Aktionsgruppe Nothilfe

Aktionsgruppe Nothilfe Wir wollen Menschen aus der Langzeit-Nothilfe helfen

Februar 2026: Grossräte und Grossrätinnen reisen nach Aarwangen und begegnen bei ihrem Besuch im Rückkehrzentrum Aarwang...
22/02/2026

Februar 2026: Grossräte und Grossrätinnen reisen nach Aarwangen und begegnen bei ihrem
Besuch im Rückkehrzentrum Aarwangen Bewohnerinnen und Menschen, die von ihrem Alltag und ihren Nöten erzählen.

Eine freiwillige Begleiterin schildert die Begegnung mit diesen Worten: „Die Politiker und Politikerinnen haben Interesse gezeigt und mit den Bewohnenden geredet. Sie waren beeindruckt als iranische Frauen so eindrücklich von ihren Lebenssituationen erzählten....“ alle schwiegen nur noch, man hat wirklich Betroffenheit gespührt.“

Januar 2026: Nadia und ihre Mutter haben fast neue, modische Kleider und Spielwaren, die sie den Kindern und Bewohnenden im Rückkehrzentrum Enggistein abgegeben möchten. Die persönliche Begegnung mit Menschen im Zentrum bewegt, sowohl die Kinder im Zentrum wie die Besucherinnen gleichermassen.

In einer Zeit der Verhärtung und zunehmender Abschottung gegenüber Menschen, die auf der Suche sind nach Schutz in unserem Land, erweisen sich Begegnungen als Schlüsselerlebnisse zu einer differenzierten Wahrnehmung und zu einer anderen Sichtweise.

Der Wunsch menschliche Werte hochzuhalten vermag Brücken zu bauen - wir sind eingeladen diese Werte zu pflegen und neue Wege zu gehen!

Zur Mittagsveranstaltung am 3.Dezember während der Wintersession des Grossrates haben sich in der grossen Halle im Berne...
16/12/2025

Zur Mittagsveranstaltung am 3.Dezember während der Wintersession des Grossrates haben sich in der grossen Halle im Berner Ratshaus zahlreiche freiwillig Engagierte aus der Flüchtlingsarbeit getroffen.

Ein grosser Wunsch seitens der Engagierten an die Politiker und Politikerinnen lautet: Nehmen sie sich Zeit genau hinzuschauen und hinzuhören.

„Anerkannte Flüchtlinge haben sich so rasch wie möglich zu integrieren“, Freiwillige sind gefragt, die Menschen auf diesem Weg zu stärken und zu unterstützen, das legt der Amtsvorsteher der Gesundheitsdirektion dar.

„Wer abgewiesen ist soll das Land verlassen“, darüber spricht die Amtsvorsteherin des Amtes für Bevölkerungsdienste. Familien, die seit einem, manche seit fünf und mehr Jahren im Nothilferegime ausharren, widerlegen die Annahme „die Rückkehr sei möglich...“.

Freiwillige übernehmen die Aufgabe, den Menschen in ihrer prekären Situation etwas Würde und Menschlichkeit zu schenken.
Wir stehen auch im Dialog mit der Öffentlichkeit, den Behörden und der Politik. Und weisen darauf hin, was geschieht, wenn Menschen, insbeondere Kinder, jahrelang perspektivelos in den Strukturen der Asylnothilfe verbleiben und verkümmern. Wir sind dezidiert der Meinung das System müsse sich ändern und den Schwächsten und Verletzlichen mehr Recht und Chancen für eine Zukunft einräumen.

Ich wünsche den Lesenden unserer Beiträge frohe Festtage, Zeit für ein Gespräch mit einem fremden, unbekannten Menschen, Momente der Stille, das Gefühl getragen und willkommen zu sein in der Gemeinschaft, in der wir leben.

Ursula Fischer ag-nothilfe.ch

Nach dem Ständerat stimmt heute auch der Nationalrat mit 100:74 Stimmen einem Vorstoss der SVP zu, der die Aussicht auf ...
27/09/2025

Nach dem Ständerat stimmt heute auch der Nationalrat mit 100:74 Stimmen einem Vorstoss der SVP zu, der die Aussicht auf eine mögliche Regularisierung eines unsicheren Aufenthaltsstatus massiv einschränkt.

Daniel Winkler schreibt dazu:
„Was heute im Parlament passiert ist, ist für uns eine maximale Katastrophe. Der Ständerat hat mit 33:12 dem SVP-Vorstoss zugestimmt, der Härtefallgesuche bei F, N oder Negativentscheid erst nach 10 Jahren möglich machen soll. Der Entscheid ist
nicht nur in Bezug auf die geplagten Menschen in der Langzeitnothilfe eine Katastrophe, sondern eine wirtschaftliche Fehlleistung, besonders auch in Bezug auf Menschen mit F-Status.“
Im angefügten noch nicht publizierten Gastbeitrag warnte D. Winkler vergeblich vor den Folgen dieser politischen Weichenstellung.
Er schreibt: „Eine solche Politik verletzt nicht nur die Menschenwürde der Betroffenen, sondern auch jene der Gesellschaft, die dies zulässt“.

10 Jahre warten bis ein Härtefallgesuch eingereicht werden kann, bedeutet vorallem verpasste Chancen, keine Möglichkeit, das eigene Leben selbstbestimmt gestalten zu dürfen. Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft übernehmen zu können, bleibt in unerreichbarer Ferne.

Umso wichtiger ist der Dialog und die direkte Begegnung mit betroffenen Menschen. Ihre leidvollen Geschichten sind vielen Entscheidungstragenden unbekannt und fremd.
Wir sind gefordert, das zu ändern.

U.. Fischer ag-nothilfe

Eine afghanische Familie ersucht Asyl in der Schweiz. Im Rahmen des Dublinabkommens werden sie in ein anderes Land abges...
02/08/2025

Eine afghanische Familie ersucht Asyl in der Schweiz. Im Rahmen des Dublinabkommens werden sie in ein anderes Land abgeschoben, die Mutter wird direkt aus der psychiatrischen Klinik abgeholt und ausgeschafft.
Jürg Schneider von der Aktionsgruppe Nothilfe steht in Kontakt mit der Familie und begleitet sie über die Landesgrenze hinaus.
Die Migrationsbehörde übe teilweise gewaltigen Druck auf Aerzte aus, sagt der Psychiater und Psychotherapeut Patrick Weihs aus Biel. Der Druck Rückschaffungen vorzunehmen führt dazu, dass humanitäre Grundwerte vernachlässigt werden. Mangelnde Verhältnismässigkeit kritisiert auch Anwältin Elena Liechti vom Verein Asylex. Das Bernische Verwaltungsgericht heisst eine entsprechende Beschwerde gut - der Kanton Bern muss seine Praxis in dieser Hinsicht überprüfen.
U. Fischer

https://www.srf.ch/news/schweiz/trotz-suizidgefahr-asylsuchende-von-der-psychiatrie-in-die-ausschaffung

„Im Rahmen von Dublin werden Menschen quer durch Europa verfrachtet, Familien getrennt, ......ohne auf das zu achten, was der einzige Reichtum geblieben ist, das soziale Kapital der Verwandtschaft und Familie.
Die Dublinpraxis ist aus meiner Erfahrung eine soziale und menschliche Katastrophe.“
Zitiert aus einem Begleittext zum SRF Beitrag von Jürg Schneider

Gedanken zum 1. August
02/08/2025

Gedanken zum 1. August

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