose klar: eine degenerative Demenz und eine Alzheimererkrankung leichter Art.

Silvia beginnt, mit Menschen in ihrem Umfeld über Demenz zu sprechen. Die Reaktionen machen sie nachdenklich. Viele sind sprachlos. Manche sagen, man merke doch gar nichts. Andere können kaum glauben, dass sie krank ist.

Für Silvia wird deutlich: Demenz ist noch immer ein Tabuthema. Doch sie möchte darüber reden, weil es sie bewegt. Noch findet sie Worte.

Mehr dazu lest ihr im Blog-Artikel «Alles ist eine Frage der Perspektive»: https://tinyurl.com/369r7rur

Frauen sind bei Demenz oft doppelt betroffen: Sie erkranken häufiger und übernehmen zugleich einen grossen Teil der Betr...
20/08/2026

Frauen sind bei Demenz oft doppelt betroffen: Sie erkranken häufiger und übernehmen zugleich einen grossen Teil der Betreuung und Pflege. Viele tragen diese Verantwortung über Jahre hinweg.

Dabei spielen soziale und strukturelle Faktoren eine wichtige Rolle. Frauen verdienen im Durchschnitt weniger, arbeiten häufiger Teilzeit oder unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit, um Angehörige zu pflegen. Das wirkt bis ins Alter nach und kann auch die eigene Gesundheit belasten.

Hinzu kommt: Symptome wie Vergesslichkeit, Konzentrationsprobleme oder Stimmungsschwankungen werden bei Frauen häufiger mit Stress oder Depressionen erklärt. Eine Demenzdiagnose erfolgt deshalb oft später.

👉 Warum Chancengleichheit bei Demenz auch eine Frage von Forschung, Versorgung und gesellschaftlicher Anerkennung ist, lest ihr im auguste-Artikel «Chancengleichheit bei Demenz»: https://tinyurl.com/43fmc5w2

«Mit meinem Mann war doch alles in Ordnung – oder?»Diese Frage steht am Anfang von Susi Streichensbergs Rückblick auf di...
18/08/2026

«Mit meinem Mann war doch alles in Ordnung – oder?»

Diese Frage steht am Anfang von Susi Streichensbergs Rückblick auf die Zeit, in der sich ihr Mann Alexander langsam veränderte. Vieles wirkte zunächst unscheinbar. Sein Blick war plötzlich anders. Bei Veranstaltungen bat er sie, voranzugehen, damit er die Namen der Anwesenden mitbekam.

Eine Freundin sprach schliesslich aus, was Susi selbst noch nicht fassen konnte: «Wie gehst du eigentlich mit dem Abbau deines Mannes um?» Diese Frage rüttelte sie wach.

Bis zur Abklärung in der Memory Clinic brauchte es dennoch Zeit. Als Alexander die Demenzdiagnose erhalten hat, gingen Susi Streichenberg und Alexander gemeinsam essen. Dort, mit Blick auf den Zürichsee und die Alpen, fasste Susi einen Entschluss: Sie wollte sich die Lebenslust trotz dieser Tabu Diagnose nicht nehmen lassen.

👉 Wie Susi Streichensberg diesen Weg erlebt hat, lest ihr auf unserem Blog "Perspektivenwechsel": https://tinyurl.com/2hk2x9up

Auch im hohen Alter kann sich unser Gehirn weiterentwickeln. Geistig anregende Aktivitäten und das Erlernen von Neuem st...
13/08/2026

Auch im hohen Alter kann sich unser Gehirn weiterentwickeln. Geistig anregende Aktivitäten und das Erlernen von Neuem stärken die Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Das hilft, die kognitive Reserve zu festigen.

Damit ist geistige Aktivität auch ein wichtiger Teil der Demenzprävention. Es muss nicht kompliziert sein: Nehmen Sie einmal einen anderen Heimweg, besuchen Sie einen neuen Ort oder kochen Sie ein Gericht, das Sie noch nicht kennen. Auch anspruchsvolle Spiele oder Rätsel können dazu beitragen, das Gehirn aktiv zu halten.

In unserem Gehirnjogging-Heft findet ihr abwechslungsreiche Übungen für zu Hause, unterwegs oder gemeinsam mit anderen.

👉 Ihr könnt das Heft kostenlos in unserem Webshop bestellen: https://tinyurl.com/cn43w9dv

Webinar zum Alzheimer-Wirkstoff Donanemab Mit Donanemab (Handelsname Kisunla) steht in der Schweiz erstmals ein Medikame...
12/08/2026

Webinar zum Alzheimer-Wirkstoff Donanemab

Mit Donanemab (Handelsname Kisunla) steht in der Schweiz erstmals ein Medikament zur Verfügung, das den geistigen Abbau bei Alzheimer verlangsamen kann. Was bedeutet diese neue Behandlungsmöglichkeit für Menschen mit Alzheimer und ihre Angehörigen? Für wen kommt sie infrage, welche Chancen bietet sie und wo liegen ihre Grenzen?

Im kostenlosen Webinar der Nationalen Plattform Demenz, organisiert von Alzheimer Schweiz, erhalten Sie verständliche und fundierte Informationen zu Donanemab und erfahren mehr über die Chancen und Herausforderungen dieser neuen Therapiemöglichkeit.

Referierende
Dr. med. Ansgar Felbecker und Dr. Beatrice Bolinger

15. September 2026 | 14.00–15.30 Uhr
Online | kostenlos

Die Referate finden auf Deutsch statt und werden simultan ins Französische übersetzt.

Die Veranstaltung wird durch die Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) mit 2 Credits anerkannt.

👉Jetzt anmelden und mehr über Donanemab erfahren: https://tinyurl.com/rn68xaud

Adresse

Gurtengasse 3
Bern
3011

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