Brighter Future Austria

Brighter Future Austria Brighter Future ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Menschen einsetzt, die in Indien von Armut, HIV/AIDS und Lepra betroffen sind.

Mit dem Regenbogen-Kinderheim wurde 2004 in der Hafenstadt Visakhapatnam im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh die NGO Brighter Future ins Leben gerufen. Heute betreut die Organisation drei Leprakolonien, drei Kinderheime, eines davon nur für HIV-positive Kinder und ein Hospiz. Tabuisierung und mangelnde Aufklärung führen dazu, dass sich Aids in Indien stark ausbreitet. Immer mehr Kinder verlier

en ihre Eltern oder erkranken selbst. 2,7 Millionen Menschen in Indien sind HIV-infiziert, rund 220.000 davon sind Kinder. Jährlich werden über 55.000 Kinder von Müttern geboren, die mit HIV infiziert sind. Zurzeit versorgt die Organisation 106 Kinder mit Medikamenten, sauberem Wasser und frischer Nahrung. Manche sind Halb-, andere Vollweisen, viele kommen aus Familien, die von Lepra betroffen sind. In Indien gelten Leprakranke immer noch als Aussätzige, obwohl die Krankheit heute gut behandelbar ist. In den Kinderheimen bekommen die Kinder Schulunterricht, der ihnen sonst verwehrt bliebe; kochen, essen, spielen und leben miteinander. Immer wieder unternehmen die Mitarbeiter medizinische Versorgungsreisen und unterstützen die Familien der Betroffenen bei der häuslichen Pflege. Mittlerweile betreut die Organisation auch viele Frauen, denen sie zu mehr Selbstwert, Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und Solidarität verhelfen will. Mikrokredite sollen ihnen den Weg in die Selbstständigkeit ermöglichen, Aufklärungskampagnen gegen HIV und Ausbildungsplätze den Kreislauf von Krankheit und Armut durchbrechen. Ein Mal im Monat verteilt Brighter Future außerdem Care-Pakete mit Essen und Medikamente an HIV-infizierte und leprakranke Mütter. Wie jede andere NGO auch, finanziert sich Brighter Future zum größten Teil über private Spenden. Manche Projekte, wie der Wiederaufbau der ersten Leprakolonie, werden von der öffentlichen Hand zu einem geringen Anteil mitfinanziert. Das Leben in Indien kann sehr unbarmherzig sein. Am härtesten trifft es die Kinder. Nach Angaben der UNICEF haben rund 25 % der Kinder in Indien keinen Zugang zu Bildung. Jedes fünfte Kind geht nicht zur Schule und nur ein Viertel der Mädchen und Jungen machen einen Grundschulabschluss, nur etwa die Hälfte der eingeschulten Kinder erreicht die achte Klasse. Ohne Bildung ist die Chance auf eine existenzsichernde Arbeitsstelle praktisch aussichtslos, das Leben in Armut in Indien programmiert. Die Mädchen und Buben sind auf Patenschaften angewiesen, damit ihre medizinische Versorgung sichergestellt ist, sie in die Schule gehen können, drei Mal am Tag zu essen bekommen und ein Dach über dem Kopf haben.

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