14/06/2026
MULTILATERALISMUS bedeutet, dass mehrere Staaten international zusammenarbeiten, um gemeinsam globale Probleme zu lösen. Das MULTILATERALE SYSTEM ist nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Damals ist auch das internationale Finanzsystem entstanden. Die heutige Weltbank und Welthandelsorganisation wurden gegründet und der US-Dollar als Leitwährung festgelegt. Auch die meist bilaterale Diplomatie zwischen zwei Staaten wurde durch eine multilaterale abgelöst. Die bekannteste Organisation hierfür sind die
Vereinten Nationen (UN).
Das MULTILATERALE SYSTEM war auch der Beginn der sogenannten “regelbasierten Weltordnung”.
Spätestens seit dem Angriff der USA auf Venezuela im Jänner 2026 sind wir aber in einer neuen Weltordnung angekommen.
Internationale Abkommen werden gezielt von Regierungen untergraben und Menschen- und Frauenrechte mit Füßen getreten.
Seit Anfang 2025 haben die USA unter Trump (als größte Gebernation), aber auch europäische Staaten wie Großbritannien, Deutschland und Österreich drastisch finanzielle Mittel für Partner_innen im globalen Süden gekürzt.
👉Sparpolitik bei uns geht also Hand in Hand mit Kürzungen in der internationalen Hilfe.
Was bei uns in Österreich oder Europa passiert ist also Teil globaler Entwicklungen, bei dem die militärische Aufrüstung Priorität hat und diese durch den Abbau zivilgesellschaftlicher Strukturen bezahlt wird.
‼Sparpolitik betrifft vor allem feministische und Frauenorganisationen - und das weltweit.
Egal ob in Österreich oder im globalen Süden: ein abruptes Ende von Finanzierung kostet Menschenleben und ganz besonders oft Frauenleben.
Wenn etwa von heute auf morgen Kliniken geschlossen werden, lebensnotwendige medizinische Versorgung wegfällt und die Unterstützung von Frauen(rechts)organisationen und Gewaltschutzzentren gestrichen werden.
Das multilaterale System war schon vorher brüchig und für dessen imperialistischen Dimensionen kritikwürdig. Nur wird jetzt staatliche Interessenspolitik nicht mal mehr kaschiert.
❓Doch vielleicht hat das auch etwas Gutes: Solidarität als Einbahnstraße von Nord nach Süd ist endgültig vorbei.
Wir fragen uns: Ist jetzt die Zeit für einen Multilateralismus von unten? Internationale Zusammenarbeit, die von Communities und sozialen Bewegungen getragen wird?
🫵Was denkst du? Schreib es uns in die Kommentare!
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