28/09/2026
DIE WIEDERERÖFFNUNG DER KLINIK SANKT BARBARA IN KINSHASA
Am Samstag, dem 26. September 2026, wurde anlässlich der Wiedereröffnung der Klinik Sankt Barbara in Kinshasa meine folgende Ansprache durch den Médecin Directeur, Dr. MUBIEY MAFUTA Felly, vorgetragen.
In meiner Eigenschaft als Präsident der ONG „Action pour le Développement et le Bien-Être Social“ (ONG ADEBES) richte ich meine Worte an die Vertreterinnen und Vertreter der staatlichen, gesundheitlichen, kommunalen, traditionellen und kirchlichen Behörden sowie an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik.
Im Mittelpunkt meiner Ansprache stehen die Würde jedes Menschen, der Schutz des Lebens, der Dienst an den Kranken, die Solidarität, die Verantwortung sowie das Streben nach medizinischer und menschlicher Exzellenz.
Zugleich erinnere ich an die Entstehung des Kongo-Projekts und an die Vision, die seit vielen Jahren hinter dem sozialen und gesundheitlichen Engagement der ONG ADEBES steht: Menschen in schwierigen Lebenssituationen beizustehen, Hoffnung zu schenken und durch konkrete Projekte einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zu leisten.
Die Wiedereröffnung der Klinik Sankt Barbara verstehen wir deshalb nicht nur als einen institutionellen Neubeginn. Sie ist vor allem ein gemeinsamer Auftrag, dem Menschen zu dienen – insbesondere den Kranken, den Bedürftigen und den Schwächsten unserer Gesellschaft.
Möge diese Klinik ein Ort werden, an dem medizinische Kompetenz, Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Nächstenliebe miteinander verbunden sind.
Wenn Euch diese Gedanken und meine Ansprache ansprechen, teilt sie gerne mit anderen, abonniert meinen Kanal und hinterlasst ein „Gefällt mir“. Auf diese Weise können wir gemeinsam Menschen weltweit für das Kongo-Projekt sensibilisieren und weitere Unterstützung für diese wichtige soziale und gesundheitliche Aufgabe gewinnen.
Weitere Informationen über unser Engagement findet Ihr auf unserer Website:
www.kongo-social-care.de
Euer
Pater Badi O.P.
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ANSPRACHE VON PATER BADI, O.P.
Samstag, 26. September 2026
Sehr geehrter Herr Bürgermeister der Gemeinde Kisenso,
sehr geehrter Herr Chefarzt des Gesundheitsbezirks Kisenso,
sehr geehrter Herr Stammesführer,
sehr geehrter Herr Abteilungsleiter der ANR,
sehr geehrter Herr Polizeikommandant,
sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher,
sehr geehrte Honoratioren,
sehr geehrte Abgeordnete,
sehr geehrter Herr Pfarrer der Pfarrei St. Ambroise, Pater François Lotango Ngasinga,
sehr geehrte Damen und Herren, Vertreter der Gesundheits-, Zivil-, Militär- und kirchlichen Behörden,
sehr geehrte Damen und Herren,
aus Lüttich, der „Cité ardente“, im Königreich Belgien, richte ich heute diese Ansprache an Sie anlässlich der Wiedereröffnung der Klinik Sankt Barbara in Kinshasa.
Ich tue dies in meiner Eigenschaft als Präsident der Nichtregierungsorganisation „Action pour le Développement et le Bien-Être Social“ – ONG ADEBES.
Obwohl ich heute weit von meiner Heimat entfernt bin, fühle ich mich durch Ihre Anwesenheit zutiefst geehrt und Ihnen allen ganz besonders verbunden.
Ihre Anwesenheit ist für mich an diesem historischen Tag ein Zeichen der Anerkennung, des Vertrauens und der gemeinsamen Hoffnung.
Zunächst möchte ich unserem Herrn Jesus Christus danken.
Er hat uns gesagt:
„Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ (Mt 20,28)
Diese Worte Jesu sind für mich auch für das Verständnis unserer Klinik von grundlegender Bedeutung.
Eine Klinik ist in erster Linie ein Ort des Dienstes.
Ein Ort, an dem wir der menschlichen Gebrechlichkeit und dem Leid begegnen, aber zugleich auch der Hoffnung, der Heilung und dem Leben.
Von Herzen danke ich Herrn AZABOY BUNZIGA Martin, dem Administrateur Général der Klinik, der mich heute vertritt, sowie der gesamten Gemeinschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Sie hier empfängt.
Mein besonderer Dank gilt dem Médecin Directeur, Dr. MUBIEY MAFUTA Felly, Frau KALEBA AMBWEL Fandrinne, Directrice Commerciale et Marketing sowie Assistante du Président der ONG ADEBES, und selbstverständlich dem gesamten medizinischen, pflegerischen, technischen und administrativen Personal.
Ich weiß, was Sie in den vergangenen Wochen und Monaten geleistet haben.
Ich weiß, wie viel Zeit, Engagement, Energie, Geduld und persönliche Anstrengung notwendig waren, damit wir heute diesen wichtigen Schritt gemeinsam gehen können.
Dafür gilt Ihnen allen meine aufrichtige und tiefe Dankbarkeit.
Mein ebenso herzlicher Dank gilt allen Menschen, die auf die eine oder andere Weise dazu beigetragen haben, diese Klinik aufzubauen und ihre heutige Wiedereröffnung zu ermöglichen.
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EIN WERK, DAS AUS EINER ÜBERZEUGUNG ENTSTANDEN IST
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch wenn ich heute im Ausland lebe, bleibt mein Herz meiner Heimat, der Demokratischen Republik Kongo, tief verbunden.
In den 2000er-Jahren wurde unser Land von schweren und blutigen Kriegen erschüttert.
Diese dramatische Situation hat mich zutiefst berührt.
Ich konnte damals meine Doktorarbeit an der Universität Bonn in Deutschland nicht unbeschwert vorbereiten, während ich wusste, dass irgendwo im Kongo ein Kind an Malaria sterben konnte, nur weil seine Eltern nicht über die notwendigen Mittel für Medikamente verfügten.
Ich konnte auch nicht einfach unbeschwert mein Leben führen, während ich wusste, dass eine schwangere Frau bei der Geburt ihres Kindes ihr Leben verlieren konnte, weil ihr der Zugang zu einer angemessenen medizinischen Versorgung fehlte.
Diese Realität hat mich nicht gleichgültig gelassen.
Aus dieser persönlichen Überzeugung heraus habe ich am 5. Juli 2004 das „Kongo-Projekt“ ins Leben gerufen.
Ziel war und ist es, insbesondere den ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen der Demokratischen Republik Kongo zu dienen und konkrete Beiträge zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zu leisten.
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Initiativen entwickelt, insbesondere in Haut-Uele, wo wir unter anderem eine Klinik in Durba im Territorium Watsa betreiben.
Im Jahr 2007 wurde die Nichtregierungsorganisation ADEBES gegründet.
Mit ihr wollten wir unseren Beitrag zur Bekämpfung der Armut und der sozialen und wirtschaftlichen Unterentwicklung leisten und zugleich den Zugang der kongolesischen Bevölkerung zu Bildung und medizinischer Grundversorgung fördern und verbessern.
In diese Geschichte und in diese Tradition reiht sich heute die Klinik Sankt Barbara ein.
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SANKT BARBARA – EINE KLINIK IM DIENST DES LEBENS
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Wiedereröffnung einer Klinik ist mehr als die Wiederaufnahme eines medizinischen Dienstes.
Sie ist ein Zeichen der Hoffnung.
Sie ist ein Zeichen dafür, dass wir trotz aller Schwierigkeiten an die Zukunft glauben.
Und sie ist vor allem eine Verpflichtung gegenüber den Menschen, denen wir dienen wollen.
Unsere Klinik trägt den Namen der Heiligen Barbara, deren Fest wir am 4. Dezember feiern.
In der christlichen Tradition wird die Heilige Barbara besonders mit Schutz, Hoffnung und dem Beistand für Menschen in schweren Lebenssituationen verbunden.
Diese Patenschaft erinnert uns an eine wesentliche Wahrheit:
In einer Gesundheitseinrichtung stehen wir im Dienst des Lebens – besonders dann, wenn dieses Leben verletzlich und bedroht ist.
Die Klinik Sankt Barbara bietet Ärzten, Pflegekräften sowie den technischen und administrativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern heute einen neuen beziehungsweise erneuerten Rahmen, in dem sie ihre berufliche Verantwortung wahrnehmen können.
Hier sind Sie aufgerufen, Ihr Bestes zu geben:
Ihre Kompetenz,
Ihr Fachwissen,
Ihre Erfahrung,
Ihre Gewissenhaftigkeit
und vor allem Ihre Menschlichkeit.
Denn in einer Klinik begegnen wir allen Formen menschlicher Verletzlichkeit.
Kranke Menschen kommen nicht nur mit einer Krankheit zu uns.
Sie kommen häufig auch mit Angst, Sorge, Schmerz und Hoffnung.
Deshalb müssen wir ihnen nicht nur medizinische Kompetenz anbieten, sondern auch Aufmerksamkeit, Respekt und Menschlichkeit.
Jesus sagt:
„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt 11,28)
Diese Worte sollen uns daran erinnern, dass jeder kranke Mensch zunächst und vor allem ein Mensch ist.
Ich wünsche mir deshalb von ganzem Herzen, dass unsere Klinik ein Garant für eine echte Ethik des Respekts vor dem Leben und vor der Würde jedes Menschen wird.
Und zwar für alle Menschen, die durch diese Türen kommen, aber ebenso für alle, die hier arbeiten.
Ärzte, Krankenpfleger, Pflegepersonal, Verwaltungs- und Technikmitarbeiter – unabhängig von ihren persönlichen Überzeugungen oder ihrem Glauben – müssen sich auf grundlegende gemeinsame Prinzipien verständigen können:
die Achtung vor dem Leben,
die Würde jedes Menschen,
das Mitgefühl,
die Verantwortung
und die Qualität der medizinischen Versorgung.
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DIE DREI WERTE DER KLINIK SANKT BARBARA
Vor diesem Hintergrund soll sich unsere Klinik von drei grundlegenden Werten leiten lassen:
1. SOLIDARITÄT
Die Klinik muss ein Ort sein, an dem das Leben willkommen ist.
Ein Ort, an dem Menschen gepflegt, behandelt und begleitet werden.
Ein Ort, an dem wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln danach streben, menschliches Leben zu bewahren und Leiden zu lindern.
Niemand darf aufgrund seiner sozialen Stellung, seiner Herkunft oder seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten seine Menschenwürde verlieren.
Die Würde des Menschen steht nicht zum Verkauf.
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2. VERANTWORTUNGSBEWUSSTSEIN
Wir müssen uns für das Leben und die Gesundheit unserer Mitmenschen verantwortlich fühlen.
Jede Handlung in dieser Klinik muss gewissenhaft, professionell und unter Achtung der Würde des Menschen erfolgen.
Verantwortung bedeutet, die eigenen Aufgaben ernst zu nehmen.
Sie bedeutet auch, Fehler anzuerkennen, aus ihnen zu lernen und nach ständiger Verbesserung zu streben.
Wer Verantwortung übernimmt, dient nicht nur einer Institution – er dient Menschen.
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3. EXZELLENZ
Die Klinik Sankt Barbara soll ein Ort sein, an dem wir nach Exzellenz streben.
Wir müssen unsere medizinischen Praktiken, unsere Dienstleistungen, unsere Organisation und die Qualität der Patientenbetreuung ständig weiterentwickeln.
Exzellenz bedeutet nicht, perfekt zu sein.
Exzellenz bedeutet, niemals aufzuhören, besser werden zu wollen.
Nur durch diesen Willen zur Verbesserung können wir eine nachhaltige Zukunft für unsere Klinik gestalten.
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EINE GEMEINSAME VERANTWORTUNG
Sehr geehrter Herr Administrateur Général,
sehr geehrter Herr Médecin Directeur,
sehr geehrte behandelnde Ärzte,
sehr geehrte Directrice Commerciale et Marketing sowie Assistante du Président,
sehr geehrte Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik,
an Sie alle richte ich heute einen besonderen Appell:
Nehmen Sie Ihre jeweiligen Aufgaben unter der Verantwortung und Leitung der ONG ADEBES im Geist der Zusammenarbeit, der gegenseitigen Ergänzung und des gegenseitigen Respekts wahr.
Jeder muss seine Verantwortung kennen und gewissenhaft wahrnehmen.
Gleichzeitig muss jeder bereit sein, mit den anderen zusammenzuarbeiten.
Denn eine Institution kann niemals durch die Arbeit einer einzigen Person getragen werden.
Vergessen wir deshalb niemals diese schöne afrikanische Weisheit:
„Man wäscht sich das Gesicht nicht mit nur einem Finger.“
Diese Weisheit bringt etwas sehr Einfaches und zugleich sehr Tiefes zum Ausdruck:
Eine Klinik ist ein gemeinsames Werk.
Nur wenn jeder seine Kompetenz, seine Erfahrung, seine Kraft und seinen guten Willen einbringt, können wir die Klinik Sankt Barbara zu einer Einrichtung machen, die wirklich im Dienst der Bevölkerung steht.
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EINE KLINIK, DIE DER GEMEINSCHAFT OFFENSTEHT
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Klinik Sankt Barbara ist eine lokale Gesundheitseinrichtung im Gesundheitsbezirk Kisenso.
Deshalb möchte ich Sie alle einladen:
Werden Sie Botschafterinnen und Botschafter unserer Klinik in der Gemeinschaft.
Ihre Anwesenheit, Ihr Vertrauen und Ihre Mitarbeit sind für uns von großer Bedeutung.
Ich wünsche mir, dass die Klinik Sankt Barbara enge und vertrauensvolle Beziehungen zu den Verwaltungs-, Gesundheits-, traditionellen, religiösen und kommunalen Behörden pflegt.
Diese Beziehungen sollen getragen sein von:
Dialog,
gegenseitigem Respekt
und Zusammenarbeit.
Die Klinik soll kein abgeschlossener Ort sein.
Sie soll vielmehr eine Gesundheitseinrichtung sein, die ihre Türen für die Bevölkerung offenhält und die sich als Teil der Gemeinschaft versteht.
Ihnen allen, die Sie heute hier anwesend sind, gilt deshalb unser aufrichtiger Dank.
Durch Ihre Anwesenheit und Ihr Vertrauen tragen Sie dazu bei, dass dieses gemeinsame Werk im Dienst des Lebens, der Gesundheit und der Menschenwürde in der Gemeinde Kisenso seinen Platz findet.
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SCHLUSSWORT
Sehr geehrte Damen und Herren,
an diesem Tag der Wiedereröffnung möchte ich Sie einladen, mit Zuversicht, aber zugleich mit Verantwortungsbewusstsein in die Zukunft zu blicken.
Möge diese Klinik ein Ort sein, an dem Kranke nicht nur eine gute medizinische Versorgung finden, sondern auch ein offenes Ohr, Aufmerksamkeit, Respekt und echte menschliche Wertschätzung.
Möge jeder Mensch, der diese Türen durchschreitet, sich
willkommen,
angenommen
und respektiert
fühlen.
Möge jedes Mitglied des Personals stolz darauf sein, zu diesem Werk beizutragen.
Und möge die Klinik Sankt Barbara dem Auftrag treu bleiben, der ihrer Gründung zugrunde liegt:
dem Menschen zu dienen, insbesondere den Schwächsten, und zur sozialen und gesundheitlichen Entwicklung unseres Landes beizutragen.
Heute öffnen wir nicht nur die Türen einer Klinik.
Wir öffnen eine Tür der Hoffnung.
Wir öffnen eine Tür für Menschen, die leiden.
Wir öffnen eine Tür für Familien, die Hilfe suchen.
Wir öffnen eine Tür für Kranke, die Behandlung und menschliche Zuwendung benötigen.
Und wir öffnen eine Tür für eine Zukunft, in der Gesundheit, Würde und Solidarität ihren festen Platz haben.
Deshalb sage ich heute von Herzen:
Ich danke Ihnen allen für Ihre Anwesenheit.
Ich danke Ihnen für Ihr Engagement.
Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.
Möge Gott die Klinik Sankt Barbara segnen.
Möge Gott die ONG ADEBES segnen.
Möge Gott das gesamte Personal der Klinik segnen.
Möge Gott alle Menschen segnen, die hier behandelt und gepflegt werden.
Und möge Gott unser geliebtes Land,
die Demokratische Republik Kongo,
segnen und beschützen.
Es lebe die Klinik Sankt Barbara!
Es lebe die ONG ADEBES!
Es lebe die Solidarität!
Es lebe die Demokratische Republik Kongo!
Ich danke Ihnen.
Pater Badi O.P.