29/05/2026
Offener Brief an die Medien
"Sehr geehrte Redaktion vom Tele Basel
Wir beziehen uns auf die Sendung Punt6 von gestern und andere Berichte.
Wir protestieren, dass in der Diskussion um die Linienführung der Basler S-Bahn die Behauptung "eine oberirdische Alternative sei die schlechtere Lösung, da seien sich alle Expertinnen und Experten einig" immer wieder kolportiert wird und unwidersprochen bleibt.
Das Komitee "Weichen neu stellen" und die Fachseite "ringbahn-basel.ch" zeigt auf, dass renommierte Bahnplanende, Architekten und Ingenieure eine Vollendung des Basler Bahnrings im Norden von Basel als wesentlich bessere Lösung postulieren.
- So haben schon 2002 die 4 Architektur-Vereinigungen aus 3 Ländern (der Bund Schweizer Architekten (BSA), Schweiz. Ingenieure und Architekten (SIA), der Bund Deutscher Architekten (BDA) und die Architektenkammer Elsass (ASIC) ein Projekt für eine Basler Ringbahn vorgelegt, welche sogar im Basler Stadtbuch Eingang fand: https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/2002/2002_2789.html.
Zuspruch erhält diese Lösung auch von prominentester Seite:
- Paul Stopper, dem Vater der Zürcher S-Bahn, die es ja immerhin (im Gegensatz zu Basel) schon erfolgreich in Zürich gibt. Siehe u.a.:https://www.ringbahn-basel.ch/_files/ugd/4e1c03_7d8c5b2f2c6e49aea15100a115911a97.pdf
- Peter König, Führungsperson bei AlpTransit Gotthard, SBB und Bundesamt für Verkehr. Siehe u.a.:https://www.ringbahn-basel.ch/_files/ugd/4e1c03_0593b5d4b3dc41fb818c8a0a9413673f.pdf
- Heinrich Schnetzer, weltweit bekannter Ingenieurtechniker. Siehe u.a.: https://www.srf.ch/news/basel-baselland-heinrich-schnetzer-das-basler-herzstueck-ist-zu-wenig-visionaer
Der Entscheid zum Basler Herzstück war nie ein technischer, sondern ein politischer gewesen. So war es ja 2004 auch der Basler Regierungsrat, der diese falsche Weichenstellung beschloss. Der Wunsch, von Liestal auf den Marktplatz zu fahren war wichtiger, als die beiden grössten Arbeitgeber Novartis und Roche an das S-Bahn-Netz anzubinden und endlich eine Lösung für alle Verkehrsträger (regionaler Verkehr, Nationale Bahnlinien, internationale Züge und Güterverkehr) zu finden.
Eine weitere Behauptung, die mantramässig verbreitet wird, ist jene, dass "dies alles bereits ausführlich abgeklärt wurde". Auch hier ist das Gegenteil der Fall: nie wurde die wirkliche Ringbahn von der Basler Regierung abgeklärt. Es gab lediglich eine Studie über die Weiterführung des unterirdischen Herzstücks über den Bahnhof St.-Johann und den Hüninger Zoll zum Badischen Bahnhof (was natürlich doppelt so weit war).
Wir bemängeln die heute wiederum verpolitisierte mediale Diskussion, bei welcher die Ringbahn-Befürwortenden kaum zu Wort kommen und die Bevölkerung mit wilden Behauptungen uninformiert bleibt. "futura basel" und "Weichen neue stellen" verlangt, dass Basel-Stadt und Baselland zusammen mit dem UVEK und den SBB endlich die Weichen neu stellen und eine klare Machbarkeitsstudie für die verkehrstechnisch wesentlich bessere Variante der Vollendung der zu ¾ bestehenden Ringbahn vergibt. Das ist auch die Forderung des Bundes, der die betroffenen Stellen zu weiteren Abklärungen verpflichtet.
Freundliche Grüsse
Luka Takoa
www.Weichen-neu-stellen.ch
www.S-Bahn-Basel.ch
www.FuturaBasel.ch
Ringbahn - statt Herzstück ohne Herz
Offener Brief an die Medien
"Sehr geehrte Redaktion vom Tele Basel
Wir beziehen uns auf die Sendung Punt6 von gestern und andere Berichte.
Wir protestieren, dass in der Diskussion um die Linienführung der Basler S-Bahn die Behauptung "eine oberirdische Alternative sei die schlechtere Lösung, da seien sich alle Expertinnen und Experten einig" immer wieder kolportiert wird und unwidersprochen bleibt.
Das Komitee "Weichen neu stellen" und die Fachseite "ringbahn-basel.ch" zeigt auf, dass renommierte Bahnplanende, Architekten und Ingenieure eine Vollendung des Basler Bahnrings im Norden von Basel als wesentlich bessere Lösung postulieren.
- So haben schon 2002 die 4 Architektur-Vereinigungen aus 3 Ländern (der Bund Schweizer Architekten (BSA), Schweiz. Ingenieure und Architekten (SIA), der Bund Deutscher Architekten (BDA) und die Architektenkammer Elsass (ASIC) ein Projekt für eine Basler Ringbahn vorgelegt, welche sogar im Basler Stadtbuch Eingang fand: https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/2002/2002_2789.html.
Zuspruch erhält diese Lösung auch von prominentester Seite:
- Paul Stopper, dem Vater der Zürcher S-Bahn, die es ja immerhin (im Gegensatz zu Basel) schon erfolgreich in Zürich gibt. Siehe u.a.:https://www.ringbahn-basel.ch/_files/ugd/4e1c03_7d8c5b2f2c6e49aea15100a115911a97.pdf
- Peter König, Führungsperson bei AlpTransit Gotthard, SBB und Bundesamt für Verkehr. Siehe u.a.:https://www.ringbahn-basel.ch/_files/ugd/4e1c03_0593b5d4b3dc41fb818c8a0a9413673f.pdf
- Heinrich Schnetzer, weltweit bekannter Ingenieurtechniker. Siehe u.a.: https://www.srf.ch/news/basel-baselland-heinrich-schnetzer-das-basler-herzstueck-ist-zu-wenig-visionaer
Der Entscheid zum Basler Herzstück war nie ein technischer, sondern ein politischer gewesen. So war es ja 2004 auch der Basler Regierungsrat, der diese falsche Weichenstellung beschloss. Der Wunsch, von Liestal auf den Marktplatz zu fahren war wichtiger, als die beiden grössten Arbeitgeber Novartis und Roche an das S-Bahn-Netz anzubinden und endlich eine Lösung für alle Verkehrsträger (regionaler Verkehr, Nationale Bahnlinien, internationale Züge und Güterverkehr) zu finden.
Eine weitere Behauptung, die mantramässig verbreitet wird, ist jene, dass "dies alles bereits ausführlich abgeklärt wurde". Auch hier ist das Gegenteil der Fall: nie wurde eine vertiefte Analyse gemacht, wie die Güterzüge aus Frankreich an den Badischen Bahnhof und die deutschen Schnellzüge vom Bahnhof SBB über eine Eisenbahn-Nordtangente Richtung Freiburg/Karlsruhe weitergeführt werden können und wie man das mit einer Ring-S-Bahn verbindet. Vor dem RR-Grundsatzentscheid gab es lediglich eine Studie über die Weiterführung des unterirdischen Herzstücks über den Bahnhof St.-Johann und den Hüninger Zoll zum Badischen Bahnhof (was natürlich doppelt so weit war).
Wir bemängeln die heute wiederum verpolitisierte mediale Diskussion, bei welcher die Ringbahn-Befürwortenden kaum zu Wort kommen und die Bevölkerung mit wilden Behauptungen uninformiert bleibt. "futura basel" und "Weichen neue stellen" verlangt, dass Basel-Stadt und Baselland zusammen mit dem UVEK und den SBB endlich die Weichen neu stellen und eine klare Machbarkeitsstudie für die verkehrstechnisch wesentlich bessere Variante der Vollendung der zu ¾ bestehenden Ringbahn vergibt. Das ist auch die Forderung des Bundes, der die betroffenen Stellen zu weiteren Abklärungen verpflichtet.
Freundliche Grüsse
Luka Takoa
www.Weichen-neu-stellen.ch
www.S-Bahn-Basel.ch
www.FuturaBasel.ch
Ringbahn - statt Herzstück ohne Herz
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